Die Luzerner Zeitung (LZ) ist eine Schweizer Regionalzeitung. Sie erscheint werktäglich als Hauptblatt für den Kanton Luzern und in vier Regionalausgaben für die Zentralschweizer Kantone Zug, Uri, Obwalden und Nidwalden. Zusätzlich erschien sie von September 2008 bis Juni 2019 sonntags unter dem Titel Zentralschweiz am Sonntag. Seit Juni 2019 erscheint stattdessen die Samstagsausgabe erweitert als Schweiz am Wochenende.CH Media lanciert "Schweiz am Wochenende" in der Ost- und Zentralschweiz In. chmedia.ch, aufgerufen am 13. Juni 2025.

Seit dem 1. Oktober 2018 wird die Luzerner Zeitung vom Medienunternehmen CH Media herausgegeben.Neues Medienunternehmen ist gestartet. In: persoenlich.com. 1. Oktober 2018. Zuvor gehörte sie der NZZ-Mediengruppe.

Ausgaben Neben der Luzerner Zeitung erscheinen die vier Regionalausgaben Zuger Zeitung, Nidwaldner Zeitung, Obwaldner Zeitung und Urner Zeitung in den entsprechenden Kantonen. Diese haben jeweils eigene Titelseiten und einen eigenen Regionalteil. Auch den Regionalausgaben war bis zum 17. September 2016 das Wort «Neue» im Titel vorangestellt. Die Redaktion Urschweiz in Stans betreut die drei Regionalausgaben Nidwaldner Zeitung, Obwaldner Zeitung und Urner Zeitung.Redaktion Urschweiz unter neuer Leitung. In: Luzerner Zeitung, 26. September 2019.

Luzerner Zeitung Die Luzerner Zeitung geht auf eine Vielzahl von Vorgängerzeitungen im Kanton Luzern und der Stadt Luzern zurück, siehe den Abschnitt Geschichte. Der Redaktionssitz ist in Luzern.

Zuger Zeitung Der Redaktionssitz der Zuger Zeitung ist in Zug.

1991 fusionierten analog zu den Luzerner Hauptblättern die kurz zuvor als Lokalausgabe des Vaterlands lancierte Zuger ZeitungI mit dem liberalen Zuger Tagblatt zur Zuger ZeitungII. Die 1889 gegründeten, ursprünglich konservativen Zuger Nachrichten wurden ab 1969 zu einer zweimal wöchentlichen Forumszeitung. Nach einem Zwischenspiel als täglich erscheinendes Kopfblatt der Luzerner Neusten Nachrichten wurden die Zuger Nachrichten 1996 mit der Zuger ZeitungII zur Neuen Zuger Zeitung fusioniert. Seit 2016 heisst das Blatt Zuger ZeitungIII. Das Zuger Tagblatt seinerseits entstand 1966 durch die Übernahme des 1861 gegründeten liberalen Zuger Volksblatts durch das Luzerner Tagblatt und die Umwandlung in eine Tageszeitung.

Nidwaldner Zeitung Im Kanton Nidwalden erschien ab 1866 einmal wöchentlich und ab 1923 zweimal wöchentlich das konservative Nidwaldner Volksblatt als eigenständige Wochenzeitung. 1985 wurde diese Zeitung zur täglich erscheinenden Regionalausgabe des Vaterlands. Daneben erschien zum liberalen Luzerner Tagblatt ab 1981 als erste Nidwaldner Tageszeitung die Regionalausgabe Nidwaldner Tagblatt.Digicoord: Nidwaldner Tagblatt. Mit der Fusion von Vaterland und Luzerner Tagblatt zur Luzerner Zeitung im Jahr 1991 entstand eine Nidwaldner Regionalausgabe der Luzerner Zeitung. Von 1996 bis 2016 erschien die Zeitung unter dem Titel Neue Nidwaldner Zeitung. Der Sitz der Redaktion ist in Stans.

Obwaldner Zeitung Von 1996 bis 2016 erschien die Zeitung unter dem Titel Neue Obwaldner Zeitung. Sitz der Redaktion war in Sarnen, wo zuletzt noch ein Aussenbüro betrieben wurde. Danach wurde eine gemeinsame Redaktion mit der Nidwaldner Zeitung in Stans gebildet.

1993 fusionierte die Zeitung mit dem Obwaldner Wochenblatt, das jedoch weiterhin eine eigene Redaktion in Sarnen hatte und jeweils freitags als eigenständige Zeitung erschien. Am 21. August 2009 erschien die letzte eigenständige Ausgabe des Obwaldner Wochenblatts als Nr. 24 im 35. Jahrgang mit einer Auflage von 4'584 Exemplaren. Danach wurde die Zeitung aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt.Obwaldner Wochenblatt wird eingestellt. In: Werbewoche. 9. Juli 2009. Seit dem 26. August 2009 erscheint das Wochenblatt nicht mehr als eigene Zeitung, sondern ist in die Neue Obwaldner Zeitung (seit 19. September 2016: Obwaldner Zeitung) integriert. Gleichzeitig wurde die separate Redaktion in Sarnen aufgelöst. Seitdem trägt zumeist mittwochs und samstags im Regionalteil der Zeitung eine oder zwei Seiten den Titel «Obwaldner Wochenblatt». Der Inhalt dieser Seiten stammt nicht von der Zeitungsredaktion in Stans, sondern wird von Lesern, Vereinen, Organisationen und Unternehmen zur Veröffentlichung eingereicht.

