Werner Drück (geboren am 26. August 1909 in Ulm; gestorben am 23. April 1942 in einem Lazarettzug an der Ostfront) war ein preußischer Verwaltungsbeamter und Landrat des Kreises Bergheim (Erft).
Leben Herkunft Werner Drücks Vater Walter Hans Drück (geboren am 12. Juli 1884 in Backnang; Suizid durch Erschießen am 8. September 1934 in Berlin–Lichterfelde; verheiratet seit dem 28. September 1908 in Ulm)Landesarchiv Berlin, Personenstandsregister, Sterberegister, Standesamt Lichterfeld, Urkunde Nr. 763 vom 11. September 1934. war während seiner militärischen Laufbahn Leutnant im Pionier-Bataillon Nr. 13 zu Ulm (1908)Ancestry.com. Württemberg, Deutschland, Familienregister 1550-1985: Württembergische Evang. Landeskirche, Kirchenregisteramt Ulm, Ulm, Familienbuch 1875–1897, Bl. 390 Wilhelm Heinrich (von) Wagner. und zuletzt Hauptmann. Nachfolgend wurde Hans Drück Württembergischer Regierungsrat und stellvertretender Bevollmächtigter zum Reichsrat (um 1923),Amtliches Fernsprechbuch für Berlin und Umgegend, 1923, S. 264., Oberregierungsrat (um 1925),Adressbuch Berlin, 1925, I. Teil, S. 567. und Württembergischer stellvertretender Reichsbevollmächtigter (um 1928Amtliches Fernsprechbuch für Berlin und Umgegend, 1928, S. 321./1929Amtliches Fernsprechbuch für Berlin und Umgegend, 1929, S. 234.). Seine letzte Beförderungsstufe war die eines Ministerialrats.Adressbuch Berlin, 1930, I. Teil, S. 584. 1926 vertrat Hans Drück Württemberg im Aufsichtsrat der DRADAG.Sibille Grube: Rundfunkpolitik in Baden und Württemberg 1924-1933, Spiess, 1976, S. 260. Die Mutter von Werner Drück, Anna Herta Emilie geborene Wagner (geboren in Ulm am 19. September 1887Ancestry.com. Württemberg, Deutschland, Familienregister 1550-1985, Ulm, Familienbuch 1800, Bl. 336.), war eine Tochter des Ulmer Oberbürgermeisters Heinrich von Wagner.
Ausbildung und Werdegang Nach dem Besuch des Gymnasiums studierte Werner Drück unter anderem an der Universität in Tübingen (Sommersemester 1927 bis Sommersemester 1928) Rechtswissenschaften. Seit 1927 war er Mitglied des Corps Rhenania Tübingen.Kösener Corpslisten 1996, 133, 948 Mit Beendigung seiner Studien trat Drück zum 13. Januar 1932 als Gerichtsreferendar in den preußischen Justizdienst ein. Bei seinem Wechsel in den allgemeinen Verwaltungsdienst folgte die Ernennung zum Regierungsreferendar (3. November 1933) an die sich am 26. August 1936 jene zum Regierungsassessor, unter gleichzeitiger Überweisung als Hilfsarbeiter an das Landratsamt Teltow anschloss. In gleicher Stellung zum 1. August 1937 an die Regierung Köln versetzt, wurde Drück dort zum 1. April 1939 zum Regierungsrat ernannt. Nach der Umsetzung des bisherigen Landrats des Kreises Bergheim, Udo Krüger, trat Werner Drück im September 1939 zunächst vertretungsweise dessen Nachfolge an, bevor ihm die Verwaltung im Februar 1940 kommissarisch und schließlich am 6. Januar 1941 definitiv übertragen wurde. Seit 1942 nahm Werner Drück am Zweiten Weltkrieg teil und starb bereits im April des Jahres in einem Lazarettzug an der Ostfront.Heinz Braschoss Die Landräte im Dritten Reich in: 150 Jahre Landkreis Bergheim, Hrsg. Landkreis Bergheim, Neunzig, Bedburg 1966, S. 52. Hiernach war Drück bereits 1941 einberufen worden und 1942 an der Ostfront verstorben.
Familie Der Protestant Werner Drück heiratete am 24. April 1937 in Berlin-Lichterfelde Gertrud Decker (geboren 1907 in Essen-Borbeck), die Tochter eines Volksschullehrers.
Einzelnachweise
Kategorie:Preußischer Landrat (Kreis Bergheim) Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert) Kategorie:Regierungsrat Kategorie:Preuße Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1909 Kategorie:Gestorben 1942 Kategorie:Mann