Rodniki () ist eine russische Stadt mit Einwohnern (Stand ) in der Oblast Iwanowo. Sie ist Zentrum des gleichnamigen Rajons der Oblast.
Lage Rodniki liegt etwa 600 km nordöstlich von Moskau sowie 54 km östlich der Gebietshauptstadt Iwanowo, am Flüsschen Jukscha aus dem Flusssystem der Wolga. Die nächstgelegene Stadt ist Witschuga 15 km weiter nordöstlich. Rodniki verfügt über mehrere natürliche Mineralwasserquellen, denen es auch seinen Namen zu verdanken hat (Rodniki = „Wasserquellen“).
Geschichte mini|links|Ehemalige Manufaktur in Rodniki Erstmals erwähnt wurde Rodniki 1606 als ein Dorf, das damals dem Schutz-und-Fürbitte-Frauenkloster von Susdal gehört hatte. Vom 17. bis zum 18. Jahrhundert war Rodniki wirtschaftlich unbedeutend, erst Ende des 18. Jahrhunderts entstanden dort erste Textilbetriebe, die sich auf die Verarbeitung des in der Gegend um Rodniki angebauten Leines spezialisierten. 1820 wurde dort eine Textilfabrik gegründet, die später mit rund 10.000 Mitarbeitern zu den größten ihrer Art im Russischen Reich zählte. Nach der Oktoberrevolution 1917 wurde die Fabrik nationalisiert und später in ein Kombinat umgewandelt, der Ort erhielt bereits im Jahre 1918 Stadtrechte.
Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1926 15.470 1939 26.996 1959 29.282 1970 30.002 1979 30.637 1989 32.088 2002 28.447 2010 26.310 Anmerkung: Volkszählungsdaten
Wirtschaft und Infrastruktur Heute gibt es in der Stadt vor allem Lebensmittel- und Textilindustrie, letztere ist unter anderem mit der 1820 gegründeten ehemaligen Manufaktur (heute: Aktiengesellschaft Rodniki-Textil) vertreten. Daneben gibt es in Rodniki einen Maschinenbaubetrieb.
In Rodniki steht ein 350 Meter hoher Sendemast für UKW und TV, der 1977 errichtet wurde.http://vcfm.ru/vc/Cities/ivanovo.htm
Söhne und Töchter der Stadt Nikolai Solowjow (1931–2007), Ringer
Einzelnachweise
Weblinks Rodniki auf mojgorod.ru (russisch)
Kategorie:Ort in der Oblast Iwanowo Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1918