Vide ist eine Ortschaft und ehemalige Gemeinde in Portugal. Vide liegt im Parque Natural da Serra da Estrela, dem Naturpark der Serra da Estrela. 2008 entstand hier mit dem Centro de Interpretação de Arte Rupestre (CIAR) ein archäologisches Forschungs- und Besucherzentrum zu den hiesigen urzeitlichen Ausgrabungen und Felsgravuren.
Geschichte Archäologische Funde belegen eine vorgeschichtliche Besiedlung. Insbesondere die im Sommer 1998 gefundenen Felsgravuren (Ferraduras, Carvalhinhos und Fontes do Cid) und im Sommer 2002 gemachte weitere Funde zeigen eine Besiedlung seit der Altsteinzeit, mit Schwerpunkt auf die Bronzezeit.
Die heutige Ortschaften entstand vermutlich nach der Reconquista im 12. Jahrhundert. Vermutlich im Zuge der Verwaltungsreformen unter König D. Manuel I. Anfang des 16. Jahrhunderts erhielt Vide Stadtrechte und wurde Sitz eines eigenständigen Kreises. Das genaue Datum ist nicht bekannt, da die Urkunde nicht erhalten blieb. Im Verlauf der Verwaltungsreformen nach der Liberalen Revolution 1822 und dem 1834 folgenden Miguelistenkrieg wurde der Kreis Vide 1836 aufgelöst und dem Kreis Loriga angegliedert. Seit dessen Auflösung 1855 gehört Vide zu Seia.Informationsseite zu Vide auf der Website der Kreisverwaltung Seia, abgerufen am 7. März 2015Eintrag des Schandpfahls in der portugiesischen Denkmalliste SIPA (siehe unter Cronologia), abgerufen am 7. März 2015
Verwaltung mini|Bevölkerungsentwicklung in der Gemeinde (1864–2011)
Vide war eine Gemeinde (Freguesia) im Kreis (Concelho) von Seia. Am hatte die Gemeinde Einwohner auf einem Gebiet von km².
Folgende Ortschaften liegen in der ehemaligen Gemeinde: Abitureira Baiol Balocas Baloquinhas Barreira Barriosa Barroco da Malhada Borracheiras Carvalhinho Casal do Rei Casas Figueiras Cide Chão Cimeiro Costeiras Coucedeira Fontes do Cide Foz da Rigueira Foz do Vale Frádigas Gondufo Lamigueiras Malhada das Cilhas Monteiros Muro Obra Outeiro Ribeira Rodeado Sarnadinha Silvadal Vale do Cide Vide
Vide war die Gemeinde mit der größten Ausdehnung und den meisten Ortschaften im Kreis Seia. Im Zuge der Administrative Neuordnung in Portugal wurde die Gemeinde zum 29. September 2013 aufgelöst und mit Cabeça zur neuen Gemeinde União das Freguesias de Vide e Cabeça zusammengeschlossen. Sitz der neuen Gemeinde wurde Vide.Gesetzestext (port.; PDF-Abruf 2,4 MB), abgerufen am 7. März 2015
Weblinks Informationen zu Vide auf der Website der Kreisverwaltung Seia Fotos aus Vide auf Flickr Seite der ehemaligen Gemeinde Vide auf Facebook
Einzelnachweise
Kategorie:Seia Kategorie:Ehemaliges Município in Portugal Kategorie:Ehemalige Freguesia in Portugal Kategorie:Gemeindeauflösung 2013