mini|hochkant=1.6|Kostas Papakostopoulos (2017) Kostas Papakostopoulos (* 1962 in Athen) ist ein Theaterregisseur, Dramatiker und Gründer sowie künstlerischer Leiter des Deutsch-Griechischen Theaters (DGT) in Köln. In seinen Inszenierungen für das DGT und städtische Schauspielhäuser setzt er sich vor allem mit dem antiken Drama und Mythos seiner griechischen Heimat auseinander. Papakostopoulos greift dabei die in den mythischen Erzählungen gestellten Fragen gesellschaftlicher Ordnung – Fragen nach dem Umgang mit Macht, Recht und Demokratie – auf und formuliert sie für die Gegenwart neu. Zudem spannt er mit Inszenierungen von jüngeren Adaptionen antiker Stoffe und Werken griechischer Gegenwartsautoren einen Bogen zum zeitgenössischen Theater und zeichnet so das Bild eines Europas zwischen Tradition und Moderne.
Leben Kostas Papakostopoulos wurde in Athen geboren. Nach Abschluss eines Studiums der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Athen studierte er Theaterwissenschaften an der Universität Köln. Er arbeitete als Regieassistent bei Dimiter Gotscheff 1988/89 am Schauspielhaus Köln und bei Frank Castorf 1989/90 am Schauspielhaus Köln und an der Berliner Volksbühne.
1990 gründete Kostas Papakostopoulos das Deutsch Griechische Theater Köln. In den Folgejahren baute er die deutsch-griechische Theatergruppe zu einer multinationalen Künstlerinitiative aus. Über die Grenzen der Stadt und Deutschlands hinaus hat er sich mit seinem Ensemble und seinen innovativen Inszenierungen einen Namen gemacht. Im Lauf der Jahre hat er u. a. Stücke von Aristophanes, Aischylos, Sophokles, Euripides, Heiner Müller, William Shakespeare, Dea Loher, Lars von Trier, Samuel Beckett, Dimitris Kehaidis, Vassilis Ziogas, Dimitris Dimitriadis, Yannis Tsiros inszeniert. Zusätzlich hat er seit 2006 erfolgreich eigene Stücke, wie unter anderem „Migrantenchor“, „Aias 21“, „Geldgott//Chor der Empörten“, „Schutzflehende“, „Iphigenie“, „Eurexit“ und „Zocker“ konzipiert und uraufgeführt.
Er inszeniert sowohl an städtischen Bühnen, u. a. Schauspiel Köln, Theater Aachen, Schauspiel Düsseldorf, Theater Bonn, Theater Oberhausen, Theater im Pfalzbau Ludwigshafen als auch in der freien Theaterszene u. a. Freies Werkstatt Theater, Theater im Bauturm, Urania Theater, Comedia Theater, Orangerie Theater. In den letzten Jahren hat Papakostopoulos seine Arbeiten zudem auf internationalen Gastspielreisen präsentiert und die Stadt Köln im Ausland mit großem Erfolg vertreten, u. a. Barcelona 2009, Turin 2011, Thessaloniki 2008, 2012, 2013, Brüssel 2014, Wien 2015, Athen 2015, 2016, 2017, 2018, 2020, 2022. Kostas Papakostopoulos lebt in Köln.
