Die Bannmühle war eine Wassermühle an der Wurm in der Stadt Herzogenrath in der nordrhein-westfälischen Städteregion Aachen im Regierungsbezirk Köln.
Geographie Die Bannmühle hatte ihren Standort an der Wurm, an der Kleikstraße, in der Stadt Herzogenrath. Das Mühlengebäude lag auf einer Höhe von ca. 105 m über NN. Oberhalb der Bannmühle befanden sich die Pumpenkünste der Klosterrather Gruben, unterhalb lag die Nievelsteiner Mühle auf deutscher und die Baalsbrugger Mühle auf niederländischer Seite.
Gewässer Die Wurm versorgte auf einer Flusslänge von 53 km zahlreiche Mühlen mit Wasser. Die Quelle der Wurm liegt südlich von Aachen bei 265 m über NN,Deutsche Grundkarte 1:5000 die Mündung in die Rur ist bei der Ortschaft Kempen in der Stadt Heinsberg bei 32 m über NN.
Geschichte Die Bannmühle gehörte zu Herzogenrath und hat in frühester Zeit mit großer Wahrscheinlichkeit als Versorgungseinheit für Burg und Stadt gedient. Die erste Erwähnung geht auf das Jahr 1550 zurück, als die Mühle in einem Stadtplan erscheint. Ob sie nun den Landesherren oder der Abtei gehörte ist unklar. In den Klosterrather Akten des 15./16. Jh. lag die Nutzung beim Kloster. Im Jahre 1766 ließ der Abt Haghen die Mühle von Grund auf erneuern. Im 18./19. Jh. wurde sie stolz Kaiserliche Bannmühle genannt, weil das Land Herzogenrath zuletzt nach Österreich gehört hat. Bei einer Bewertung der Liegenschaften wurde sie mit einem Netto-Ertrag von 750 Gulden/Jahr angesetzt und war damit das am höchsten eingeschätzte Objekt. 1866 wird die Bannmühle als großer namhafter Betrieb amerikanischer Konstruktion benannt. Im Jahre 1910 erwarb die Stadt Herzogenrath das Anwesen, das 1914 abgerissen wurde, um die schwierig gewordenen Wasserabflüsse der Wurm im Stadtgebiet zu verbessern.
Galerie
Literatur Hans Vogt: Niederrheinischer Wassermühlen-Führer 2. Auflage. Verein Niederrhein, Krefeld 1998, ISBN 3-00-002906-0, S. 275–276
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Einzelnachweise
Kategorie:Wassermühle in Herzogenrath Kategorie:Mühle in Europa