mini|Günter Wirth, 2015 Günter Wirth (* 22. Januar 1932 in Berlin-Charlottenburg) ist ein deutscher Maler, Grafiker und Galerist.

Leben Wirth wurde als Sohn von Heinrich Wirth (1902–1978) in Berlin-Charlottenburg geboren. Er besuchte die Schule in Berlin, in Preußisch-Holland, in Saalfeld/Saale und machte 1950 sein Abitur in Berlin-Charlottenburg. Nach dem Abitur arbeitete er im Straßenbau, machte 1952 die Gesellenprüfung und studierte Tiefbau. 1953 trat er an der Sorbonne den Jeunesse Européens Fédéralistes (JEF) und arrangierte sich seitdem in der Europäischen Bewegung. 1954 hatte er seine erste Veröffentlichung in der amerikanischen Zeitung Neue Zeitung für Deutschland und erhielt die amtliche Anerkennung als Freischaffender Künstler (Maler). Er beteiligte sich von nun an bei den „Großen Berliner Kunstausstellungen“ und den „Charlottenburger Rathausausstellungen“. 1955 wurde er in den BVBK (Berufsverband Bildender Künstler) Deutschlands als Maler aufgenommen und schrieb das Werk „Dekoration in der Berufsschule“. 1961 legte er den Grundstein für die „Sammlung Wirth“ und richtete auf der UNESCO-Ausstellung vier Stände aus. Er arbeitete vorübergehend als Diplomingenieur für die Berliner Stadtentwässerung und an einer Kreuzberger Schule zwei Jahre Mathematik und Kunst und danach als Oberstudienrat bis zu seiner Pensionierung 1990 an der Charlottenburger Loschmidt-Oberschule, einer Sonderschule für berufsschulpflichtige Deutsche und Ausländische Schüler ohne Schulabschluss im Werkstattunterricht. Neben seinem Beruf als Oberstudienrat wirkt er seit 1953 als Freischaffender Künstler, hatte seine erste Einzelausstellung in Berlin im Studio 22 in Charlottenburg und die erste Bildveröffentlichung in DIE NEUE ZEITUNG FÜR DEUTSCHLAND, der Amerikanischen Zeitung für Deutschland. (Mittwoch, 8. Dezember 1954/Nummer 285). Er leitete von 1963 bis 1969 die Galerie Dagmar Wirth, die kurze Zeit später in Galerie Wirth Berlin umbenannt wurde. In dieser Zeit stellte er verschiedene international bekannte Künstler aus, nahm einige Künstler wie Fred Thieler, Bernd Damke, Heiner Dilly, Walter Heckmann, Dieter Hacker, unter Vertrag und stellte sie im Ausland aus. Die Galerie war die erste in der Bundesrepublik Deutschland, die einen Israeli, den 1942 in Tel-Aviv geborenen David Azuz, ausstellte und von 1963 bis 1966 in fünf Gruppenausstellungen präsentierte. 1962 hatte er seine ersten Auslandsausstellungen in der New Vision Centre Gallery London und in der Litchtfield Gallery Connecticut/USA. 1965 stellte er in der Galleria il Centro Napoli, im Studio Matera (Sizilien) und in der Galerie Palette in Wuppertal aus. 1967 übernahm die Agentur Modern Art Agency Lucio Amelio, Napoli-Vomero, Parco Margherita 85 seine Vertretung und stellte ihn vom 2.–15. Januar 1967 in der Galleria Il Bilico in Rom, vom 28. Januar bis 10. Februar 1967 in der „Modern Art Agency“, Napoli, vom 4.–17. März 1967 in der Galleria Numero, Firenze, und vom 22. März – 3. April 1967 in der Galleria Fiamma Vigo in Rom aus. Das Vorwort zu den Katalogen der Ausstellungen schrieb Achille Bonito Oliva. 1991 übernahm ihn Michael Schulz in der Mommsenstraße und vertrat ihn auf zahlreichen Messen im In- und Ausland. 1995 wechselte er zu Waszkowiak in der Friedrichstraße, die ihn in der Manege in Moskau zeigte. Er wurde Member of the President Council der Universität von Florida und wird von ihr und anderen Museen in Tampa und Lakeland jährlich in mehreren Ausstellungen gezeigt. 1998 veröffentlichte er seine letzten Werke unter dem Titel Scan to Plot (digitale Übertragung von Zeichnungen in kleinem Format auf Segeltuch-Leinen) und beendete seine Tätigkeit als Bildender Künstler.

