mini|Die St.-Oswald-Kirche nahe Hörlbach, aufgenommen 2005 Die St.-Oswald-Kirche ist ein evangelisch-lutherisches Kirchengebäude bei Hörlbach, einem Gemeindeteil der mittelfränkischen Stadt Ellingen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Das Bauwerk ist unter der Denkmalnummer D-5-77-125-147 als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen.Evang.-Luth. Pfarrkirche, Denkmalliste der Stadt Ellingen, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (PDF, abgerufen am 18. Mai 2022). Die mittelalterlichen und frühneuzeitlichen untertägigen Bestandteile der Kirche sind zusätzlich als Bodendenkmal (Nummer: D-5-6931-0483) eingetragen. Das Patrozinium der Kirche ist der hl. Oswald. Sie bildet eine Filialkirche der Christuskirche in Ellingen.
Lage Die Chorturmkirche steht etwa 300 Meter außerhalb des Dorfes umgeben von Wiesen und Feldern in einer Talmulde auf einer Höhe von 411 Metern über NHN, nahe dem Hörleinsgraben an der Straße nach Massenbach.Topographische Karten, Bayerisches Vermessungsamt (BayernAtlas). Abgerufen am 18. Mai 2022.
Geschichte und Architektur mini|Fresken im Inneren der KircheDie Kirche wurde erstmals am 9. Juni 1255 urkundlich erwähnt, 1537 wurde sie protestantisch. Zunächst gehörte die Kirche zum Kloster Wülzburg, von 1538 bis 1929 gehörte Hörlbach kirchlich zu Höttingen, von 1929 bis 1942 zur Stadt Weißenburg in Bayern.St. Oswald Kirche Hörlbach: www.christuskirche-ellingen.de, Seite 1. Abgerufen am 18. November 2012.
Das Gebäude bildet eine in Form der Gotik erbaute Chorturmkirche, deren aus dem 14. Jahrhundert stammender Kirchturm im 18. Jahrhundert ein oktogonales Obergeschoss mit einem Spitzhelm erhielt. Die Sakramentsnische stammt aus dem 15. Jahrhundert.
1711 erfolgte ein Umbau des flachgedeckten Langhauses, auch der Altar ist von 1711 und zeigt das Abendmahl Jesu.
Die Sakristei entstand 1835.
1913 wurde die Kirche auf der Nordseite erweitert. Dabei wurden im kreuzrippengewölbten Chor frühgotische Fresken entdeckt, die 1921 konserviert wurden. Sie zeigen Evangelistensymbole, Verkündung, Gnadenstuhl, Jesus als Weltenrichter und Passionsszenen.
1967 und 1983 wurde die Kirche saniert.
1993 ereignete sich in der Kirche ein Chemieunfall.St. Oswald Kirche Hörlbach: www.christuskirche-ellingen.de, Seite 2. Abgerufen am 4. Mai 2022 Das Gebäude war verseucht und nicht mehr betretbar. Fresken, Altar und Kanzel waren gefährdet, Vasa Sacra und die Steinmeyer-Orgel von 1889 unwiederbringlich zerstört. Durch große Zuschüsse wurde die Kirche unter Leitung des Hochbauamtes Ansbach renoviert. Die Wiedereinweihung erfolgte im Jahr 2000.
Die zerstörte Orgel wurde 2001 durch eine neue Orgel der Firma Jürgen Lutz ersetzt.
Literatur
Weblinks
Website der Evangelischen Kirchengemeinde Ellingen Lage der Kirche im
Einzelnachweise
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