mini|Ortsschild von Gierath als Hinweis für die hier beginnende Stadt Bergisch Gladbach mini|Gierath Preußische Neuaufnahme 1895 mini|Gierath Müfflingkarte 1825 Gierath ist der Name eines Ortsteils und einer Straße im Stadtteil Gronau von Bergisch Gladbach.

Geschichte Der mittelalterliche Hof- und Mühlenname Gierath wurde 1345 erstmals in der Form Geroyde genannt und im Urkataster im Bereich der heutigen Straße eingetragen. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts hatte sich in der Umgebung der einstigen Hofgründung ein Weiler mit neun Wohngebäuden entwickelt, in denen 41 Einwohner lebten. Heute versteht man zwar unter dem Begriff Gierath immer noch den gesamten Siedlungsbereich. Seit 1918 gibt es aber auch die Straße Gierath als Verbindungsstraße zwischen der Gierather Straße (Benennung 1887) und Gierather Wiese (Benennung 1981). Durch die weitere Bebauung sind später mit der Bezeichnung Gierather Mühlenweg (Benennung zwischen 1962 und 1965) und Gierather Wald (Benennung 1976) zwei weitere Straßen entstanden.Andree Schulte, Bergisch Gladbach, Stadtgeschichte in Straßennamen, Bergisch Gladbach 1995, ISBN 3-9804448-0-5, S. 113f.

Die Topographia Ducatus Montani des Erich Philipp Ploennies, Blatt Amt Porz, belegt, dass der Wohnplatz 1715 als gemeiner Hof kategorisiert wurde und mit Girad bezeichnet wurde. Carl Friedrich von Wiebeking benennt die Hofschaft auf seiner Charte des Herzogthums Berg 1789 als Girad. Aus ihr geht hervor, dass Gierath zu dieser Zeit Teil der Honschaft im Kirchspiel war.Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz; Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794; Bonn; 1898

Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde das Amt Porz aufgelöst und Gierath wurde politisch der Mairie Gladbach im Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairie zur Bürgermeisterei Gladbach im Kreis Mülheim am Rhein. Mit der Rheinischen Städteordnung wurde Gladbach 1856 Stadt, die dann 1863 den Zusatz Bergisch bekam.

Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1824, auf der Preußischen Uraufnahme von 1840 und ab der Preußischen Neuaufnahme von 1892 auf Messtischblättern regelmäßig als Gierath oder ohne Namen verzeichnet.

+ Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Wohn- gebäude Kategorie 1822 22 Hofstelle und Oelmühle 1830 36 Hofstelle und Ölmühle 1845 56 7 Hofstelle mit 2 Oelmühlen 1871 44 7 Hofstelle 1885 66 10 Wohnplatz 1895 52 10 Wohnplatz 1905 41 9 Wohnplatz Siehe auch Liste der Straßen im Bergisch Gladbacher Stadtteil Gronau Gierather Mühle Deutzer Weiher Naturschutzgebiet Gierather Wald

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Einzelnachweise

Kategorie:Ortsteil von Gronau (Bergisch Gladbach) Kategorie:Straße in Bergisch Gladbach