Die Landesliga Steiermark ist die Fußball-Landesliga der Herren des österreichischen Bundeslands Steiermark. Sie ist im Fußball-Ligensystem in Österreich die vierthöchste Liga.

Geschichte Anfänge bis zum Zweiten Weltkrieg (1. Spielklasse in der Steiermark) Saison Meister Meisterschaft des DAFV 1912/13 SK Sturm Graz 1913/14 SK Sturm Graz 1919 SK Sturm Graz 1. Klasse Graz und Umgebung (inoffiziell) 1920/21 SK Sturm Graz 1. Klasse Graz und Umgebung Turnier in der Provinz (inoffiziell) 1921/22 Graz/Umgebung: Grazer AKProvinz: Deutscher SV Leoben 1. Klasse (inoffiziell) 1922/23 Graz/Umgebung: SK Sturm GrazProvinz: Kapfenberger SC 1. Klasse (nur in Graz/Umgebung) 1923/24 Grazer AK 1. Klasse (Mittelsteiermark, Obersteiermark) 1925 SK Sturm Graz 1. Klasse (nur in Graz/Umgebung) 1926 Grazer AK 1927 Grazer AK 1928 Grazer AK 1928/29 Grazer AK 1929/30 Graz: Grazer AKOberstmk: Donawitzer SVMittelstmk: SV GuggenbachOststmk: SC Weiz 1930/31 Graz: Grazer AKOberstmk: SC LiezenMittelstmk: SV GuggenbachOststmk: SC Weiz 1931/32 Grazer AK 1932/33 Grazer AK 1933/34 SK Sturm Graz 1934/35 Grazer SC 1935/36 SK Sturm Graz 1936/37 SK Sturm Graz 1937/38 Grazer SC Die erste Meisterschaft in der Steiermark richtete der Deutsch-Alpenländische Fußballverband in der Saison 1912/13 aus und in die Abschlusstabelle führte der Grazer Fußballclub "Sturm" vor Rapid Graz, Grazer Sportvereinigung, Grazer Amateur SC und Deutscher ASC Cilli an. In der nächsten Saison spielte man auch eine Meisterschaft aus, die ebenfalls von Sturm gewonnen wurde. Während des Ersten Weltkrieges war die Durchführung eines Bewerbes unmöglich und erst 1919 organisierte man den von dem DAFV letzten Bewerb durch, den ebenfalls Sturm gewann.

Nach Auflösung des DAFV ging daraus der Steirische Fußballverband hervor, der den Fußballbetrieb ab 1920 weiter organisierte. In den Jahren 1920 bis 1923 gab es schon Meisterschaften in Graz und Umgebung oder in der steirischen Provinz, die SK Sturm Graz, Grazer AK, Deutscher SV Leoben, oder Kapfenberger SC gewannen. Die erste offizielle Meisterschaft führte man in der Saison 1923/24 durch. SK Sturm Graz führte die Abschlusstabelle vor dem Grazer AK nach 16 absolvierten Runden an, doch es wurde anschließend zwischen beiden Mannschaften ein Play-off in Hin- und Rückspiel ausgespielt. Das erste Spiel gewannen die Athletiker mit 3:0, das Rückspiel endete mit einem 2:2-Unentschieden. Somit war der Grazer AK erster steirischer Meister.

In den nächsten vierzehn Jahren dominierten diese zwei Klubs das Grazer Fußballgeschehen. SK Sturm Graz konnte gleich in der nachfolgenden Saison den Meistertitel feiern und es folgten bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges weitere drei Titel. Doch am erfolgreichsten war der Grazer AK, der insgesamt elf Titel sammeln konnte. Zwischen 1929 und 1931 wurde in den Regionen Obersteiermark, Mittelsteiermark und Oststeiermark Meisterschaften ausgetragen, bei denen die Vereine Donawitzer SV, SV Guggenbach, SC Weiz und SC Liezen siegten.

