mini|Jutta Schubert auf der Frankfurter Buchmesse 2025 Jutta Schubert (* 1959 in Wiesbaden) ist eine deutsche Regisseurin, Theaterautorin und Schriftstellerin.

Leben

Jutta Schubert studierte Theaterwissenschaften und Literaturgeschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ihren Magister-Artium-Abschluss erwarb sie mit einer Arbeit über Thomas Bernhard. Sie arbeitete von 1983 bis 1986 als Regieassistentin am Schauspielhaus Bochum, bei den Salzburger Festspielen und am Burgtheater in Wien. Seit 1987 ist Jutta Schubert freie Autorin, Theaterregisseurin, Dramaturgin und Dozentin für Theatergeschichte und Kreatives Schreiben. Jutta Schubert ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller im Landesverband Hessen und im PEN-Zentrum Deutschland.

Ein besonderes Interesse Jutta Schuberts gilt der Weißen Rose. In den 1990er Jahren recherchierte sie im Umfeld der Mitglieder, in Archiven, führte zahlreiche Interviews mit Zeitzeugen und verarbeitete das Material in dem Stück Die Weiße Rose.Quelle: Zu blau der Himmel im Februar. Kulturmaschinen, 2013. Aus den Archiven des Terrors, das 2004 vom Jungen Schauspiel Ensemble München unter der Regie von Michael Stacheder in der Reithalle München uraufgeführt wurde. In der Süddeutschen Zeitung heißt es zu einer späteren Aufführung:

2013 erschien ihr Roman Zu blau der Himmel im Februar, in dem sie die Tage der missglückten Flucht von Alexander Schmorell auf der Grundlage ihres umfangreichen Recherchematerials belletristisch aufarbeitet. Im Wiesbadener Tagblatt heißt es dazu:

Werke

Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen, Co-Autor Michail Bartenev, Theaterstückverlag München, München 1994 Eden, Theaterstückverlag München, München 1995 Die drei Musketiere, nach A. Dumas, Theaterstückverlag München, München 1996 Hexenbrennen, Theaterstückverlag München, München 1996 Hexenbrennen, Schauspiel, mit historischen Materialien (Hrsg.) Gunther Franz, Edition Spee im Paulinusverlag, Trier 1997 Himmel und Hölle, Theaterstückverlag München, München 1997 Die Weiße Rose – Aus den Archiven des Terrors, Theaterstückverlag München, München 1997 Adieu Marx, Theaterstückverlag München, München 1998 Adieu Marx oder Eine Komödie, Komödie, Edition Spee im Paulinusverlag, Trier 1998 Coming Out, Theaterstückverlag München, München 2002 Alles Kapriolen – Ein Jahrhundert im Musiktheater. Biographie des Dirigenten, Generalmusikdirektors und Hofkapellmeisters Siegfried Köhler, Semikolon-Verlag, Berlin 2003 Unter dem Haus das Meer – Venezianische Fresken. Gedichte, Edition art-management, Hamburg 2005 Stranden, Theaterstückverlag München, München 2006 Hornissenzeit, Theaterstückverlag München, München 2006 Old Germany, Libretto, Musik: Siegfried Köhler, Schott Musik-Verlag, Mainz 2007 LiebesLeben, Theaterstückverlag München, München 2008 Lieben und Töten – Das kurze Leben des Heinrich von Kleist, Theaterstückverlag München, München 2011 Zu blau der Himmel im Februar, Roman um die letzten Tage der Weißen Rose, Kulturmaschinen, Berlin 2013 Zwischen Sein und Spielen – Eine Liebeserklärung an George Tabori, Kulturmaschinen, Berlin 2014 Casanovas Nacht, Theaterstückverlag München, München 2015 Die Nacht mit Marilyn, Erzählungen, Axel Dielmann-Verlag, Frankfurt am Main 2015 Zu blau der Himmel im Februar, erw. Neufassung, Roman über die letzten Tage der Weißen Rose, Axel Dielmann-Verlag, Frankfurt am Main 2016 Zwischen Sein und Spielen – Eine Liebeserklärung an George Tabori, überar. Neuausgabe, Kulturmaschinen, Berlin 2019' Rettungen, Erzählungen, Kulturmaschinen, Hamburg 2020 Der Mond ist ein Licht in der Nacht, Erzählungen, Axel Dielmann-Verlag, Frankfurt am Main 2022

Preise und Auszeichnungen

1990: Arbeitsstipendium des Hessischen Kultusministeriums 1990: Arbeitsstipendium des Künstlerdorfes Schöppingen/Münsterland 1992, 1993 und 1995: Autorenstipendium des Ministeriums für Frauen, Familie, Wissenschaft und Kunst, Baden-Württemberg 1995 und 1996: Autorenstipendium des Kinder- und Jugentheaterzentrums Frankfurt/M und der Bundesakademie Wolfenbüttel 1998: Heidelberger Stückemarkt mit „Die Weiße Rose – Aus den Archiven des Terrors“ 1999 und 2006: Stipendium Paul Maar des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in Deutschland 2014: Autorenstipendium des Hessischen Literaturrats, Aufenthaltsstipendium in Prag

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Einzelnachweise

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