Serge David Gnabry auf vfb.de vom 15. Mai 2011, abgerufen am 22. August 2013. auf dfb.de vom 29. Mai 2011, abgerufen am 22. August 2013. [] (* 14. Juli 1995 in Stuttgart) ist ein deutscher Fußballspieler. Er wechselte bereits im Jugendalter nach England und spielt seit 2016 in der Bundesliga. 2016 gewann der vielfache Junioren-Nationalspieler mit der Olympiaauswahl bei den Olympischen Spielen in Brasilien die Silbermedaille und kam im selben Jahr zu ersten Einsätzen für die deutsche Nationalmannschaft. Seit Juli 2017 steht er beim FC Bayern München unter Vertrag, mit dem er 2020 das „Sextuple“ aus Deutscher Meisterschaft, DFB-Pokal, UEFA Champions League, UEFA Super Cup, DFL-Supercup und FIFA-Klub-Weltmeisterschaft gewann.

Leben Serge Gnabry wurde als Sohn eines Ivorers und einer Deutschen in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart geboren und wuchs 20 Kilometer nordwestlich in Weissach auf. Dass es sich bei seinem Vater Jean-Hermann Gnabry um einen ehemaligen ivorischen Nationalspieler handle, wurde jahrelang in den Medien undementiert berichtet. Erst im September 2016 äußerte Serge Gnabry in einem Interview, dass dies nicht zutreffe. Sein Vater sei nicht einmal als Profifußballspieler aktiv gewesen.

Vereinskarriere Gnabry begann mit dem Fußballspielen auf Vereinsebene beim TSV Weissach. Über die TSF Ditzingen, GSV Hemmingen, die Sportvg Feuerbach und die Stuttgarter Kickers kam er als Zehnjähriger zum VfB Stuttgart, für den er in der Saison 2010/11 für deren B-Junioren in der B-Junioren-Bundesliga spielte.

FC Arsenal mini|Gnabry im Trikot des FC Arsenal (2015)

Zur Saison 2011/12 verpflichtete ihn der FC Arsenal aus London.Das Wunderkind aus Schwaben Stuttgarter-Zeitung.de, 23. Oktober 2012, abgerufen am 22. Oktober 2013. Die an den VfB Stuttgart gezahlte Ausbildungsentschädigung betrug 100.000 Euro. In London kam der im rechten offensiven Mittelfeld eingesetzte Gnabry zunächst im Nachwuchsteam (U18) zum Einsatz. Er absolvierte in der Saison neun Spiele für die U18-Mannschaft und erzielte sechs Treffer, ein Spiel im FA Youth Cup sowie sechs Spiele und die Reserve (U21), wo er zwei Tore beisteuern konnte. Für die Reserve lief er ab Beginn des Jahres 2012 auf. auf arsenal.com, abgerufen am 22. September 2013.

Bei Arsenal unterzeichnete Gnabry am 31. Juli 2012 seinen ersten Profivertrag. (englisch) auf arsenal.com vom 31. Juli 2012, abgerufen am 21. Oktober 2012. Er debütierte am 8. Spieltag der Saison 2012/13 in der Premier League, als er in der Begegnung bei Norwich City in der 82. Minute für Aaron Ramsey eingewechselt wurde.Spieler-Profil auf kicker.de, abgerufen am 21. Oktober 2012. In der Spielzeit 2012/13 gehörte er auch dem Champions-League-Kader der Londoner an17-jähriger Deutscher in Arsenal-Aufgebot auf sportbild.bild.de vom 5. September 2012, abgerufen am 21. Oktober 2012. und gab sein Debüt in der Königsklasse drei Tage nach seinem ersten Premier-League-Spiel als Einwechselspieler bei der 0:2-Niederlage gegen den FC Schalke 04.Spielbericht bei kicker online vom 24. Oktober 2012. Danach fiel er wegen eines eingeklemmten Nervs im Rücken für mehrere Monate aus.Arsenal-Profi Serge Gnabry – „Wunderkind“ auf Bewährung. FAZ vom 13. März 2013. Weitere Liga- oder Europapokalspiele absolvierte er in der Profimannschaft in jener Spielzeit nicht. Allerdings wurde er in zwei Begegnungen des League Cups eingesetzt. auf arsenal.com, abgerufen am 22. September 2013. Auch weist sein Verein für ihn 2012/13 neben Spielen im Youth Cup, der U18-League und der NextGen Series auch 16 Einsätze in der U21 aus, bei denen er vier Treffer erzielte. auf arsenal.com, abgerufen am 22. September 2013.

