Dies ist eine Zusammenstellung von Frequenzen verschiedener Größenordnungen zu Vergleichszwecken. Die Angaben sind oft als „typische Werte“ zu verstehen, die gerundet sind.

Die im internationalen Einheitensystem festgelegte Einheit der Frequenz eines periodischen Vorgangs ist das Hertz (Einheitenzeichen Hz). Sie ist von der Basiseinheit Sekunde abgeleitet mit 1 Hz = 1 s−1 = 1/s. In Spezialfällen kommen andere Einheiten vor, wie bei der Pulsfrequenz in der Medizin mit 1/min („pro Minute“).

Frequenzen kleiner als 1 Hz

„Jährlich“ Hz = 3,210−8 Hz – Umlauffrequenz der Erde um die Sonne, die Jährlichkeit von Naturereignissen „Täglich“ Hz = 1,1610−5 Hz – einmal pro Tag, Frequenz des Tag-Nacht-Wechsels. 0,5–0,75 Hz – Ruhepuls eines trainierten Ausdauersportlers

1 Hz bis 10 Hz 1,00 Hz – Impulsfolgefrequenz für den Antrieb elektromechanischer Quarzuhren 1–1,25 Hz – Ruhepuls eines gesunden erwachsenen Menschen 2 Hz – Ruhepuls eines Neugeborenen 7,83 Hz – Grundfrequenz der Schumann-Resonanz, entspricht etwa Lichtgeschwindigkeit/Erdumfang. Auch nicht ganz korrekt Resonanzfrequenz der Erde genannt

10 Hz bis 100 Hz 16–20 Hz – untere Grenze des menschlichen Hörbereichs (tiefere Frequenzen: Infraschall) 16,7 Hz – Frequenz von Teilen des Bahnstromnetzes in Mitteleuropa 24 Hz – Einzelbilder pro Sekunde bei der Projektion von Kinofilmen 35–70 mm und IMAX 25 Hz – Frequenz von Teilen des Bahnstromnetzes in Nordamerika 25 Hz – Einzelbilder pro Sekunde der Fernsehnormen PAL und SECAM (50 Halbbilder pro Sekunde) 48 Hz – Einzelbilder pro Sekunde bei der Projektion von IMAX HD 50 Hz – Netzfrequenz im europäischen Energieversorgungsnetz und in weiteren Ländern, ferner in Teilen des Bahnstromnetzes (z. B. in Frankreich); etwa der Ton G (Kontra-G) 60 Hz – Netzfrequenz in Nordamerika und weiteren Ländern; etwa der Ton B 76 Hz – Sender Sanguine der US NAVY in Republic, Michigan und Clam Lake, Wisconsin 82 Hz – russischer Sender ZEVS

100 Hz bis 1000 Hz (1 kHz) 400 Hz – Frequenz der Bordnetz-Spannung eines Flugzeuges 440 Hz – Der Kammerton a' (eingestrichenes a) (für Sinfonieorchester liegt er heute geringfügig höher) 716 Hz – Die bisher höchste gemessene Rotationsfrequenz eines Neutronensterns.

1 kHz (Kilohertz) bis 10 kHz 1000 Hz – gilt als Mittenfrequenz im akustischen Bereich. Üblicher Messton (sinusförmig), wird als Normalfrequenz verbreitet 1,25 kHz – Zündfrequenz eines 10-Zylinder-Motors bei 15 000/min (das Formel-1-typische Motorengejaule) 2,35 kHz – Mittenfrequenz des Hinz-Trillers zur Ankündigung von Verkehrsdurchsagen im ARI-System 8 kHz – Abtastrate der Sprache bei ISDN