Die Zeitung ist nicht zu verwechseln mit der ehemaligen Obwaldner Wochen-Zeitung, die von 1862 bis 1873 erschien, dabei ab Dezember 1865 auch unter dem Titel Obwaldner Zeitung.

Urner Zeitung Der Redaktionssitz der Urner Zeitung war bis 2019 in Altdorf, seit Januar 2020 betreut die Redaktion Urschweiz von Stans aus neben den Regionalausgaben Nidwaldner Zeitung, Obwaldner Zeitung zusätzlich auch die Urner Zeitung.

Die Urner Zeitung geht auf die 1892 gegründete Gotthard-Post zurück. Diese Wochenzeitung erschien bis 1988 und wurde dann unter dem Titel Urner Tagblatt/Gotthard-Post zum täglich erscheinenden Kopfblatt des liberalen Luzerner Tagblatts. 1991 schloss sich das Tagblatt mit dem konservativen Vaterland zur Luzerner Zeitung zusammen. Entsprechend wurde das Urner Kopfblatt in Urner Zeitung / Gotthard-Post umbenannt. Nach der Fusion mit den Luzerner Neusten Nachrichten und dem erneuten Namenswechsel des Hauptblattes in Luzern (Neue Luzerner Zeitung), wurde die Regionalzeitung per 1996 zur Neuen Urner Zeitung; der Begriff «Neu» wurde im Laufe des Jahres 2016 fallengelassen.

Neue Schwyzer Zeitung Die Neue Schwyzer Zeitung, die Regionalausgabe für den Kanton Schwyz mit einer Auflage von zuletzt rund 3'400 Exemplaren, wurde per 31. Dezember 2013 eingestellt. Seit Januar 2014 zählt stattdessen der Bote der Urschweiz (kurz: der «Bote») zum Zeitungsverbund der Luzerner Zeitung.Kooperation mit «Bote» startet. In: Neue Luzerner Zeitung. 31. Dezember 2013. Die betriebliche Unabhängigkeit des Boten blieb bestehen, die Kooperation besteht darin, dass sich beide Zeitungen alle aktuellen Zeitungsinhalte gegenseitig zur Veröffentlichung anbieten.Thomas Bornhauser (Chefredaktor): Abgesang und Neustart. In: Neue Schwyzer Zeitung. 31. Dezember 2013 (letzte Ausgabe). Der Bote übernimmt insbesondere den überregionalen Redaktionsteil mit den Ressorts Ausland, Inland, Wirtschaft, Sport und Kultur sowie die nationalen Inserate von der Luzerner Zeitung. Zuvor war dieser Inhalt von der Südostschweiz Mediengruppe geliefert worden. Der Bote der Urschweiz erreichte im 2025 eine Auflage von 12'900 verkauften bzw. 17'008 verbreiteten Exemplaren. (wöchentliche Grossauflage mit 32'282 verbreiteten Exemplaren).

Auflagen Im Jahr 2025 betrug die WEMF-beglaubigte Gesamtauflage 68'863 verkaufte bzw. 83'557 verbreitete Exemplare.

Im Jahr 2024 betrug die WEMF-beglaubigte Gesamtauflage 74'770 verkaufte bzw. 92'802 verbreitete Exemplare.

Im Jahr 2023 betrug die WEMF-beglaubigte Gesamtauflage 80'565 verkaufte bzw. 94'373 verbreitete Exemplare.

Im Jahr 2021 betrug die WEMF-beglaubigte Gesamtauflage 90'498 verkaufte bzw. 101'511 verbreitete Exemplare. Im gleichen Jahr erreichte die Zeitung mit allen Regionalausgaben rund 253'000 Leser.

2018 betrug die beglaubigte Gesamtauflage 105'949 verkaufte bzw. 113'991 verbreitete Exemplare. Im gleichen Jahr erreichte die Zeitung mit allen Regionalausgaben rund 284'000 Leser und war damit die meistgelesene Tageszeitung der Zentralschweiz.

Titel Redaktionsleitung Verkaufte Auflage Konkurrenz Logo20182021202320242025GesamtauflageChristian Peter Meier105'94990'49880'56574'77068'86384px|Logo Luzerner ZeitungLuzerner ZeitungChristian Peter Meier60'83850'51744'41141'08637'42184px|Logo Luzerner ZeitungZuger ZeitungRahel Hug14'79312'60811'18310'1989'42469px|Logo Zuger ZeitungNidwaldner ZeitungRaffaele Wiler6'7485'7515'1164'6714'234104px|Logo Nidwaldner ZeitungObwaldner ZeitungRaffaele Wiler4'9984'2163'6953'3823'06298px|Logo Obwaldner ZeitungUrner ZeitungRaffaele Wiler3'1572'6292'2602'0431'822Urner Wochenblatt70px|Logo Urner Zeitung

Wie alle gedruckten Tageszeitungen muss die Luzerner Zeitung seit einigen Jahren eine sinkende Auflage hinnehmen. Die verkaufte Auflage fiel von 2008 bis 2025 von 129'050 auf 68'863 Exemplare.