Inszenierungen 2024 „Der Nabel der Welt“ von Fink Kleidheu im Theater Bonn 2023 „Glückliche Tage“ von Samuel Beckett im Urania Theater 2022 „Iphigenie im Trauerland“ von Kostas Papakostopoulos nach Euripides im Urania Theater 2020 „Wildkraut“ von Yannis Tsiros im Kölner Künstlertheater 2019 „Europa“ von Lars von Trier in Koproduktion mit dem Schauspiel Köln und der Nationaloper Athen 2018 „Zocker“ von Kostas Papakostopoulos nach Kechaidis im Freien Werkstatt Theater 2017 „Eurexit“ von Kostas Papakostopoulos nach Aischylos im Theater im Bauturm 2016 „Iphigenie“ von Kostas Papakostopoulos nach Euripides im Theater im Bauturm 2015 „Antigone“ von Kostas Papakostopoulos nach Sophokles in Koproduktion mit dem Theater im Bauturm 2014 „Schutzflehende“ von Kostas Papakostopoulos nach Aischylos in Koproduktion mit dem Theater im Bauturm 2013 „Weibervolksversammlung“ von Aristophanes in Koproduktion mit dem Theater im Bauturm 2012 „GELDGOTT//CHOR DER EMPÖRTEN“ – ein Lustspiel von Kostas Papakostopoulos nach „Ploutos“ von Aristophanes in Koproduktion mit der Studiobühne Köln 2011 „Eumeniden“ von Aischylos in Koproduktion mit der Studiobühne Köln 2010 „Elektra“ von Sophokles in Koproduktion mit der Studiobühne Köln 2009 „Agamemnon“ nach Aischylos in Koproduktion mit der Studiobühne Köln 2008 „Die Vögel“ von Aristophanes in Koproduktion mit dem Theater Oberhausen und der Studiobühne Köln 2007 „Aias 21“ von Kostas Papakostopoulos nach Sophokles in Koproduktion mit der Studiobühne Köln 2006 „Migrantenchor“ von Kostas Papakostopoulos in Koproduktion mit dem Schauspielhaus Aachen 2006 „Ödipus auf Kolonos“ von Sophokles in Koproduktion mit der Studiobühne Köln 2005 „König Ödipus“ von Sophokles in Koproduktion mit den Westfälischen Landesbühnen Castrop-Rauxel und der Studiobühne Köln 2004 „Die Perser“ von Aischylos in Koproduktion mit dem Schauspiel Köln 2003 „Medea“ von Euripides in Koproduktion mit dem Schauspiel Köln und dem Theater im Pfalzbau, Ludwigshafen 2002 „To Tavli“ von Dimitris Kechaidis in Koproduktion mit dem Freien Werkstatt Theater Köln 2002 „Manhattan Medea“ von Dea Loher in Koproduktion mit dem Freien Werkstatt Theater Köln 2001 „Ich sterbe als Land“ von Dimitris Dimitriadis in dt. Erstaufführung in Koproduktion mit dem Freien Werkstatt Theater Köln 2000 „Die Acharner“ von Aristophanes in Koproduktion mit der Studiobühne Köln 1999 „Prometheus“ von Aischylos nach Übersetzung von Heiner Müller in der Martin-Luther-Kirche in Köln 1998 „Die Komödie der Fliege“ von Vassilis Ziogas in dt. Erstaufführung in Koproduktion mit dem FWT, dem Bahnhof Köln-Deutz, der Martin-Luther-Kirche 1997 „Timon von Athen“ von William Shakespeare in Koproduktion mit den Freien Kammerspielen Köln 1996 „Wie neugeboren“ von Dimitris Kechaidis in dt. Erstaufführung in Koproduktion mit dem Freien Werkstatt Theater Köln 1995 „Die Wolken“ von Aristophanes in Koproduktion mit der Studiobühne Köln 1995 „Herakles 5“ von Heiner Müller in Koproduktion mit dem Urania Theater Köln 1994 „Die Frösche“ von Aristophanes in Koproduktion mit dem Comedia Theater 1993 „Die Bakchen“ von Euripides in Koproduktion mit dem Urania Theater Köln 1992 „Philoktet“ von Heiner Müller in Koproduktion mit dem Urania Theater Köln 1992 „Der Ehering“ von Dimitris Kechaidis in Koproduktion mit dem Comedia Theater 1991 „Weibervolksversammlung“ von Aristophanes in Koproduktion mit der Musikhochschule Köln 1990 „Ploutos“ von Aristophanes in Koproduktion mit der Musikhochschule Köln