10 kHz bis 100 kHz 16–20 kHz – obere Grenze des menschlichen Hörbereichs (höhere Frequenzen: Ultraschall) 15,6 kHz – Zeilenwiederholfrequenz der PAL-Fernsehnorm 17,2 kHz – Längstwellensender Grimeton (SAQ) 19,0 kHz – mitgesendeter Pilotton bei UKW-Rundfunk zur Anzeige eines Stereosignals 22 kHz – Schaltfrequenz zu Steuerungszwecken in Satellitenempfangsanlagen 23,4 kHz – Marinesender DHO38, Saterland 31,2 kHz – höchste Frequenz, die mit einem Maschinensender erzeugt wurde (GLC in Caernarfon) 32,8 kHz – Frequenz fast aller Uhrenquarze. Aus 32,768 kHz = 215 Hz wird durch binäre Frequenzteilung die Impulsrate 1 Hz für den Schrittmotor der Quarzuhren erzeugt. 37,5 kHz – Signal des Unterwasser-Locator Beacon (ULB) zur Ortung eines Flugschreibers unter Wasser 44,1 kHz – Abtastrate für Audio-CDs 77,5 kHz – Zeitzeichensender DCF77, Mainflingen Deutschland

100 kHz bis 1000 kHz (1 MHz) 100 kHz – Funknavigationssystem LORAN-C (in Deutschland: Rantum auf Sylt) 108 kHz – Taktfrequenz des ersten Mikroprozessors (Intel 4004) 125 kHz – RFID-Tags und Karten (niedere Frequenz) 134 kHz – RFID-Tags besonders für Haustiere 147 kHz – Langwellensender DDH47 des Deutschen Wetterdienstes in Pinneberg 207 kHz – Langwellensender Aholming des Deutschlandfunks

455 kHz – Zweite Zwischenfrequenz für Funkempfänger 457 kHz – europaweite Frequenz für Lawinenverschütteten-Suchgeräte 490 kHz – Navtex mit Nachrichten für die Seefahrt 500–1600 kHz – Mittelwellensender

1 MHz (Megahertz) bis 10 MHz 1,19 MHz – Interne BIOS-Taktfrequenz des ersten PC von IBM (4,7727 MHz / 4) 4,43 MHz – Farbhilfsträgerfrequenz der PAL-Fernsehnorm 4,77 MHz – Taktfrequenz des ersten PC von IBM (NTSC ColorBurst * 4 / 3) 5,9–26,1 MHz – Kurzwellenrundfunk 10,7 MHz – Erste Zwischenfrequenz für UKW-Rundfunk- und CB-Funkempfänger

10 MHz bis 100 MHz 13,6 MHz – Trägerfrequenz für RFID-Etiketten (-Tags) u. kontaktlose Chipkarten 20,0 MHz – Funkfrequenz von Sputnik 1, des ersten künstlichen Erdsatelliten in einer Umlaufbahn 26,5–27,4 MHz CB-Funk-Frequenz Deutschland (80 Kanäle) 66 MHz – Höchste Taktfrequenz der ersten Pentium-CPU (P5, 1993)

87,5–108 MHz – UKW-Hörfunk terrestrisch

100 MHz bis 1000 MHz (1 GHz) 121,5 MHz und 243 MHz – Internationale Notruffrequenz für die Luftfahrt 144–146 MHz – Amateurfunkdienst (Amateurband) 156–162 MHz – Mobiler Seefunkdienst (Ultrakurzwelle) 174–240 MHz – DAB+ – Digitaler Hörfunk 430–440 MHz – Amateurfunkdienst (Amateurband) 450 MHz – Höchste Taktfrequenz der Pentium-II-CPU (1998) 466 MHz – Skyper Funkmeldeempfänger 880–915 MHz – Sendefrequenzen für GSM 900 (D-Netz) 925–960 MHz – Empfangsfrequenzen für GSM 900 (D-Netz)

1 GHz (Gigahertz) bis 10 GHz 1,09 GHz – Sendefrequenz des ADS-B (Automatic Dependent Surveillance) Systems 1,23 GHz – Sendefrequenz L2 des Global Positioning Systems (P-Code) 1,42 GHz – Hyperfeinstrukturübergang des neutralen Wasserstoffatoms. Auch bezeichnet als HI-Linie oder 21-cm-Linie. Anwendung in der Radioastronomie und als Frequenznormal (MASER) 1,80–1,90 GHz – DCS 1800 / PCS 1900 1,88–1,90 GHz – DECT (Schnurlostelefone) 1,92–1,98 GHz – UMTS, FDD-Modus Uplink 2,11–2,17 GHz – UMTS, FDD-Modus Downlink 2,40–2,48 GHz – ISM-Band: unregulierte Frequenzen für WLAN nach IEEE 802.11b, 802.11g und 802.11n oder ZigBee, Bluetooth 2,45 GHz – Frequenz der Mikrowellen im Mikrowellenherd

