Die siebte U-17-Fußball-Europameisterschaft der Frauen wurde 2013 in England ausgetragen. Da bereits im Juni 2013 die sechste Austragung stattfand, gibt es 2013 zwei Titelträger. Die UEFA zählt die siebte Austragung aber zur Saison 2013/2014. Die Endrunde fand zum ersten Mal mit acht Mannschaften statt und Spielort war zum ersten Mal nicht das Centre sportif de Colovray, sondern verschiedene Spielorte in England. Damit war auch erstmals der Gastgeber automatisch qualifiziert. Das Turnier fand im Rahmen der Feierlichkeiten zum 150. Jubiläum des Englischen Verbandes (FA) statt. Spielberechtigt waren Spielerinnen, die am 1. Januar 1997 oder später geboren wurden. Erstmals an der Qualifikation nahm die Mannschaft aus Portugal teil, die sich als bester Gruppenzweiter der zweiten Qualifikationsrunde auch erstmals für die Endrunde qualifizieren konnte. Ebenfalls erstmals konnten sich Italien, Österreich und Schottland für die Endrunde qualifizieren. Titelverteidiger Polen konnte sich dagegen ebenso wie der letzte Finalgegner Schweden nicht qualifizieren. Die Endrunde diente auch als Qualifikation für die im April 2014 startende U-17-WM der Frauen in Costa Rica, für die sich die ersten drei Mannschaften qualifizieren konnten. Im Finale trafen die Sieger der vergangenen Meisterschaften aufeinander, wobei sich Rekordsieger Deutschland gegen Spanien im Elfmeterschießen durchsetzen konnte.

Qualifikation Die Europameisterschaft wird in drei Stufen ausgerichtet. In zwei Qualifikationsrunden wurden die sieben weiteren Teilnehmer an der Endrunde ermittelt.

In der ersten Qualifikationsrunde spielten 40 der gemeldeten Mannschaften in zehn Gruppen zu je vier Mannschaften die Teilnehmer an der zweiten Qualifikationsrunde aus. Innerhalb jeder Gruppe spielte jede Mannschaft einmal gegen jede andere in Form von Miniturnieren, die an unterschiedlichen Terminen zwischen dem 2. Juli und 11. August 2013 ausgetragen wurden. Eine der vier teilnehmenden Mannschaften der jeweiligen Gruppe fungierte als Gastgeber dieses Miniturniers. Ein Sieg wurde mit drei Punkten, ein Unentschieden mit einem Punkt belohnt. Die Gruppenauslosung fand am 20. November 2012 im schweizerischen Nyon, Spielort der vorherigen Endrunden, statt. Die deutsche Mannschaft (Sieger 2008, 2009 und 2012) erhielt ebenso wie Spanien (Sieger 2010 und 2011) und Frankreich (Weltmeister 2012) ein Freilos für die 2. Runde. Die Schweiz spielte vom 2. bis 7. Juli 2013 in Gruppe 9 gegen Gastgeber Bulgarien, Italien und Mazedonien. Österreich traf in Gruppe 8 vom 2. bis 7. August 2013 auf Aserbaidschan, Kasachstan und Gastgeber Polen.

Die 10 Gruppensieger und Gruppenzweiten sowie der beste Gruppendritte qualifizierten sich für die zweite Qualifikationsrunde. Bei der Ermittlung des besten Gruppendritten wurden nur die Spiele gegen die Gruppensieger und Gruppenzweiten berücksichtigt. Die zweite Qualifikationsrunde fand vom 30. September bis 20. Oktober 2013 statt.

Qualifiziert für die zweite Qualifikationsrunde: – Freilos – Freilos – Freilos – Sieger Gruppe 1 – Sieger Gruppe 2 – Sieger Gruppe 3 – Sieger Gruppe 4 – Sieger Gruppe 5 – Sieger Gruppe 6 – Sieger Gruppe 7 – Sieger Gruppe 8 – Sieger Gruppe 9 – Sieger Gruppe 10 – Zweiter Gruppe 1 – Zweiter Gruppe 2 – Zweiter Gruppe 3 – Zweiter Gruppe 4 – Zweiter Gruppe 5 – Zweiter Gruppe 6 – Zweiter Gruppe 7 – Zweiter Gruppe 8 – Zweiter Gruppe 9 – Zweiter Gruppe 10 – Bester Gruppendritter (Gruppe 1)

Die Auslosung für die 2. Runde fand am 15. August 2013 statt. In der zweiten Qualifikationsrunde traf Deutschland als Gastgeber der Gruppe 6 auf Belgien, die Schweiz und die Niederlande und qualifizierte sich etwas mühevoll für die Endrunde. Die Schweiz schied als Gruppenletzter aus. Die Spiele fanden vom 11. bis 16. Oktober 2013 in Schweinfurt, Bamberg und Großbardorf statt. Österreich qualifizierte sich verlustpunktfrei und relativ souverän als Gastgeber der Gruppe 2 nach Siegen gegen Griechenland, Weißrussland und Russland für die Endrunde. Es war die erste Qualifikation einer österreichischen Frauenauswahl für eine Endrunde eines UEFA-Turniers überhaupt. Die Spiele fanden vom 8. bis 13. Oktober 2013 in Bregenz und Dornbirn statt.

Die sechs Gruppensieger und die beste zweitplatzierte Mannschaft der zweiten Qualifikationsrunde qualifizierten sich für die Endrunde.

