Die Liste der Stolpersteine in Berlin-Gesundbrunnen enthält die Stolpersteine im Berliner Ortsteil Gesundbrunnen im Bezirk Mitte, die an das Schicksal der Menschen erinnern, die im Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Spalten der Tabelle sind selbsterklärend. Die Tabelle erfasst insgesamt 105 Stolpersteine und ist teilweise sortierbar; die Grundsortierung erfolgt alphabetisch nach dem Familiennamen.

Bild Person Standort Koordinate (15px) Verlege­datum Information 100px Iranische Straße 2 100px Iranische Straße 2 100px Bastianstraße 11 Paul Arenberg, geboren am 12. Mai 1878 in Berlin. War jahrzehntelang Parlamentsstenograf im Preußischen Landtag, bis er 1933 als Jude aus dem Staatsdienst entlassen wurde. Nachdem er sich den rechten Arm gebrochen hatte und für Zwangsarbeit nicht mehr zu gebrauchen war, wurde er im März 1943 nach Auschwitz deportiert. 100px Badstraße 58 Alfred Barkowsky, geboren am 14. März 1924 in Berlin, Sohn von Frieda und Isaak Barkowsky; ledig; arbeitete zuletzt als Tischler im Holzverarbeitungswerk der Gebrüder Hauk für wöchentlich ca. 25 bis 30 Reichsmark; Deportation am 26. Februar 1943 mit dem 30. Osttransport30. Osttransport – Transportliste 128. statistik-des-holocaust.de; abgerufen am 7. Januar 2019 von Berlin in das Vernichtungslager Auschwitz. 100px Badstraße 58 Frieda Heymann, geboren am 29. November 1893 in Berlin; verheiratet mit Isaak Barkowsky, gemeinsame Kinder Margot Lilly (1922) und Alfred (1924); Deportation am 26. Februar 1943 mit dem 30. Osttransport von Berlin in das Vernichtungslager Auschwitz. Für ihre Tochter Margot Lilly verheiratete Loewenthal, den Ehemann Walter und die Schwiegereltern wurden 2010 am ehemaligen Wohnort in Berlin-Wilmersdorf Stolpersteine verlegt. 100px Badstraße 58 Friederike Barkowsky, geboren am 13. Januar 1899 in Schippenbeil (), Tochter von Ida Rothschild und Wolf Barkowsky, Schwester von Isaak Barkowsky; 1926 verheiratet mit dem Kaufmann Hermann Barkowski aus Wittenberge (geb. am 5. Oktober 1899 in Steinau), gemeinsame Tochter Ilse; zuletzt als Arbeiterin bei Siemens-Halske beschäftigt, für einen Wochenlohn von 20 Reichsmark; wohnte mit ihrer Tochter in der Vierzimmerwohnung der Familie ihres Bruders; Deportation am 26. Februar 1943 mit dem 30. Osttransport30. Osttransport – Transportliste 127. statistik-des-holocaust.de; abgerufen am 7. Januar 2019 von Berlin in das Vernichtungslager Auschwitz. Ein Gerichtsvollzieher bewertete am 5. Mai 1943 das Inventar von Friederike und ihrer Tochter Ilse auf 1530 Reichsmark, der Erlös ging an das Deutsche Reich.Oberfinanzpräsident Berlin-Brandenburg II, Rep. 36A, Akten Nr. 1885. Ihr Ehemann Hermann Barkowski soll nach Shanghai ausgewandert und 1945 zurückgekehrt sein.Günter Rodegast: Juden in der Region in und um Wittenberge. hausarbeiten.de, Forschungsarbeit, 2007. 100px Badstraße 58 Ilse Barkowsky, geboren am 3. November 1927 in Berlin, Tochter von Friederike und Hermann Barkowski; arbeitete als Maschinenarbeiterin bei der Firma Krauspe für einen Wochenlohn von 18 Reichsmark; Deportation am 26. Februar 1943 mit dem 30. Osttransport von Berlin in das Vernichtungslager Auschwitz. Ihr Vater Hermann Barkowski soll nach Shanghai ausgewandert und 1945 zurückgekehrt sein. 100px Badstraße 58 Isaak Isidor Barkowsky, geboren am 26. September 1886 in Friedland, Bruder von Friederike Barkowsky; verheiratet mit Frieda Heymann, gemeinsame Kinder Margot Lilly (1922) und Alfred (1924); die Familie wohnte seit 1909 in einer Vierzimmerwohnung in der Badstraße 58 mit einer monatlichen Miete von zuletzt 70 Reichsmark; betrieb mit seinen Brüdern in Wedding vier Bekleidungsgeschäfte, nach dem Berufsverbot als Selbstständiger arbeitete er beim Siemens-Kabelwerk für wöchentlich ca. 25 bis 30 Reichsmark; Deportation am 26. Februar 1943 von Berlin in das Vernichtungslager Auschwitz, ebenda am 28. Februar 1943 ermordet Das Bankguthaben in Höhe von 865 Reichsmark und der Erlös des Inventars der Familie, durch einen Gerichtsvollzieher am 5. Mai 1943 auf 1034 Reichsmark bewertet, ging an das Deutsche Reich.