Arbeiten (Auswahl)

Museen und öffentliche Sammlungen 1962: Graphothek Reinickendorf 1963: Artothek Berlin 1966: Städtische Galerie der Stadt, Villingen-Schwenningen 1991 und 1995: Aviation Museum Hisashi Tateiwa, Ito, JapanBelser Kunst Katalog 1993/94 und 1996/97 1992: Contemporary Art Museum der Universität of South Florida, Tampa Fl.Belser Kunst Katalog 98 1992: Tampa Museum of Art, TampaBelser Kunst Quartal 2/92, Belser Kunst Katalog 1996/97, Belser Kunst Katalog 98 1992: Knecht-Drenth Foundation, Amsterdam 1992: Polk Museum of Art, Lakeland, Fl. 1992: Ikeda Museum of 20th Art, Ito, Japan 1993: National Gallery of Modern Art, New Delhi 1994: Remfry and Sagar ´Remfry House´ Business Centre, New Delhi 1995: Graphothek City Charlottenburg 1995: Hunterian Museum and Art Gallery, University of Glasgow 1997: Stadtmuseum, Saalfeld 1997: Deutsch-Deutsches Museum, Mödlareuth 1998: Goethe-Institut, San Francisco 2013: Rathaus-Galerie, Reinickendorf 2014: Berlinische Galerie – Landesmuseum für Moderne Kunst 2014: Grafik Museum Stiftung Schreiner, Bad Steben 2015: KommunaleGalerieberlin – Museum für Moderne Kunst 2015: Grafik Museum Bad Steben

Ausstellungen (Auswahl) 1953: Erste Einzelausstellung Studio 22, Charlottenburg 1965: Ausstellungsbeteiligung in der Galleria Il Centro, Neapel 1966: Galerie Johanna Schiessel, Freiburg; Kleine Galerie, Schwenningen; Studio Kaluza, StuttgartStuttgarter Zeitung, 19. Januar 1966; Badische Zeitung 21. Januar 1966 1967: Ausstellungsbeteiligung Malerei-Graphik-Plastik der DDR, Berlin-Mitte 1967 1967: 1.1. Modern Art Agency, Napoli (Vomero) 1967: Galleria Il Bilico Rom, Galleria Numero, Florenz, Galleria Fiamma Vigo Rom 1967: Deutscher Künstlerbund, Karlsruhe 1970: Galerie Schiessel, Köln 1992: Galerie Glaszentrum, Berlin 1992: Galerie Michael Schultz, Berlin 1993: Art FrankfurtBerliner Kunst Kalender 5/1993 und 6/1993 1994: Galerie Raubach, St. GallenKunstforum Mai 1994, Belser Kunst Quartal 2/94 1994: Dresdner Bank Berlin-Lichtenberg-OstBerliner Kunst Kalender Nr. 34 und Nr. 35 1994: Chase Manhattan Bank, Tampa 1995: Museu de Granollers, BarcelonaEl 9 Nou vom 24. September 1995, Revista del Valles vom 7. Oktober 1995 1995 und 1996: Dialysis Center der University of South Florida, Tampa 1996: XVIII. Országos Grafikai Biennále, Miskolc 1997: Saale Galerie, SaalfeldDer Neue Saale-Spiegel, 24. September 1997 1998 und 1999: Waszkowiak Galerie, Berlin,Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9. Mai 1998 1999: Manege MOSKAU Roter Platz, Ref: Vertreten durch Galerie Waszkowiak 1999 und 2001: Galerie H.G. Krupp, Weinbach 1992: Polk Museum of Art, Lakeland, Fl. Günter Wirth 2004: The Wilson Company, Tampa 2005: Polk Museum of Art, Lakeland, Fl. Günter Wirth – Repositioning Reality I 2006: Carlton Fields, Atlanta 2012: Polk Museum of Art, Lakeland, Fl. Günter Wirth – Repositioning Reality III 2013: Rathaus-Galerie Reinickendorf Neuerwerbungen der Graphothek 2014: The Wilson Company, Tampa 2014: WUSF TV, Tampa 2014: Carlton Fields Jordan Burt, Tampa 2014: Grafik Museum Stiftung Schreiner, Bad Steben Grenze – 25 Jahre Mauerfall 2015: USF Patel Center for Global Solutions, Tampa 2015: Kunst Museum Bad Steben Günter Wirth 2015: De la Parte & Gilbert, Tampa 2016: Galerie Saalfeld 25 Jahre Kunstverein Saalfeld 2016: Burr & Forman, Tampa 2018: Rathaus-Galerie Reinickendorf Kunst auf Zeit – Zeit für Kunst

Schriften 1962: Das Fach Dekoration in der Berufsschule. Musische Erziehung oder zweckgezielte Aufgabe? 1967: Über meine Arbeit, Moderner Grafik Kreis Mainz

Literatur David Rosenbaum: Das graphische Werk Günter Wirths 1953–1993, Albert Nauck, Köln-Berlin, 1993, ISBN 3-87574-102-1. Karsten Stroschen: Günter Wirth, Tails 1991–1995, Albert Nauck, Köln-Berlin, 1995, ISBN 3-87574-103-X. Heinz Ohff: Günter Wirth. In: Magazin Kunst, Mainz, 1967, Band 7, S. 445. Werner Gocksch: Scan to Plot Rathaus Galerie Reinickendorf, Berlin 4. März 1998 (Ref. Kunstamt Reinickendorf) Maren Kratschmar-Kroneck: Zu den Mauer-Bildern des Berliner Konstruktivisten Günter Wirth, GRENZE, Grafik Museum Stiftung Schreiner, Bad Steben.

Weblinks

guenterwirth.com – persönliche Website Maren Kroneck: . Saale-Galerie Saalfeld.

Einzelnachweise

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