5,00–5,84 GHz – unregulierte Frequenzen für WLAN nach IEEE 802.11a, 802.11n und 802.11h 9,19 GHz – Frequenz der Schwingung der Hyperfeinstrukturniveaus eines Cäsium-Atoms, auf deren Grundlage die Sekunde definiert ist.

10 GHz bis 100 GHz 22,2 GHz – atmosphärische Dämpfung durch Absorptionslinie (Resonanzabsorption) von Wasserdampf 24 und 60 GHz – Nahbereichsradar für PKW 60 GHz – atmosphärische Dämpfung durch Absorptionslinie von Sauerstoff

100 GHz bis 1000 GHz (1 THz) 119 GHz – weitere Absorptionslinie von Sauerstoff 150 GHz – Frequenz im Maximum der Intensität der kosmischen Hintergrundstrahlung 248–250 GHz – höchstes für den Amateurfunk zugelassenes Band 275 GHz höchste in Deutschland zugewiesene Frequenz ab 300 GHz – fernes Infrarot 183, 325, 487, 557 GHz – weitere Absorptionslinien von Wasserdampf

1 THz (Terahertz) bis 100 THz 0,3–6 THz (Wellenlänge 1000–50 μm) – fernes Infrarot, FIR, IR-C nach DIN 5031 6–100 THz (Wellenlänge 50–3 μm) – mittleres Infrarot, MIR, IR-C 28,3 THz (10,6 μm) – Kohlenstoffdioxidlaser 30 THz (10 μm) – Frequenz im Maximum der Intensität der Temperaturstrahlung bei 300 K (bei Strahlung wie ein Schwarzer Körper)

100 THz bis 1000 THz (1 PHz)

100–214 THz (3–1,4 μm) – nahes Infrarot, NIR, IR-B 214–385 THz (1,4–0,78 μm) – nahes Infrarot, NIR, IR-A 380–476 THz (790–630 nm) – Frequenzbereich von rotem Licht 476–517 THz (630–580 nm) – Frequenzbereich von orangem Licht 517–535 THz (580–560 nm) – Frequenzbereich von gelbem Licht 535–625 THz (560–480 nm) – Frequenzbereich von grünem Licht 625–714 THz (480–420 nm) – Frequenzbereich von blauem Licht 714–788 THz (420–380 nm) – Frequenzbereich von violettem Licht 788–953 THz (380–315 nm) – Ultraviolettstrahlung UV-A nach DIN 5031, Teil 7 953–1071 THz (315–280 nm) – UV-B

1 PHz (Petahertz) bis 1000 PHz (1 EHz) 1,07–3,0 PHz (280–100 nm) – UV-C 2,5–23 PHz – Extremes UV nach ISO-DIS-21348 15–150 PHz – weiche Röntgenstrahlung 150–30 000 PHz – harte Röntgenstrahlung

1 EHz (Exahertz) und mehr >30 EHz – Gammastrahlung 322 EHz – Frequenz der energiereicheren Gammastrahlung von Cobalt-60

Literatur Curt Rint: Handbuch für Hochfrequenz- und Elektro - Techniker Band 2. 13. Auflage, Hüthig und Pflaum Verlag GmbH, Heidelberg 1981, ISBN 3-7785-0699-4. Gregor Häberle, Heinz Häberle, Thomas Kleiber: Fachkunde Radio-, Fernseh- und Funkelektronik. 3. Auflage, Verlag Europa-Lehrmittel, Haan-Gruiten 1996, ISBN 3-8085-3263-7. Horst Stöcker: Taschenbuch der Physik. 4. Auflage, Verlag Harri Deutsch, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-8171-1628-4.

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