miniatur|Kofelgschroa auf dem ZMF 2017 in Freiburg Kofelgschroa ist eine aus Oberammergau stammende Blasmusik-Gruppe im Bereich der Neuen Volksmusik. Der Bandname leitet sich ab vom Oberammergauer Hausberg Kofel und vom bairischen Gschroa (Geschrei).Das neueste Gschroa aus Oberammergau, Merkur-online.de vom 25. Mai 2012

Geschichte Die Gruppe wurde im Jahr 2007 als Kofelmusi gegründet und spielte zunächst traditionelle Volksmusik. Nachdem sie 2010 eine Pause einlegte und sich vorübergehend trennte, wurde sie von dem Münchner Label Trikont unter Vertrag genommen, das unter anderem auch Attwenger verlegt. 2012 erschien das Debütalbum Kofelgschroa, an dem Micha Acher von The Notwist als Produzent mitwirkte.I sog ned a so und a ned a so, Abendzeitung München vom 24. Mai 2012 Die Musiker verstanden sich weiterhin als „Freizeitmusiker mit viel Freizeit“, absolvierten aber zunehmend auch überregionale Konzerte. On3 bezeichnete sie als überzeugte Straßenmusiker, die „ihren traditionellen Background mit Punk-Attitüde verbinden“., Bayerischer Rundfunk vom 21. Mai 2012 Sie seien nach eigenen Angaben zwar keine politische Band, aber unterstützten laut Welt Online „Kunstaktionen gegen die Gletscherschmelze“ und „demonstrieren gegen rechtsextreme Umtriebe im Oberland“ wie beim Musikfestival SchallKnall in Murnau.Vier gegen den Musikantenstadl, Welt Online vom 21. Februar 2010

2014 kam der Dokumentarfilm Kofelgschroa. Frei. Sein. Wollenhttps://www.kofelgschroa-derfilm.de/ der Filmemacherin Barbara Weber ins Kino. In sechsjähriger Dreharbeit zeigt sie das Denken und den Werdegang der Gruppe.

Im September 2015 eröffnete Kofelgschroa in Oberammergau das Hotel Kovèl im in die Jahre gekommenen ehemaligen Haus des Schriftstellers Josef Ruederer. Es handelte sich nicht um ein Hotel, die Band nutzte es vielmehr als Probenraum und dazu, „Gleichgesinnte zu empfangen“. mini|Bei der Verleihung des Karl-Valentin-Preises an Sigi Zimmerschied Am 19. März 2017 gestaltete die Band das musikalische Rahmenprogramm der Verleihung des Großen Karl-Valentin-Preises an Sigi Zimmerschied im Münchner Volkstheater mit.Süddeutsche Zeitung: Zum Reinlegen schön vom 19. März 2017

Vorläufige Auflösung Am 27. Februar 2018 gab die Band den Ausstieg der Gründungsmitglieder Michael und Martin von Mücke bekannt, nachdem Michael 2017 einen Reitunfall hatte und Martin wieder seinem Brotberuf nachgehen wollte. Der letzte Konzerttermin in Originalbesetzung war der 24. März 2018. Michael von Mücke spielte noch bis zur Sommerpause 2018 in der Band mit, ab September war Maria Hafner an der Bratsche als Gastmusikerin mit auf Tour. Als Ersatz an der Tuba spielte Theresa Loibl. Am 22. Oktober 2018 erklärte die Gruppe auf Facebook, sie wolle 2019 eine kreative Pause einlegen und keine Konzerte mehr spielen.https://www.facebook.com/KofelgschroaOberammergau/posts/1907768216009076 Am 25. Oktober 2018 folgte dann die Nachricht, Maxi Pongratz mache Solo weiter, „solange Kofelgschroa im Dornröschenschlaf ruht“.https://www.facebook.com/KofelgschroaOberammergau/posts/1911946132257951 Einen vorläufig einmaligen Auftritt spielte Kofelgschroa am 27. September 2022 erstmals nach 4 Jahren auf der Oidn Wiesn im Herzkasperlzelt. Am 20. Juli 2024 folgte ein weiterer, vorläufig einmaliger Auftritt auf dem Hohenkammer Open Air. Am 25. Oktober 2025 spielte die Band in der Olympiahalle München erstmals wieder in ihrer ursprünglichen Besetzung im Rahmen des Jubiläumskonzerts anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Hip-Hop-Band Dicht und Ergreifend.

Stil In den Stücken der aus der lokalen Volksmusikszene hervorgegangenen Band ist die Tuba das tragende und prägende Instrument, darüber gesellt sich als füllender und rhythmisierender Teppich oft das Akkordeon, über den sich dann Gitarre und Gesang, Tenorhornsoli oder sich teils mantraartig wiederholte Texte in teils mehrstimmigen Gesang legen. Die Rhythmen sind oft rollende Siebenachteltakte. Kennzeichnend für die Musik der Band ist die bairische Mundart Oberammergauer Prägung sowie laut Tagesspiegel die „valentinesken Texte“.Die Kraft des Blechs, tagesspiegel.de vom 20. August 2012 Zu ihrem Stil sagen die Musiker: „Wir spielen gerne Wechseltakte, Mollakkorde und lange Stücke. Die Melancholie, die Müdigkeit, sowie das Lebensgefühl von Freude und Dankbarkeit versuchen wir in unseren Stücken und in unserem Auftreten zu vereinen.“Kofelgeschroa in laut.de, abgerufen am 13. November 2012

Diskografie Alben 2012: Kofelgschroa 2014: Zaun 2016: Baaz

Auszeichnungen 2013: Förderpreis Musik der Landeshauptstadt München 2014: Kulturpreis Bayern

Weblinks

Interview von Deutschlandradio Kultur Bayerischen Musik-Trendsettern auf der Spur, Bayerischer Rundfunk, 25. Juli 2014 Kofelgschroa. Frei. Sein. Wollen: Entschleunigung auf Bayerisch von Heike Littger, Die Zeit, 7. August 2014 Trailer von Kofelgschroa. Frei. Sein. Wollen., Dokumentarfilm von Barbara Weber, 2014

Einzelnachweise

Kategorie:Deutsche Band Kategorie:Band der Neuen Volksmusik Kategorie:Dialektsänger (Bairisch)