1939–1945 Landesmeister in Zeiten der Ostmark Saison Meister Bezirksklasse Süd 1938/39 WSV Donawitz Gauliga Steiermark 1939/40 Grazer SC 1940/41 SK Sturm Graz 1941/42 Kapfenberger SC 1942/43 Kapfenberger SC 1943/44 Reichsbahn SG Graz 1944/45 Abbruch der Meisterschaft, keine Details 1939 wurde die Spielklasse in Bezirksklasse Süd, ein Jahr später in Gauliga Steiermark umbenannt. Meisterschaftserfolge erzielten WSV Donawitz, Grazer SC, SK Sturm Graz, Kapfenberger SC und Reichsbahn SG Graz.

1945–1950 Landesliga Steiermark Saison Meister Landesliga Steiermark 1945/46 SK Sturm Graz 1946/47 SK Sturm Graz 1947/48 SK Sturm Graz 1948/49 SK Sturm Graz 1949/50 ESV Austria Graz 1945 wurde wieder der Ligabetrieb aufgenommen und in der Landesliga spielten acht Vereine, Meister SK Sturm Graz, SK Südbahn Graz, Kapfenberger SC, Grazer AK, Grazer SC, SV Leibnitz, SV Leoben und SV Gratkorn. In der nächsten Saison stockte man die Saison auf 10 Vereine auf und der Meister bis 1950 hießen dreimal SK Sturm Graz und ESV Austria Graz.

1950–1959 Landesliga Steiermark (3. Spielklasse) Saison Meister Landesliga Steiermark 1950/51 Grazer SC 1951/52 SV Leoben 1952/53 ASV Seegraben 1953/54 WSV Eisenerz 1954/55 SC Bruck/Mur 1955/56 SV Donawitz 1956/57 SV Leoben 1957/58 WSV Fohnsdorf 1958/59 SC Bruck/Mur Bis zur Einführung einer gesamtösterreichischen Liga in der Saison 1949/50, war die damalige Landesliga die höchstmögliche Spielklasse für steirische Fußballvereine. Danach wurde sie für eine Saison als zweithöchste Spielklasse unterhalb der bundesweiten Staatsliga geführt. In der Saison 1950/51 wurde schließlich die Staatsliga B für mittel- und ostösterreichischen Fußballvereine (Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark und Wien) als zweithöchste Spielklasse eingeführt und die Landesliga, die man auf zwölf Vereine aufstockte, drittklassig. In der Saison 1957/58 erweiterte man die Liga auf 14 Vereine. In den 1950er Jahren hießen die Sieger der Landesliga Steiermark Grazer SC, SV Leoben, ASV Seegraben, WSV Eisenerz, SC Bruck/Mur (2×), SV Donawitz, SV Leoben und WSV Fohnsdorf.

1959–1974 Landesliga Steiermark (3. Spielklasse) Saison Meister Landesliga Steiermark 1959/60 WSV Eisenerz 1960/61 Grazer SC 1961/62 ASK Voitsberg 1962/63 ASK Phönix Hönigsberg 1963/64 WSV Rosental 1964/65 ASK Köflach 1965/66 WSV Fohnsdorf 1966/67 ASK Voitsberg 1967/68 SC Bruck/Mur 1968/69 WSV Fohnsdorf 1969/70 ATUS Weiz 1970/71 WSV Liezen 1971/72 SV Flavia Solva 1972/73 WSV Lapp-Finze Graz 1973/74 Deutschlandsberger SC Mit dem ÖFB-Beschluss anlässlich seiner Länderkonferenz vom 26. April 1959, eine 3-teilige Regionalliga einzuführen, verbesserte sich das Fußballgeschehen in der Steiermark. Am 7. Juli 1959 wurde in Leoben die "Regionalliga Mitte" ("RLM") gegründet, mit SV Kapfenberg, SK Sturm Graz, WSV Fohnsdorf, SC Bruck/Mur und dem SV Leoben gab es gleich 5 Vereine in der RLM. Die Salzburger Klubs spielten vorläufig weiterhin in der »Tauernliga Nord« und die Tiroler sowie Vorarlberger Klubs in der "Arlbergliga". Erst ab 1960/61 folgte die "Regionalliga West".

