Die Burg Linsen ist eine abgegangene Höhenburg auf im Allgäu. Sie liegt auf einem kleinen Hügel in der gleichnamigen Ortschaft der Gemeinde Waltenhofen im Landkreis Oberallgäu in Bayern.

Geschichte Die Burg Linsen gehörte zur Grafschaft Königsegg-Rothenfels in Grenzlage zum Gebiet des Fürststift Kempten.

Als erste Erwähnung findet sich 1319 ein Konrad von Rothenstein, genannt der Obere (aus einer Nebenlinie von Grönenbach).

Aus dem Jahr 1362 existiert ein Siegel des Ritters Heinrich von Linsen (zwei Streitkolben).Baumann, Franz Ludwig: Geschichte des Allgäus und weitere Werke

1381 kaufte Walther von Laubenbergerwähnt in von der ClaraClara Reichenbach, Witwe von Benz von Langenegg, Witwe des Johannes von Rotenstein von LangeneggLangenegg an der Iller der Wittwe des Benzen die Burg und den Bauhof zum Linsen und die Tafern zu Niedersonthofen.Jahresbericht des Historischen Vereins von Schwaben und Neuburg 1854 - Seite 71 Auf etwa diese ZeitBayer. Landesamt für Denkmalpflege, Denkmal Nr. D-7-80-143-22 In Linsen. Kath. Kapelle St. Nikolaus und Magdalena, Saalbau mit eingezogenem Schluss und Dachreiter mit Spitzhelm, 14. Jh., Sakristei 17. Jh.; mit Ausstattung. wird das nahegelegene Kirchlein datiert.

Im Jahre 1439 stiften Rudolf und Heinrich von Montfort ein Benefizium nach Linsen.1439 zinst ein Gut ze dem Ettlis der Meßstiftung zu Linsen (Stadt- und Landkreis Kempten, Kommission für Bayerische Landesgeschichte, 1966)

Beschreibung Der Burgstall liegt auf einem kleinen, steilen, teilweise abgegangenen Burghügel mit Blick über den Niedersonthofener See im Osten und das Illertal nach Süden. Der kleine Linsener Bach fällt direkt an der Westseite angrenzend etwa 14 Meter in die Tiefe.

Auf dem Hügel befinden sich heute eine Gedenktafel und geringe Reste von Grundmauern.

Nahe der Burg befindet sich die zugehörige Kirche (heute eine Kapelle). Zur Burg gehörte ausweislich einer Gedenktafel außerdem auch Wipszell, heute Zellen, mit eigener Pfarrkirche an der Nordseite des Niedersonthofener Sees.

Weblinks Wappen des Ritters Heinrich von Linsen (zwei Streitkolben) bei Bayerische Staatsbibliothek online aus Baumann, Franz Ludwig / Rottenkolber, Josef: Geschichte des Allgäus, von den ältesten Zeiten bis zum Beginne des neunzehnten Jahrhunderts, Bd.: 2., Das spätere Mittelalter, Kempten, [1883–1895] Burgstall von Linsen im 19. Jhd. bei Bayerische Staatsbibliothek online aus; Baumann, Franz Ludwig / Rottenkolber, Josef: Geschichte des Allgäus, von den ältesten Zeiten bis zum Beginne des neunzehnten Jahrhunderts, Bd.: 2., Das spätere Mittelalter, Kempten, [1883–1895] Wappen der Familie von Laubenstein bei Bayerische Staatsbibliothek online aus Baumann, Franz Ludwig / Rottenkolber, Josef: Geschichte des Allgäus, von den ältesten Zeiten bis zum Beginne des neunzehnten Jahrhunderts, Bd.: 2., Das spätere Mittelalter, Kempten, [1883–1895]

Einzelnachweise

Linsen, Burg Linsen, Burg Kategorie:Bodendenkmal in Waltenhofen Kategorie:Bauwerk in Waltenhofen Linsen