Die Stiftung Bibel und Kultur ist eine ökumenische Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Stuttgart und der Geschäftsstelle in Bonn. Sie möchte die kulturelle Bedeutung der Bibel öffentlich bewusst machen.
Ziele Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Stiftung in vier wesentlichen Bereichen aktiv: Förderung von Vorhaben, die Themen und Inhalte der Bibel darstellen oder vermitteln. Unterstützung von Arbeiten, die die Bedeutung der Bibel für die Gesellschaft, das kulturelle und geistige Leben zum Gegenstand haben. Auszeichnung von Persönlichkeiten, die sich in ihren Werken in besonderer Weise für die Geltung der Bibel und die Vermittlung von biblischen Wertvorstellungen eingesetzt haben. Unterstützung öffentlichkeitswirksamer Veranstaltungen zum Thema Bibel.
Seit 2025 fördert die Stiftung jährlich eine Auswahl von kulturellen Projekten, die auf kreative Weise das biblische Erbe thematisieren und damit zur Vermittlung biblischer Inhalte im gesellschaftlichen Kontext beitragen.
Zuvor war die Stiftung insbesondere durch Schüler- und Jugendwettbewerbe sowie durch die Vergabe eines Förder- und Stiftungspreises aktiv. Diese Formate wurden eingestellt.
Geschichte Die Stiftung wurde 1987 auf Initiative des hannoverschen Landesbischofs Eduard Lohse unter dem Vorsitz des Bundespräsidenten a. D. Karl Carstens und mit Unterstützung der Deutschen Bibelgesellschaft, der Deutschen Bischofskonferenz, evangelischer Landeskirchen und der Diakonie der EKD gegründet. Durch sie „sollen Bemühungen gefördert werden, die die kulturelle Bedeutung der Bibel öffentlich bewusst machen“.
Struktur Kuratorium Vorsitzende des Kuratoriums waren u. a. Manfred Kock, Hans Maier, Johannes Rau, Paul Mikat, Karl Carstens und zuletzt Annette Schavan. Seit 2023 ist der NDR-Intendant Joachim Knuth Vorsitzender des Kuratoriums.
Weitere Mitglieder sind unter anderem: Reinold Hartmann (stellv. Vorsitzender) Katrin Brockmüller (Katholisches Bibelwerk) Johann Hinrich Claussen (EKD) Verena Lenzen (Universität Luzern) Friederike Lohse Christoph Rösel (Deutsche Bibelgesellschaft) Jonah Sievers (Jüdische Gemeinde zu Berlin) Heinz-Detlef Stäps (Diözese Rottenburg-Stuttgart) Miriam Wenzel (Jüdisches Museum Frankfurt) Christiane Abart (Haus St. Rupert Traunstein) Daniela Blum (Universität Freiburg) Daniela Kluckert (Parlamentarische Staatssekretärin a. D.) Melanie Prange (Diözesanmuseum Rottenburg)
Vorstand Seit 2025 besteht der Vorstand aus folgenden Personen: Raimund Schmolze-Krahn Martin Laube Jonas Einck
Projektförderung (seit 2025) Im Förderzyklus 2025/2026 unterstützt die Stiftung sechs Projekte, die sich innovativ mit biblischen Themen auseinandersetzen, darunter: ein interdisziplinäres Kunstprojekt zu Hiob in Ludwigshafen eine Jugendkulturreise zum Bibelhaus Frankfurt Kunstgottesdienste in Berlin einen Schüleraustausch nach Israel ein Projekt zur spirituellen Museumstherapie im Berliner Bode-Museum eine Ausstellung zur Schöpfungsgeschichte im Museum Kirche in Franken
Preise Zwischen 1988 und 2022 vergab die Stiftung regelmäßig einen Stiftungspreis sowie einen Förderpreis an Persönlichkeiten und Werke, die sich durch die kreative oder gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der Bibel ausgezeichnet haben. Geehrt wurden:
Jahr Preisträger Bereich Laudatio 1988 Bibel und Musik 1989 Bibel und Publizistik , Landesbischof 1989 Bibel und Publizistik 1990 Bibel und Malerei 1991 Bibel und Politische Kultur , Bischof 1992 Bibel und Literatur 1993 Bibel und Bildhauerei , Bischof 1994 Bibel und Spielfilm 1995 Bibel und Choreographie 1996 Bibel und Musik Pfarrer 1997 Bibel und Literatur 1998 Bibel und Gesang , Kirchenmusikdirektor 1999 Bibel und Komposition , Hamburg 1999 Lebenswerk 2000 Bibel und Holzschnitt , Tübingen 2001 Bibel und Malerei , Nürnberg 2002 Bibel und Pantomime 2003 Lebenswerk 2004 Bibel und Musik 2004 Lebenswerk 2005 Bibel und Architektur 2005 Lebenswerk Gerhard Glaser 2006 Bibel und Malerei 2007 Bibel und Musik 2007 Lebenswerk 2009 Klaus Schumacher und das Schauspielvolk des Einsiedler Welttheater Bibel und Schauspiel 2010 Bibel und Glasfenster 2010 Lebenswerk 2011 Video- und Performancekunst 2013 Lebenswerk 2014 Lebenswerk 2015 Bibel und Literatur 2018 Bibel und Komposition 2022 Bibel und Schauspiel
2020 wurde der Preis aufgrund der Corona-Pandemie nicht vergeben. Im Zuge einer Neuausrichtung der Stiftung wurde er mittlerweile eingestellt.
Schüler und Jugendwettbewerbe Bis 2019 organisierte die Stiftung regelmäßig Schüler und Jugendwettbewerbe mit. Die Preisträger sind:
2018/2019 Hessen, „#heilig“, 2017, „Menschenbilder“, 2015/2016 Nordrhein-Westfalen, „Selfie von Gott“; 2011/2012 Baden-Württemberg, „Bitte aufbrechen“; 2009/2010 Saarland, „Himmelweit offen“ Mecklenburg-Vorpommern, „Voll das Leben“; 2008/2009 Niedersachsen, „Heimat 2.0“; 2006/2007 Schleswig-Holstein und Hamburg, „Bibel heute“; 2005/2006 Bremen, „Spuren (in) der Bibel“; 2004 / 2005 Hessen, „Ich sag’s auf meine Weise – die Bibel entdecken“; 2002 / 2003 Bayern „Ich sag es auf meine Weise“ und in sechs ostdeutschen Bundesländern „Voll das Leben“; 2001 / 2002 Rheinland-Pfalz, „Bibel heute“; 2000 / 2001 Brandenburg, „Bibel heute“; 1999 / 2000 Sachsen-Anhalt; 1998 / 1999 Nordrhein-Westfalen; 1997 / 1998 Sachsen; 1996 / 1997 Mecklenburg-Vorpommern; 1995 / 1996 Thüringen; 1994 / 1995 Schleswig-Holstein und Hamburg; 1993 / 1994 Baden-Württemberg.
Werke
Weblinks Website der Stiftung Bibel und Kultur
Einzelnachweise
Bibel und Kultur Kategorie:Organisation (Bibel) Kategorie:Auszeichnung (Baden-Württemberg) Kategorie:Auszeichnung (Christentum) Kategorie:Christliche Organisation (Stuttgart) Kategorie:Kulturelle Organisation (Stuttgart) Bibel und Kultur Kategorie:Erstverleihung 1988 Bibel und Kultur