Mit der Einführung der "RLM" wurde die bisherige "Liga" ab 1959/60 weiter "Landesliga Steiermark" mit zwölf Teilnehmern genannt. Die erste "RLM" 1959/60 umfasste nur 11 Vereine, SV Stickstoff Linz (auch als "SVS Linz" bekannt) wurde erster Meister, Radenthein landete auf Rang 3.

Da die "RLM" gemeinsam von den Verbänden Kärntens, Oberösterreichs und der Steiermark organisiert wurde, war jedenfalls die Landesliga Steiermark drittklassig geworden. Daran änderte sich auch bei der Einführung der bundesweiten 2. Bundesliga im Jahr 1974 nichts, denn im Gegenzug entfiel die "RLM". Die Vereine der weiterhin drittklassigen Landesligen Kärnten, Oberösterreich und Steiermark spielten den Aufsteiger in die 2. Bundesliga in einer Relegationsrunde aus.

Die Anzahl der startberechtigten Vereine variiert in diesen Jahren. Die oberste Spielklasse startete mit zwölf Vereinen, ein Jahr später stockte man die Liga mit 14 Teilnehmern auf, in der Saison 1970/71 waren es 15, ein Jahr darauf 16, wieder ein Jahr später 15 und ein weiteres Jahr, in der Saison 1973/74 wieder 14 Vereine. Die Meister in den 1960er Jahren und Anfang der 1970er Jahre hießen WSV Eisenerz, Grazer SC, ASK Voitsberg, ASK Phönix Hönigsberg, WSV Rosental, ASK Köflach, WSV Fohnsdorf (2×), WSV Liezen, ASK Voitsberg, SC Bruck/Mur, ATUS Weiz, WSV Liezen, SV Flavia Solva, WSV Lapp-Finze Graz und Deutschlandsberger SC.

1974–1994 Landesliga Steiermark (3. Spielklasse) Saison Meister Landesliga Steiermark 1974/75 WSV Liezen 1975/76 WSV Liezen 1976/77 Kapfenberger SV 1977/78 Red Star Knittelfeld 1978/79 SV Flavia Solva 1979/80 SV Flavia Solva 1980/81 SV Flavia Solva 1981/82 ASK Voitsberg 1982/83 ASK Voitsberg 1983/84 WSV Thörl 1984/85 LUV Graz 1985/86 WSV Zeltweg 1986/87 Kapfenberger SV 1987/88 TSV Hartberg 1988/89 LUV Graz 1989/90 TSV Hartberg 1990/91 SV Flavia Solva 1991/92 LUV Graz 1992/93 SV Flavia Solva 1993/94 SV Flavia Solva In der Saison 1974/75 wurde die Bundesliga als neue erste Spielklasse eingeführt. Die Nationalliga, die bisher als erste Klasse fungierte, war die neue zweite Spielklasse. Die Regionalliga Mitte wurde abgeschafft. Dadurch blieb die Landesliga Steiermark, die auf 18 Vereine aufgestockt wurde, die dritte Spielklasse. In der nächsten Saison wurde die Liga auf 16 Vereine reduziert. Die Sieger der höchsten steirischen Spielklasse waren WSV Liezen (2×), Kapfenberger SV (2×), Red Star Knittelfeld, SV Flavia Solva (6×), ASK Voitsberg (2×), WSV Thörl, LUV Graz (3×), WSV Zeltweg und TSV Hartberg.

