miniatur|400px|In 12 Bundesstaaten erfolgte eine Gouverneurswahl, außerdem noch in Puerto Rico und Amerikanisch-Samoa – hier nicht mit abgebildet: Die Gouverneurswahlen in den Vereinigten Staaten 2012 fanden in insgesamt 11 Bundesstaaten der Vereinigten Staaten sowie in Amerikanisch-Samoa und Puerto Rico statt. Hinzu kam eine sogenannte Recall-Wahl im Staat Wisconsin. Der Wahltermin für die 13 Gouverneurswahlen war der 6. November 2012, der Wahltermin der Recall-Wahl in Wisconsin war der 5. Juni 2012. Am 6. November wurden außerdem die Präsidentschaftswahl und die Kongresswahlen abgehalten. In Puerto Rico fand an diesem Tag außerdem ein Referendum über den künftigen Status Puerto Ricos statt.
Ausgangslage Drei der 13 Gouverneure stellten sich nicht erneut zur Wiederwahl. Dies waren John Lynch (New Hampshire, Demokrat), Beverly Perdue (North Carolina, Demokrat) und Christine Gregoire (Washington, Demokratin). Drei weitere amtierende Gouverneure konnten aufgrund eines term limit (verfassungsmäßige Amtszeitbegrenzung) nicht mehr erneut kandidieren. Dies waren Togiola Tulafono (Amerikanisch-Samoa, Demokrat), Brian Schweitzer (Montana, Demokrat) und Mitch Daniels (Indiana, Republikaner). Die verbleibenden sieben Gouverneure stellten sich erneut zur Wiederwahl; von den Demokraten waren dies Jack Markell (Delaware), Jay Nixon (Missouri), Peter Shumlin (Vermont) und Earl Ray Tomblin (West Virginia) und von den Republikanern Jack Dalrymple (North Dakota), Luis Fortuño (Puerto Rico) und Gary R. Herbert (Utah).
Die Staaten im Überblick Delaware
Für die Demokraten stellte sich der amtierende Gouverneur Jack Markell zur Wiederwahl. Die Republikaner schickten Jeff Cragg ins Rennen, die Grünen Partei nominierte Mark Perri als ihren Kandidaten.
Markell wurde mit 69,3 % im Amt bestätigt.
Indiana
Gouverneur Mitch Daniels konnte sich 2012 nicht zur Wiederwahl stellen.
Mike Pence, der sechs Amtszeiten im US-Repräsentantenhaus absolviert hatte, gab seine Kandidatur für die Nominierung seiner Partei bekannt.
Der ehemalige House Speaker John R. Gregg kandidierte für die Demokraten.
Pence gewann mit 49,5 %
Missouri
Gouverneur Jay Nixon strebte eine Wiederwahl an.
Dave Spence, ein Geschäftsmann aus St. Louis, gewann die Vorwahlen der Republikaner am 7. August 2012 gegen den Anwalt Bill Randles.
Nixon gewann die Wahl mit 54,8 %
Montana + Gouverneurswahl in Montana 2013Kandidat Stimmen %Steve Bullock (DEM)229.96549,06 % Rick Hill (REP)221.29147,24 % Ron Vandevender (LIB)17.3643,70 % Wähler: 468,620 Der populäre demokratische Amtsinhaber Brian Schweitzer konnte in dem als eher konservativ-ländlich geltenden Staat Montana wegen term limit-Beschränkung nicht erneut kandidieren. Für die Demokraten ging Steve Bullock ins Rennen, der sich John Walsh, einen General der Montana National Guard zum Kandidaten für das Amt des Vizegouverneurs wählte. Sein republikanischer Gegenkandidat war Rick Hill mit dessen running mate Jon Sonju. Als dritter Kandidat trat Ron Vandevender von der Libertarian Party an. Die Wahl wurde sehr knapp für den demokratischen Kandidaten entschieden.
New Hampshire
Gouverneur John Lynch sah keinen Grund, sich für eine fünfte Legislaturperiode zur Wahl zu stellen.
Maggie Hassan, ehemalige Mehrheitsführerin des Senats von New Hampshire, setzte sich gegen die ehemalige Senatorin Jackie Cilley und den Feuerwehrmann Bill Kennedy durch und wurde zur Kandidatin der Demokraten gekürt. Der ehemalige Vorsitzende des Bildungsausschusses von New Hampshire, Ovide Lamontagne, der 2010 die Vorwahlen der Republikaner für den Senat knapp verloren hatte, setzte sich gegen den konservativen Aktivisten und ehemaligen Abgeordneten Kevin Smith und Bill Tarr durch und gewann die Nominierung der Republikaner.
Hassan gewann die Wahl mit 54,6 %
North Carolina
Gouverneurin Beverly Perdue stellte sich nicht zur Wiederwahl.
Walter Dalton und Pat McCrory gewannen ihre jeweiligen Vorwahlen, und McCrory gewann die Hauptwahl.
North Dakota
Die Republikanische Partei wählte den amtierenden Gouverneur Jack Dalrymple zu ihrem Kandidaten. Die Demokraten wählten den Rancher und Minderheitsführer im Senat von North Dakota, Ryan Taylor, zu ihrem Kandidaten. Ellen Chaffee war seine „Running Mate“.
