Castelo Rodrigo ist eine Gemeinde (Freguesia) im portugiesischen Kreis Figueira de Castelo Rodrigo. In ihr leben Einwohner (Stand ). Castelo Rodrigo gehört zu den zwölf historischen Dörfern, den Aldeias Históricas de Portugal. mini|links|Luftansicht des Dorfes
Geografie Castelo Rodrigo liegt auf 820 Meter Höhe. Der Ort ist 3 km von der Kreisstadt Figueira de Castelo Rodrigo, und etwa 60 km von der Distrikthauptstadt Guarda entfernt.
Geschichte Bereits 500 v. Chr. war der Ort von keltiberischen Turdulen und später Lusitaniern bewohnt. Deren Wallburg (port.: Castro) wurde von den Römern eingenommen und geschleift. Aus seiner Zeit als Teil des Westgotenreichs sind wenige Spuren erhalten geblieben. Die Araber errichteten hier erneut eine Festung, die Ferdinand I. (León) 1039 erstmals von ihnen eroberte. 1170 eroberte Portugals erster König, D. Afonso Henriques, den Ort, und ließ dort das Kloster Convento de Stª. Mª. de Aguiar bauen. Nach erneutem Mauren-Einfall konnte König D.Sancho den Ort endgültig erobern. 1209 erhielt der Ort erstmals Stadtrechte (Foral). Seit dem Vertrag von Alcañices 1297 ist Castelo Rodrigo endgültig portugiesisch. Unter den Königen D.Dinis, D.Fernando I. und D.João I. wurde die Festung weiter ausgebaut, im Zuge verschiedener Auseinandersetzungen mit dem Königreich Kastilien. König Manuel I. ließ die verfallende Festung 1500 neu anlegen und erteilte dem Ort 1508 erneut Stadtrechte. , abgerufen am 8. November 2012, abgerufen am 8. November 2012.
Im Restaurationskrieg um die Wiedererlangung der Unabhängigkeit Portugals ab 1640 war Castelo Rodrigo ein bedeutender strategischer Verteidigungsposten. Am 7. Juli 1664 schlug das portugiesische Heer unter Pedro Jacques de Magalhães hier die spanische Armee unter Gaspar Téllez-Girón y Sandoval, Duque de Osuna. Bis zum Frieden von Lissabon 1668 blieb die Gegend um Castelo Rodrigo ein Schauplatz von Auseinandersetzungen.Margarida Magalhães Ramalho: Aldeias Históricas. 1. Auflage, Edições Inapa, Lissabon 2006, S. 59ff, ISBN 972-797-097-4.
Im Siebenjährigen Krieg wurde Castelo Rodrigo 1762 zerstört. Nach den weiteren Zerstörungen und Plünderungen 1810, während der napoleonischen Invasionen, verließen bis auf wenige Bewohner alle verbliebenen Familien den Ort, und S. Vicente da Figueira, unweit unterhalb des hochgelegenen Castelo Rodrigo, gewann in dem Zuge weiter an Bedeutung. 1836 wurde die gewachsene Gemeinde von S. Vicente ein eigenständiger Kreis (Concelho), und, eingedenk des historischen Ortes Castelo Rodrigo, in Figueira de Castelo Rodrigo umbenannt.Susana Falhas, Henrique Almeida: Aldeias Históricas de Portugal., 1. Auflage, Olho de Turista, Mêda 2010, S. 111ff., ISBN 978-989-967430-1.
Seit 1994 gehört Castelo Rodrigo zu den besonders gut erhaltenen historischen Dörfern der Aldeias Históricas und genießt somit besondere Schutzregelungen und Förderungen.
Denkmäler mini|Die nächtlich angestrahlten Burgruinen mini|hochkant|Der Schandpfahl (Pelourinho) von Castelo Rodrigo Als bekanntestes Bauwerk des Ortes gilt die Burg Castelo Rodrigo.
Im Ort stehen 14 denkmalgeschützte Bauwerken, darunter die Klosterkirche Igreja e Mosteiro de Santa Maria de Aguiar aus dem 12. Jahrhundert, die mit manuelinischen Fenster-Elementen versehenen Wohnhäuser aus dem frühen 16. Jahrhundert,www.monumentos.pt, abgerufen am 8. November 2012 die Zisterne (Cisterna) aus dem 14. Jahrhundert,dito der Schandpfahl (Pelourinho) aus dem 16. Jahrhundert und der manerist Wandbrunnen Chafariz da Casqueira aus dem 18. Jahrhundert.
Weblinks
Gemeindeseite bei den Aldeias Históricas de Portugal
Einzelnachweise
Kategorie:Weinbauort in Portugal