Endrunde

Die Endrunde fand vom 26. November bis zum 8. Dezember 2013 statt. Die Auslosung erfolgte am 24. Oktober 2013 in Burton. Die Endrundenspiele finden in Burton, Chesterfield, Hinckley und Telford statt. Die Mannschaften wurden im St George’s Park National Football Centre in Burton untergebracht, von wo aus die Spielorte innerhalb einer halben Stunde erreichbar sein sollten – was allerdings beim Halbfinale nicht zutraf.

Qualifiziert für die Endrunde: – Gastgeber – Sieger Gruppe 1 – Sieger Gruppe 2 – Sieger Gruppe 3 – Sieger Gruppe 4 – Sieger Gruppe 5 – Sieger Gruppe 6 – Bester Gruppenzweiter (Gruppe 3)

Vorrunde Alle Zeitangaben entsprechen der Ortszeit (MEZ −1 Stunde).

Gruppe A

Gruppe B

Finalrunde Alle Zeitangaben entsprechen der Ortszeit (MEZ −1 Stunde).

Halbfinale

Spiel um Platz 3 Da die drittbeste Mannschaft für die WM qualifiziert ist, findet im Gegensatz zu den meisten anderen UEFA-Turnieren ein Spiel um den dritten Platz statt.

Finale

Schiedsrichterinnen

Beste Torschützinnen Rang Spielerin Tore 1 4 4 2 2 2 2 2

Beste Torschützin des Gesamtwettbewerbs war die Tschechin Karolína Křivská mit 9 Toren.

Kader Deutschland Bundestrainerin Anouschka Bernhard nominierte für die Endrunde folgenden Kader:

Nr. Spielerin Geburtsdatum Position Verein 1 Miriam Hanemann 24. März 1997 Tor 1. FFC Frankfurt 2 Michaela Brandenburg 17. Dezember 1997 Abwehr VfL Wolfsburg 3 Lisa Karl 15. Januar 1997 Abwehr SC Freiburg 4 Jana Löber 13. Juli 1997 Abwehr 1. FFC Frankfurt 5 Kim Fellhauer 21. Januar 1998 Mittelfeld SC Freiburg 6 Saskia Matheis 6. Juni 1997 Mittelfeld 1. FFC Frankfurt 7 Nina Ehegötz 22. Februar 1997 Mittelfeld FSV Gütersloh 2009 8 Saskia Meier 19. März 1997 Mittelfeld SC Freiburg 9 Laura Widak 5. Januar 1997 Sturm Bayer 04 Leverkusen 10 Jasmin Sehan 16. Juni 1997 Sturm VfL Wolfsburg 11 Burcu Özkanca 20. Januar 1997 Sturm VfL Bochum 12 Vivien Brandt 25. September 1997 Tor FSV Gütersloh 2009 13 Isabella Hartig 12. August 1997 Abwehr FC Bayern München 14 Leonie Stenzel 23. Juli 1997 Abwehr VfL Wolfsburg 15 Ricarda Walkling 19. März 1997 Sturm FC Bayern München 16 Michaela Specht 15. Februar 1997 Abwehr FC Bayern München 17 Melanie Ott 13. April 1997 Mittelfeld FSV Gütersloh 2009 18 Samantha Dick 22. Juni 1997 Mittelfeld 1. FFC Frankfurt 21 Lena Pauels 2. Februar 1998 Tor SGS Essen

Torhüterin Lena Pauels wurde für Miriam Hanemann nachnominiert.

Österreich Österreichs Trainer Dominik Thalhammer nominierte folgende 18 Spielerinnen für die Endrunde:

Nr. Spielerin Geburtsdatum Position Verein 1 Carolin Größinger 10. Mai 1997 Tor SG FC Bergheim/USK Hof 3 Anna Zimmerebner 16. Oktober 1998 Abwehr SG FC Bergheim/USK Hof 4 Selina Mandl 17. September 1998 Mittelfeld SK Sturm Graz 5 Johanna Kislick 9. September 1997 Mittelfeld LUV Graz 6 Adina Hamidovic 26. April 1998 Abwehr FSK St. Pölten 7 Barbara Dunst 25. September 1997 Mittelfeld LUV Graz 8 Sandrine Sobotka 8. Oktober 1998 Mittelfeld NÖSV Neulengbach 9 Katharina Naschenweng 16. Dezember 1997 Abwehr Carinthians Soccer Women 10 Marina Georgieva 13. April 1997 Mittelfeld FSV St. Pölten 11 Nina Wasserbauer 6. November 1998 Sturm Union Kleinmünchen 13 Melissa Schmid 2. November 1998 Sturm SV Neulengbach 14 Julia Kofler 2. September 1998 Mittelfeld SV Spittal 15 Viktoria Pinther 16. Oktober 1998 Sturm SKV Altenmarkt 16 Jasmin Ortner 9. September 1997 Mittelfeld Carinthians Soccer Women 17 Teresa Knauseder 7. März 1997 Mittelfeld Union Kleinmünchen 18 Anna Egretzberger 6. Januar 1997 Abwehr SV Neulengbach 19 Ivana Feric 25. August 1997 Mittelfeld FSV St. Pölten 21 Isabella Kresche 28. November 1998 Tor SV Gössendorf

Fernsehübertragung Der Sender Eurosport übertrug das erste Halbfinale mit der deutschen Auswahl live. Das Finale wurde von Eurosport 2 ausgestrahlt.

Weblinks U-17-EM auf der UEFA-Homepage

Einzelnachweise

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