Dalrymple gewann die Wahl mit 63,1 %
Utah
Gouverneur Gary Herbert, der 2010 die Sonderwahl zum Gouverneur gewann, um die unvollendete Amtszeit seines Vorgängers zu beenden, kandidierte 2012 für eine volle vierjährige Amtszeit.
Der Demokrat Peter Cooke, ein Geschäftsmann und Major General im Ruhestand, trat gegen ihn an.
Herbert gewann die Wahlen mit 68,4 %
Vermont
Gouverneur Peter Shumlin, Sieger der Gouverneurswahlen 2010, kandidierte 2012 für eine Wiederwahl. Sein republikanischer Herausforderer war der Senator Randy Brock.
Shumlin gewann die Wahl mit 57,8 %
Washington
Gouverneurin Christine Gregoire stellte sich nicht zur Wiederwahl.
Der US-Abgeordnete Jay Inslee war der kandidierte für die Demokraten. Der Generalstaatsanwalt Rob McKenna war der Kandidat der Republikaner.
Inslee gewann die Wahl mit 51,54 %
West Virginia
Der Oberste Berufungsgerichtshof von West Virginia entschied am 18. Januar 2011, dass der Bundesstaat 2011 eine Sonderwahl zum Gouverneur durchführen muss, um die durch die Wahl von Joe Manchin in den Senat der Vereinigten Staaten entstandene Vakanz zu besetzen.
Die Sonderwahl fand am 4. Oktober 2011 statt, wobei der Präsident des west-virginischen Senats und kommissarische Gouverneur Earl Ray Tomblin die Wahl gewann. Sein Gegner war der Republikaner Bill Maloney.
Wisconsin
Die Gouverneurswahl im Bundesstaat Wisconsin fand schon am 5. Juni 2012 statt. Es handelte sich um eine sogenannte Recall-Wahl, die von den Demokraten angestrengt worden war um den erst seit 17 Monaten im Amt befindlichen republikanischen Gouverneur Scott Walker in der Mitte seiner Amtszeit abzuwählen. Walker war wegen seiner Sparpolitik auf Widerstand gestoßen, insbesondere seine Kürzungen für Angestellte des öffentlichen Dienstes waren äußerst unpopulär. Im Zuge der Sparmaßnahmen kam es zu Massenprotesten, vor allem vor dem Wisconsin State Capitol in Madison, die auf dem Höhepunkt mehr als 100.000 Teilnehmer umfassten. Die Demokraten unter Tom Barrett, dem Bürgermeister von Milwaukee starteten eine Unterschriftenkampagne und sammelten 900.000 Unterschriften (360.000 mehr als erforderlich) für die vorzeitige Abhaltung von Gouverneurswahlen ein. Nach einem intensiven und relativ kostspieligen (geschätzte $ 80 Millionen, verglichen zu $ 37 Millionen bei der Gouverneurswahl 2010) Wahlkampf gewann der Amtsinhaber Walker mit seiner running mate Rebecca Kleefisch die Wahl überraschend deutlich mit 1.335.585 Stimmen (53,1 Prozent) gegen 1.164.480 (46,3 Prozent) für das Duo Tom Barrett/Mahlon Mitchell von der Demokratischen Partei.
Weitere Wahlen Amerikanisch-Samoa
+ Gouverneurswahl in Amerikanisch-Samoa 2013Kandidat Stimmen %Lolo Letalu Matalasi Moliga (unabh.)6.64552,9 % Faoa Aitofele Sunia (DEM)5.90847,1 % Wähler: 12.553 Der bisherige Amtsinhaber Togiola Talalelei A. Tulafono durfte aufgrund einer Amtszeitbeschränkung nicht mehr zur Wahl antreten. Sechs Kandidaten standen zur Wahl. Bei den Wahlen am 6. November konnte keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen. Der unabhängige Kandidat Lolo Letalu Matalasi Moliga und der Kandidat der Demokratischen Partei Faoa Aitofele Sunia standen sich in der Stichwahl am 20. November gegenüber. Moliga konnte sich mit 52,9 Prozent der Stimmen durchsetzen und übernahm am 3. Januar 2013 das Amt. Vizegouverneur wurde Lemanu Peleti Mauga.
Puerto Rico
Gouverneur Luis Fortuño (PNP/R) kandidierte für eine Wiederwahl.
Fortuño war als potenzieller Kandidat der Republikaner für das Amt des Präsidenten oder Vizepräsidenten im Jahr 2012 im Gespräch gewesen. Am 26. Juni 2011 gab er jedoch bekannt, dass er sich zur Wiederwahl stellen werde, anstatt für das Präsidentenamt zu kandidieren.
Senator Alejandro García Padilla (PPD) war der größte Herausforderer unter sechs Herausforderern und gewann die Wahlen mit 47,7 %.
Weblinks
Einzelnachweise
#2012 Vereinigte Staaten Gouverneurswahlen Kategorie:Geschichte der Vereinigten Staaten (seit 1988)