Carl Woldemar Neumann (* 9. September 1830 in Landau in der Pfalz; † 7. Februar 1888 in Regensburg) war ein Lokalhistoriker und bayerischer Offizier.
Leben Neumann trat 1840 dem Kadettenkorps München bei. In Regensburg war er ab 1859 als Oberleutnant und Platzadjutant, später als Hauptmann tätig. Im Jahr 1860 heiratete er Elise Kleinstäuber. 1872 musste er aufgrund seiner „schwachen Gesundheit“ den Dienst quittieren und konnte sich auf die Beschäftigung mit der Regensburger Geschichte konzentrieren.
Er widmete sich mit großer Leidenschaft der Erforschung der Lokalgeschichte. Viele seiner Manuskripte liegen im Archiv des Historischen Vereins und wurden in der Regensburger BibliographieUni Regensburg: erfasst. Außerdem schrieb Neumann eine Reihe von Soldaten-, Heldenliedern und Balladen.
Ab 1877 war Neumann Ehrenbürger der Stadt Regensburg.Ehrenbürger der Stadt Regensburg Im Ostenviertel von Regensburg wurde eine Straße nach ihm benannt.
Er nahm sich 1888 das Leben und wurde auf dem Regensburger Lazarusfriedhof bestattet, dessen Fläche später im Stadtpark aufging. Der Grabstein ist dort noch erhalten.mini|Grabstein von Carl Woldemar Neumann in Regensburg
Werke Das Haus zum Riesen Goliath. 1861. Joseph Rudolph Schuegraf. Biographische Skizze. 1861. Die Dollingersage. 1862.
Die drei Dombaumeister Roritzer und ihr Wohnhaus. 1872. Goethe in Regensburg. 1877. Die Kaiser- und Fürstenherberge zum „Goldenen Kreuz“ in Regensburg. 1886.
Literatur
Karl Bauer: Regensburg. Regensburg 2014. S. 193, 216, 305, 407, 439, 447 u. a.
Einzelnachweise
Kategorie:Landeshistoriker Kategorie:Hauptmann (Bayern) Kategorie:Ehrenbürger von Regensburg Kategorie:Deutscher Kategorie:Person (Landau in der Pfalz) Kategorie:Geboren 1830 Kategorie:Gestorben 1888 Kategorie:Mann