Auszeichnungen und Festivals 2022 „Iphigenie im Trauerland“ eingeladen in das Theaterhaus der Stiftung Michael Cacoyannis in Athen, in Kooperation mit dem Goethe-Institut in Athen 2020 „Europa“ eingeladen in die Nationaloper von Athen, in Kooperation mit dem Schauspiel Köln 2018 „Eurexit“ eingeladen in das Teatro Technis - Karolos Koun in Athen, in Kooperation mit dem Goethe-Institut in Athen 2017 „Iphigenie“ eingeladen in das Theaterhaus der Stiftung Michael Cacoyannis in Athen, in Kooperation mit der Deutschen Botschaft in Athen 2016 „Antigone“ eingeladen in das Theaterhaus der Stiftung Michael Cacoyannis in Athen, in Kooperation mit der Deutschen Botschaft in Athen 2015 „Schutzflehende“ eingeladen auf das Welt-Theater-Festival Art Carnuntum, in das Düsseldorfer Schauspielhaus und in das Theaterhaus der Stiftung Cacoyannis in Athen 2014 „Eumeniden“ eingeladen nach Brüssel als offizieller Festbeitrag im Rahmen der griechischen EU-Ratspräsidentschaft 2013 „Geldgott//Chor der Empörten“ eingeladen nach Thessaloniki als offizieller Festbeitrag der Stadt Köln zur 25-Jahr-Feier der Städtepartnerschaft Köln-Thessaloniki 2012 „Eumeniden“ eingeladen nach Thessaloniki als offizieller Festbeitrag der Stadt Köln im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums der Unabhängigkeit der Stadt Thessaloniki 2011 „Migrantenchor“ eingeladen nach Turin als offizieller Festbeitrag der Stadt Köln im Rahmen des 150-jährigen Jubiläums der Einheit Italiens 2009 „Migrantenchor“ eingeladen nach Barcelona als offizieller Festbeitrag der Stadt Köln zur 25-Jahr-Feier der Städtepartnerschaft Köln-Barcelona 2008 „Migrantenchor“ eingeladen zum Festival „Dimitria“ in Thessaloniki, als offizieller Festbeitrag der Stadt Köln zur 20-Jahr-Feier der Städtepartnerschaft Köln-Thessaloniki, in Kooperation mit dem Goethe-Institut 2007 „AIAS 21“ nominiert für das Festival „Theaterzwang“ 2008 2006 „Migrantenchor“ nominiert für den Kölner Theaterpreis 2006 2005 „König Ödipus“ eingeladen vom Schauspielhaus Düsseldorf 2003 „Ich sterbe als Land“ eingeladen zu dem Festival „Internationale Kulturtage“, organisiert vom Land Baden-Württemberg. 2002 „To Tavli“ eingeladen zu dem Festival „Griechische Kulturtage“, organisiert vom Außenministerium Griechenlands 2001 „Die Acharner“ eingeladen vom Schauspielhaus Düsseldorf 2001 Organisation des ersten „Deutsch-Griechischen Theaterfestivals in Köln“ in Kooperation mit der Studiobühne Köln und unter der Schirmherrschaft der Kultusministerien von Griechenland und NRW 2001 „Ich sterbe als Land“ eingeladen zur Internationalen Buchmesse in Frankfurt 2000 „Prometheus“ eingeladen zu dem Festival „Griechische Kulturtage“, organisiert vom Außenministerium Griechenlands 1999 „Prometheus“ eingeladen vom Schauspielhaus Düsseldorf, Theater im Pfalzbau, Rokoko Theater Schwetzingen 1998 „Timon von Athen“ nominiert für das Theaterfestival „Theaterzwang“ des Landes NRW 1997 „Herakles 5“ nominiert und eingeladen zum Theaterfestival „Politik im freien Theater“ in Bremen 1994 „Die Frösche“ nominiert für den Kölner Theaterpreis 1994 1992 „Philoktet“ nominiert für den Kölner Theaterpreis 1992
Weblinks Website des Deutsch-Griechischen Theaters Köln
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