In der Saison 2013/14 kam Gnabry am 22. September 2013 gegen Stoke City zu seinem zweiten Einsatz in der Premier League und lief erstmals in der Startelf auf. Am 28. September 2013 erzielte er beim 2:1-Sieg gegen Swansea City sein erstes Tor in der Premier League. Damit ist der zu diesem Zeitpunkt 18 Jahre und 76 Tage alte Gnabry nach Cesc Fàbregas der zweitjüngste Torschütze der Londoner in der Premier-League-Historie. Ende Oktober 2013 verlängerte er seinen Vertrag mit Arsenal bis 2018.Gnabry verlängert bei Arsenal bis 2018 auf kicker.de vom 28. Oktober 2013, abgerufen am 29. Oktober 2013. Gnabry absolvierte in der Spielzeit 2013/14 bis zu seinem vorläufig letzten Einsatz am 22. Februar 2014 neun Spiele und schoss ein Tor für das Erstligateam. Zudem kam er in zwei Begegnungen der Champions League jener Saison zum Einsatz.Spieler-Profil auf kicker.de, abgerufen am 7. Juli 2014. Für Arsenals U21-Team bestritt er in der 2013/14 zwei Partien und erzielte zwei Tore. Auch wurde er dreimal in der UEFA Youth League eingesetzt und traf dabei viermal ins gegnerische Tor. auf arsenal.com, abgerufen am 7. Juli 2014. In der Saison 2014/15 wurde er in der Premier League nicht eingesetzt.Spielerprofil für die Spielzeit 2014/15 auf kicker.de, abgerufen am 30. Mai 2015. Sein Verein qualifizierte sich für die Champions League und gewann den FA Cup 2014/15. In der U21 des Klubs bestritt er in jener Saison acht Ligaspiele und schoss drei Tore. auf arsenal.com, abgerufen am 30. Mai 2015.

West Brom und Rückkehr zu Arsenal Zur Saison 2015/16 wechselte Gnabry auf Leihbasis zum Ligakonkurrenten West Bromwich Albion,FC Arsenal: Serge Gnabry joins West Brom on loan, 7. August 2015, abgerufen am 8. August 2015. kam dort jedoch nur zu einem Kurzeinsatz in der Liga sowie zwei Einsätzen im League Cup.Serge Gnabry (englisch) auf arsenal.com, abgerufen am 9. August 2016.

Ende Januar 2016 wurde die Leihe beendet und Gnabry kehrte zum FC Arsenal zurück.Arsenal to recall Serge Gnabry from West Brom loan spell, abgerufen am 17. März 2016. Bis zum Saisonende wurde er dort in fünf Ligaspielen des U21-Teams eingesetzt und erzielte zwei Treffer.Saison 2015/16: Profil auf kicker.de, abgerufen am 4. August 2016. auf arsenal.com, abgerufen am 4. August 2016.

Werder Bremen Zur Saison 2016/17 wurde Gnabry vom deutschen Bundesligisten Werder Bremen verpflichtet.Perfekt: Werder verpflichtet Serge Gnabry werder.de, abgerufen am 31. August 2016. Er debütierte am 11. September 2016 (2. Spieltag) bei der 1:2-Niederlage gegen den FC Augsburg. In der darauffolgenden Woche erzielte er bei der 1:4-Auswärtsniederlage bei Borussia Mönchengladbach seinen ersten Treffer für Werder Bremen. Der Treffer wurde zum Tor des Monats gekürt. In der Hinrunde avancierte Gnabry zum Leistungsträger bei Werder, erzielte sieben Tore und galt in der schwierigen Phase, in der der Verein bis auf den Relegationsplatz fiel, als einer der Hoffnungsträger.Weserkurier: Werder-Ausnahmetalent: Gnabry – ein Lichtblick unter vielen, 22. Dezember 2016 (abgerufen am 3. Mai 2017)sport.de: Werder-Transfers: Ein Kracher, viele Flops, 1. Januar 2017 (abgerufen am 22. April 2018) Im März 2017 fiel der Offensiv-Allrounder aufgrund von Knie- und Muskelproblemen rund einen Monat aus.Kreiszeitung: Serge Gnabry fällt aus, 9. März 2017 (22. April 2018)Werder Bremen: Gnabry fällt weiterhin aus, 30. März 2017 (abgerufen am 22. April 2018) Da sich die Werderaner in Gnabrys Abwesenheit stabilisierten, verlor dieser seinen Stammplatz und stand bis zum Ende der Saison nur noch einmal in der Startelf.kicker: Reservistenrolle des Angreifers sorgt für Brisanz – Härtefall Gnabry „darf unzufrieden sein“, 2. Mai 2017 (abgerufen am 22. April 2018) Dennoch beendete er die Saison 2016/17 mit elf Toren in 27 Spieleinsätzen als zweitbester Bremer Torschütze in der Bundesliga hinter Max Kruse.Statistiken zur Saison 2016/17 auf der Webseite des Kicker-Sportmagazins, abgerufen am 23. Mai 2017. Anfang Juni 2017 nutzte er eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag, um den Verein am Monatsende zu verlassen.Meldung auf der Website des SV Werder Bremen, abgerufen am 8. Juni 2017.