Entwicklung der verkauften Auflage nach WEMF-Auflagebulletins (s. Details 2008, S. 12. und 2018–2025). 2014 ersetzte der Bote der Urschweiz die wesentlich auflagenschwächere Schwyzer Zeitung.

Online-Portale Die Luzerner Zeitung führt seit dem Jahr 2000 eine Onlineplattform. Bis am 7. Dezember 2010 hiess die Website «zisch.ch». Seither ist der Onlineauftritt unter luzernerzeitung.ch erreichbar. Seit der Namensänderung sind zudem auch nationale und internationale Nachrichten auf der Website aufgeschaltet, die zunächst von dem Produkt «NZZ Online» der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) übernommen wurdenzisch.ch heisst jetzt luzernerzeitung.ch. In: persoenlich.com, 8. Dezember 2010. und seit der Gründung von CH Media auch von dort stammen. Im Mai 2018 wurde das Bezahlmodell eingeführt, und seit Januar 2021 ergänzen Gemeindeseiten das redaktionelle Angebot. Seit dem 25. Oktober 2022 haben auch die Regionalausgaben eigene Websites, die unter den Adressen zugerzeitung.ch, nidwaldnerzeitung.ch, obwaldnerzeitung.ch und urnerzeitung.ch zu erreichen sind. Gleichzeitig wurden Mobile Apps zum Zugriff auf den Inhalt veröffentlicht.Mehr News aus Obwalden: Obwaldnerzeitung.ch gibt’s jetzt auch im Web und mit eigenen Apps. In: Obwaldner Zeitung, 25. Oktober 2022. Im Jahr 2024 verzeichneten alle regionalen Portale zusammen im Durchschnitt 647'000 Unique Users pro Monat.Luzerner Zeitung, luzernerzeitung.ch, In: chmediawerbung.ch, aufgerufen am 27. Mai 2025.

Geschichte «Vaterland» Das Vaterland war eine katholische Luzerner Tageszeitung, die von 1871 bis 1991 erschien. Es fusionierte am 2. November 1991 mit dem liberalen Luzerner Tagblatt zur Luzerner Zeitung. Alle Texte des Vaterlands sind online durchsuchbar im Portal Zentralgut.

Gründung und Ausbau Das Vaterland war die Nachfolgerin der 1833 von den Gebrüdern Räber in Luzern lancierten Luzerner Zeitung. Dieses erschien ab 1834 zweimal wöchentlich. Bereits kurze Zeit später trug sie den Namen Das Vaterland. 1842–1846 erschien sie unter dem Namen Staatszeitung der katholischen Schweiz, ab 1847 wieder unter dem früheren Namen Luzerner Zeitung, zuerst zweimal, ab 1849 dreimal wöchentlich. 1863, nach der Fusion mit der Schweizer Zeitung, wagte sie den Sprung zur Tageszeitung, ab 1. Oktober 1871 nannte sie sich zwei Tage lang Eidgenössisches Kreuz, danach Vaterland.

Parteiblatt der Katholisch-Konservativen Das Vaterland blieb stets ein katholisch-konservatives Presseorgan. Durch seine Ausrichtung hatte es eine treue Leserschaft und steigerte die Auflage von 6'000 im Jahre 1891 auf 58'365 Exemplare im Jahre 1980. Vor allem ab 1970 war das Vaterland Lieferant vor allem von Religions-, Ausland- und Inlandseiten für andere katholische Blätter wie die Neuen Zürcher Nachrichten, Die Ostschweiz, Aargauer Volksblatt, Basler Volksblatt und Glarner Volksblatt. In den 1980er Jahren begann die Parteipresse zu bröckeln, und die Tatsache, dass es in Luzern drei Tageszeitungen gab, erschwerte das Inserategeschäft.

Fusion mit dem «Luzerner Tagblatt» 1971 hatte der CVP-Politiker und Verwaltungsratspräsident des Vaterlands, Dr. Willy Spiess, die Idee, mit dem konservativen Vaterland und dem liberalen Luzerner Tagblatt einen gemeinsamen Inseratepool «Tandem» zu führen, was tatsächlich umgesetzt wurde und dem Tagblatt das Überleben sicherte. Die Einführung des Pools sorgte in der Innerschweiz für Furore, waren sich die beiden Blätter doch politisch spinnefeind. Um gegen die nicht parteigebundenen Luzerner Neuesten Nachrichten (LNN) bestehen zu können, war diese wirtschaftliche Annäherung jedoch unabdingbar. Doch verloren beide Tageszeitungen immer mehr Abonnenten an die LNN, welche von allen drei Zeitungen den umfangreichsten Sportteil hatte. Dies führte dazu, dass sich die beiden politischen Zeitungen im Jahr 1991 zur Luzerner Zeitung zusammenschlossen.