Die Aigle (deutsch: „Adler“) war ein 74-Kanonen-Linienschiff (Zweidecker) der Téméraire-Klasse (Duquesne-Gruppe) der französischen Marine, das von 1801 bis 1805 in Dienst stand.
Geschichte Bau Das Schiff wurde unter der Bauaufsicht des Schiffbaumeisters Jean-Marie Houssez 1794 im Marinearsenal von Rochefort auf Kiel gelegt. Der Stapellauf erfolgte am 6. Juli 1800 und die Indienststellung im Februar 1801.
Einsatzgeschichte 1805 segelte sie mit der Algésiras nach Westindien, um die französische Flotte unter dem Kommando von Vizeadmiral Pierre de Villeneuve zu treffen.
Am 21. Oktober 1805 nahm sie an der Schlacht von Trafalgar teil und wurde von den Briten gekapert. Während der Schlacht kamen von den 755 Mann der Besatzung 70 um, 100 weitere wurden verwundet; auch der Kapitän des Schiffes fand den Tod.Holger Afflerbach: Die Kunst der Niederlage. Eine Geschichte der Kapitulation. C.H. Beck Verlag, München 2013, ISBN 978-3406645389, S. 134.
Am folgenden Tag gelang es der französischen Mannschaft, das von den Briten als Prise genommene Schiff wieder in ihre Gewalt zu bringen. Am 23. Oktober 1805 erlitt es jedoch während eines Sturms Schiffbruch.
Literatur
Weblinks Aigle auf threedecks.org (englisch) die Aigle auf wrecksite.eu (englisch)
Fußnoten
Kategorie:Téméraire-Klasse Kategorie:Schiffsverlust 1805 Kategorie:Schiff in den Koalitionskriegen Kategorie:Im Krieg geentertes Schiff Kategorie:Schiffsverlust durch Sturm