TSG 1899 Hoffenheim Zur Saison 2017/18 wurde Gnabry vom FC Bayern München verpflichtet und mit einem bis zum 30. Juni 2020 laufenden Vertrag ausgestattet.Pressemitteilung auf der Homepage des FC Bayern München, abgerufen am 11. Juni 2017. Noch vor dem Ende seines Urlaubs nach der gewonnenen U21-Europameisterschaft wurde er – auf eigenen WunschGnabry will sich ausleihen lassen, sport1.de, 10. Juli 2017, abgerufen am 14. Juli 2017. – bis zum Saisonende an die TSG 1899 Hoffenheim ausgeliehen,Gnabry wechselt auf Leihbasis zur TSG 1899 Hoffenheim, fcbayern.com, 14. Juli 2017, abgerufen am 14. Juli 2017. die in der Vorsaison den vierten Tabellenplatz belegt hatte. Dort kam er am 19. August 2017 (1. Spieltag) beim 1:0-Sieg gegen seinen Ex-Klub Werder Bremen erstmals zum Einsatz, als er in der 67. Minute für Mark Uth eingewechselt wurde. Anschließend fiel er zunächst wegen einer Kapselverletzung aus. Bei seinem Comeback im Spiel gegen den FC Schalke 04 am 23. September 2017 verletzte er sich am Oberschenkel und fiel rund eineinhalb Monate aus. In der Länderspielpause kam Gnabry in der Regionalliga Südwest bei der zweiten Mannschaft der Hoffenheimer gegen den VfB Stuttgart II (3:1) zum Einsatz. Seine ersten beiden Tore erzielte er am 2. Dezember 2017 (14. Spieltag) beim 4:0-Heimsieg gegen RB Leipzig.Gnabry entscheidet die Partie aus 45 Metern, Spielbericht auf kicker.de, abgerufen am 3. Dezember 2017. Sein Treffer zum 3:0 aus 45 Metern wurde anschließend zum Tor des Monats gewählt.

Mit Beginn der Rückrunde etablierte sich Gnabry unter Trainer Julian Nagelsmann endgültig als Stammspieler im 3-5-2-System der Hoffenheimer, wo er wahlweise als hängende Spitze oder als Außenstürmer zum Einsatz kam. Er steuerte in der Rückrunde acht Tore bei und war damit einer der Garanten für den Aufschwung der TSG in der zweiten Saisonhälfte,Bundesliga: Serge Gnabry in Topform: Wird der Hoffenheimer zum Geheimkandidaten für die WM?, 3. April 2018.achtzehn99.de: Serge Gnabry: „Als Profi musst du immer liefern“, 10. April 2018.Mannheimer Morgen: Nagelsmann plant mit der Europa League, 13. April 2018. die mit Platz drei und der erstmaligen Qualifikation für die Champions League endete, nachdem Hoffenheim in der Winterpause noch auf dem siebten Tabellenplatz gelegen hatte und in den Pokalwettbewerben frühzeitig ausgeschieden war.

FC Bayern München mini|hochkant|Gnabry beim Training des FC Bayern (2018)

Im April 2018 bestätigte die TSG Hoffenheim, dass Gnabry zur Saison 2018/19 wie geplant zum FC Bayern München wechselt.Spiegel online: Gnabry wird in der nächsten Saison endgültig Münchner, 11. April 2018. Am 1. September 2018 (2. Spieltag) debütierte er in der mit 3:0 gewonnenen Bundesligabegegnung mit dem VfB Stuttgart nach Einwechslung für Franck Ribéry in der 77. Minute. Sein erstes Pflichtspieltor für München erzielte er beim 1:1 gegen den SC Freiburg am 3. November 2018 (10. Spieltag).89. Minute! Höler schockt die Bayern, Spielbericht auf kicker.de, abgerufen am 16. November 2018. In seiner ersten Saison mit den Münchnern gewann er das Double – bestehend aus der Deutschen Meisterschaft sowie dem DFB-Pokal – und wurde von den Fans des FC Bayern zum Spieler der Saison 2018/19 gewählt.Serge Gnabry ist Bayern-Spieler der Saison 2018/19, fcbayern.com, abgerufen am 22. Juni 2019. Am 1. Oktober 2019, in seinem 50. Pflichtspiel für die Bayern, traf Gnabry beim 7:2-Auswärtssieg gegen Tottenham Hotspur in der zweiten Spielhälfte viermal und erzielte damit seine ersten Tore in der UEFA Champions League. 2020 gewann er das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League. Zum Gewinn der Champions League trug er mit insgesamt neun Toren bei und war damit zweitbester Torschütze seiner Mannschaft.

Im Juli 2022 wurde sein Vertrag beim FC Bayern vorzeitig bis 2026 verlängert.FC Bayern verlängert mit Serge Gnabry bis 2026, fcbayern.com, 16. Juli 2022, abgerufen am 16. Juli 2022.