mini|Duckterath Preußische Neuaufnahme 1895 mini|Duckterath Müfflingkarte 1825 Duckterath ist ein Ortsteil im Stadtteil Gronau und im Stadtteil Hand von Bergisch Gladbach.Andree Schulte, Bergisch Gladbach, Stadtgeschichte in Straßennamen, Bergisch Gladbach 1995, S. 81 ISBN 3-9804448-0-5

Geschichte

Die Siedlung Duckterath war aus einer frühmittelalteren Hofgründung hervorgegangen, die vermutlich schon für 922 als „Dudenrothe“ belegt werden kann. Das Grundwort „rath/roth“ (vom mittelhochdeutschen ruiten = roden, urbar machen) verweist auf die Anlage der Siedlung. Die im rheinisch-westfälischen Urkataster als Dükteroth verzeichnete Siedlung lag etwa 150 Meter südlich von der Straße von Mülheim nach Gladbach (heute: Mülheimer Straße).

Die Topographia Ducatus Montani des Erich Philipp Ploennies, Blatt Amt Porz, belegt, dass der Wohnplatz 1715 als gemeiner Hof kategorisiert wurde und mit Duckerade bezeichnet wurde. Carl Friedrich von Wiebeking benennt die Hofschaft auf seiner Charte des Herzogthums Berg 1789 als Duckterath. Aus ihr geht hervor, dass Duckterath zu dieser Zeit Teil der Honschaft Gronau im Kirchspiel Gladbach war.Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz; Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794; Bonn; 1898

Unter der französischen Verwaltung (Franzosenzeit) zwischen 1806 und 1813 wurde das Amt Porz aufgelöst und Duckterath wurde politisch der Mairie Gladbach im Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairie zur Bürgermeisterei Gladbach im Kreis Mülheim am Rhein. Mit der Rheinischen Städteordnung wurde Gladbach 1856 Stadt, die 1863 den Zusatz Bergisch bekam.

Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1824 als Ducterath und auf der Preußischen Uraufnahme von 1840 ohne Namen verzeichnet. Ab der Preußischen Neuaufnahme von 1892 ist er auf Messtischblättern regelmäßig als Duckterath oder ohne Namen verzeichnet.

+ Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Wohn- gebäude Kategorie Bemerkung 1822 12 Hof Duckterad gen. 1830 14 Hofstelle 1845 18 2 Hofstelle 1871 40 3 Hofstelle 1885 44 5 Wohnplatz 1895 34 5 Wohnplatz 1905 39 4 Wohnplatz

Zuletzt stand dort der so genannte Miebachshof etwa am östlichen Ende der heutigen Straße Schluchterheide. Er wurde in den 1960er Jahren abgerissen. Diese Siedlung war aus einer frühmittelalterlichen Hofgründung hervorgegangen, die als Dudenrothe belegt werden kann. Das Grundwort rath/roth verweist auf eine Rodung.

In der näheren Umgebung wurden nach dieser Siedlung die Straßen Duckterather Weg (1916) und Duckterather Busch (1959) benannt.

Bergbau

In der Umgebung von Duckterath wurde im 19. Jahrhundert Bergbau auf der Grube Hohenzollern betrieben, der noch heute seine Spuren durch alte Pingen zeigt. Auf dem entsprechenden Verleihungsriss trägt der Ort – wie im Urkataster – den Namen Dükteroth.

Bahnhof Duckterath Duckterath heißt auch der Haltepunkt an der Bahnstrecke Köln-Mülheim–Lindlar im Stadtteil Gronau von Bergisch Gladbach. Er wird von der aus Köln bzw. Neuss/Düsseldorf kommenden S-Bahn-Linie S 11 bedient.Herbert Stahl (Redaktion) und andere: „Gronau“, Bergisch Gladbach 2007, S. 112 ff. ISBN 978-3-932326-51-6

Linie Verlauf / Anmerkungen Takt

Weblinks Bürgerportal Bergisch Gladbach, 100 Parkplätze mehr am P+R Parkplatz Duckterath abgerufen am 29. April 2016 Haltestelle in Duckterath Mehr Platz für die Pendler abgerufen am 29. April 2016 NRWbahnarchiv von André Joost: [bf/8001566.htm Beschreibung der Personenzugangsstelle Duckterath] [kln/KDUK.htm Beschreibung der Betriebsstelle KDUK]

Einzelnachweise

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