Als Einsatzorganisation bezeichnet man die Organisationen im Sicherheitswesen.
Einsatzorganisation, , definiert sich etwa als Beispiel aus der ÖNORM S 2304:2011 07 15 Integriertes Katastrophenmanagement – Benennungen und Definitionen, 2.14. Eintrag in austrian-standards.at; Zitat aus dem Entwurf
Zu den Einsatzorganisationen gehören: Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) – speziell zu diesem Auftrag berufenÖNORM S 2304 2.6 sonstige Hilfsorganisationen
Nach Daynes (1970) kann man – hinsichtlich des Verhaltens im Einsatzfall – vier Arten von Einsatzorganisationen unterscheiden:Lit. Daynes: Organized Behaviour in Disaster; nach Siegfried Jachs: Einführung in das Katastrophenmanagement, Verlag tredition, 2011, ISBN 978-384240124-2, Kapitel 1.5.2. Organisationsverhalten, S. 56 ff (). , die als (‚erster Ansprechpartner‘) dienen – sie stehen permanent für spezielle Aufgabenbereiche bereit und sind im Voraus auf diese zugeschnitten (bspw. Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr, stehende Einheiten des Katastrophen- und Zivilschutzes, Militär, Einsatz- und Warnzentralen sowie ministerielle Abteilungen) – sie sind prinzipiell im Bereich tätig, organisieren sich aber im Anlassfall spezifisch um; dazu gehören beispielsweise viele Nichtregierungsorganisation (NGOs, ), karitative und soziale Einrichtungen, die ihren vertrauten Aufgabenbereich in den Einsatzfall ausdehnen – Organisationen, die nur im Notfall miteinbezogen werden; sie vollziehen keine Änderung der internen Struktur, sondern müssen sich der Situation anpassen; dazu gehören etwa Infrastrukturbetreiber, deren Wartungsteams normalerweise nicht unter Gefahr im Verzug arbeiten, deren Fachkenntnis vor Ort aber unverzichtbar ist; hierbei werden dann etwa Teams aus anderen Zuständigkeitsgebieten vor Ort zusammengezogen, oder externe Fachkräfte mobilisiert – Organisationen und Netzwerke, die speziell im Anlassfall erst gegründet werden, prototypisch etwa Arbeitsgemeinschaften freiwilliger Nachbarschaftshilfe
Eine umfassende Koordination all dieser Kräfte ist das zentrale Anliegen im Zivil- und Katastrophenschutz. Je umfangreicher der Einsatzfall, desto mehr müssen Organisationen der Typen 2, 3 und 4 mit einbezogen werden.
Literatur Russel R. Daynes: Organized Behaviour in Disaster. Reihe Heath Lexington Books: Studies and Social Economics Series, Heath & Co, Lexington MA, 1970 – das Standardwerk der Katastrophenforschung, Desaster Research Center, DelawareBesprechung: Niell A. Britton: Organized Behaviour in Disaster: A Review Essay. In: international Journal of Mass Emergencies and Desasters, November 1988, Vol. 6, No. 3, S. 363–395 (pdf, cidbimena.desastres.hn).
Einzelnachweise
en:Emergency service