1994–2007 Steirer Liga (4. Spielklasse) Saison<ref name="StFV Tabellenarchiv" / Meister Steirer Liga 1994/95 TSV Hartberg 1995/96 FC Gratkorn 1996/97 FC Zeltweg 1997/98 SPG LUV Graz/SK Sturm Graz II 1998/99 FC Zeltweg 1999/2000 Kapfenberger SV 2000/01 ASK Köflach 2001/02 SK Sturm Graz II 2002/03 TuS FC Arnfels 2003/04 SC Kalsdorf 2004/05 SV Bad Aussee 2005/06 USV Allerheiligen/Wildon 2006/07 SC Weiz Zur vierthöchsten Spielklasse für oberösterreichische Fußballvereine wurde die Landesliga, als die Regionalliga Mitte in der Saison 1994/95 unterhalb der 2. Division wieder eingeführt wurde. Die Teilnehmeranzahl blieb mit 16 Vereinen unverändert. Die Meister der Steirer Liga waren TSV Hartberg, FC Gratkorn, FC Zeltweg (2×), die Spielgemeinschaft LUV Graz und die zweite Mannschaft des SK Sturm Graz, Kapfenberger SV, ASK Köflach, die zweite Mannschaft des SK Sturm Graz, TuS FC Arnfels, SC Kalsdorf, SV Bad Aussee, USV Allerheiligen/Wildon und SC Weiz.

Seit 2007 Sparkassen Landesliga (4. Spielklasse) Saison<ref name="StFV Tabellenarchiv" / Meister Sparkassen Landesliga 2007/08 ASK Voitsberg 2008/09 SV Flavia Solva 2009/10 SV Gleinstätten 2010/11 Kapfenberger SV II 2011/12 SC Kalsdorf 2012/13 SV Lafnitz 2013/14 SC Weiz 2014/15 Deutschlandsberger SC 2015/16 FC Gleisdorf 09 2016/17 TuS Bad Gleichenberg 2017/18 GAK 1902 2018/19 USV St. Anna 2019/20 wegen COVID-19-Pandemie in Österreich abgebrochen 2020/21 wegen COVID-19-Pandemie in Österreich abgebrochen 2021/22 DSV Leoben 2022/23 ASK Voitsberg 2023/24 SV Wildon 2024/25 SC Kalsdorf 2025/26 SV Tillmitsch 2026/27 Saison läuft Die Steiermärkische Sparkasse übernahm 2007 das Sponsoring aller Ligen im Bundesland, so auch der Landesliga, die ab diesem Zeitpunkt als Sparkassen Landesliga bekannt ist. Die Teilnehmeranzahl blieb bei 16 Vereinen. Den Meistertitel holten sich ASK Voitsberg, SV Flavia Solva, SV Gleinstätten, die 2. Mannschaft des Kapfenberger SV, SC Kalsdorf, SV Lafnitz, SC Weiz, Deutschlandsberger SC, FC Gleisdorf 09, TuS Bad Gleichenberg, GAK 1902 und USV St. Anna.

Bezeichnung (Sponsor) Die Landesliga in der Steiermark wird seit 2007 mit einem Sponsor im Namenszug ausgetragen. Davor wurde die oberste Liga Steirer Liga genannt. Folgende Sponsoren beziehungsweise Namensänderungen hat die Landesliga in ihrer Namensgebung gehabt. 1. Klasse: 1923/24–1937/38 Bezirksklasse Süd/Gauliga Steiermark: 1938/39–1944/45 Landesliga Steiermark: 1945/46–1993/94 Steirer Liga: 1994/95–2006/07 der Sponsor ist im Namenszugs in Verbindung mit 'Landesliga': Sparkassen Landesliga: seit 2007/08 (Namensgeber: Steiermärkische Sparkasse)

Spielmodus Die Landesliga spielt die Meisterschaft mit 16 Mannschaften. Die Meisterschaft wird in einer Hin- und in einer Rückrunde mit jeweils 15 Spieltagen ausgetragen. Die Spielpaarungen werden durch Auslosung vor Beginn der Hinrunde ermittelt. Die Meisterschaftssaison umfasst 30 Spieltage.