Logo Karte rahmenlos|centre 140px|Lage der Region Donau-Iller in Deutschland Basisdaten Bundesländer: Baden-Württembergund Bayern Regierungsbezirke: Tübingen und Schwaben Sitz der Verwaltung: Ulm Fläche: 5464,67 km²(31. Dezember 2021) Einwohner: 1.053.714(31. Dezember 2023) Bevölkerungsdichte: 193 Einwohner/km² Regionsgliederung: 2 Stadtkreise bzw. kreisfreie Städte und5 Landkreise Regionalverband Verbandsvorsitzender: Martin Ansbacher Verbandsdirektor: Markus Riethe Website: RegionalverbandDonau-Iller Karte299px|Region Donau-Iller 299px|Region Donau-Iller Die Region Donau-Iller (RVDI) ist eine ländergrenzenüberschreitende Planungsregion und ein Regionalverband in Baden-Württemberg und Bayern. Sie umfasst den Stadtkreis Ulm, den Alb-Donau-Kreis und den Landkreis Biberach in Baden-Württemberg sowie die kreisfreie Stadt Memmingen, den Landkreis Günzburg, den Landkreis Neu-Ulm und den Landkreis Unterallgäu in Bayern.

Landkreis/kreisfreie StadtFläche (km²) (31. Dezember 2021)Bevölkerung(31. Dezember 2023)Sitz der VerwaltungBaden-Württembergischer TeilStadtkreis Ulm 118,68 129.942 UlmAlb-Donau-Kreis 1358,54 203.873 UlmLandkreis Biberach 1409,52 208.203 Biberach an der RißBayerischer TeilMemmingen 70,11 46.120 MemmingenLandkreis Günzburg 762,40 131.596 GünzburgLandkreis Neu-Ulm 515,84 182.241 Neu-UlmLandkreis Unterallgäu 1229,57 151.739 MindelheimRegion Donau-Iller 5464,67 1.053.714 Ulm

Regionalplanung mini|363x363px|Karte der Region mit namensgebenden Flüssen, Landkreisgrenzen, sowie Ober- und Mittelzentren Als Träger der Regionalplanung in der Region Donau-Iller wurde zum 1. Januar 1973 durch Staatsvertrag zwischen den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern auf der Grundlage entsprechender Landesgesetze der Regionalverband Donau-Iller als Körperschaft des öffentlichen Rechts eingerichtet. Er war der erste länderübergreifende Verband seiner Art in Deutschland und ist als solcher bis heute einer von insgesamt 12 Regionen/Regionalverbänden in Baden-Württemberg bzw. 18 regionalen Planungsverbänden in Bayern. Die Landräte der Mitgliedskreise, die Oberbürgermeister der Städte Ulm, Memmingen und Günzburg, sowie jeweils ein Abgeordneter pro 20.000 Einwohner eines Landkreises sind automatisch Mitglieder der Verbandsversammlung. Der Sitz des Regionalverbands Donau-Iller und die Geschäftsstelle befinden sich in Ulm.

Ein wesentliches Instrument der Regionalplanung ist der Regionalplan, der ein mittelfristiges Entwicklungskonzept und die Leitlinien der künftigen räumlichen Entwicklung für die Region Donau-Iller enthält. Die Ziele der Raumentwicklung werden darin rechtsverbindlich, zum Beispiel durch die Ausweisung von Vorrang- und Vorbehaltsgebieten, festgelegt. Der Regionalplan wird in größeren zeitlichen Abständen fortgeschrieben. Die Gesamtfortschreibung des Regionalplans wurde am 5. Dezember 2023 von der Verbandsversammlung als Satzung beschlossen und am 2. Dezember 2024 vom Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg im Einvernehmen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie genehmigt. Der fortgeschriebene Regionalplan ist seit dem 21. Dezember 2024 verbindlich.

Raumplanung (Baden-Württemberg) Im baden-württembergischen Teil der Region bildet Ulm (zusammen mit Neu-Ulm) ein Oberzentrum. Es existieren die folgenden Mittelbereiche:

Biberach Blaubeuren/Laichingen Ehingen Laupheim Riedlingen

Raumplanung (Bayern) Im bayerischen Teil der Region gibt es neben dem Doppelzentrum Ulm/Neu-Ulm als weitere Oberzentren Memmingen und Günzburg/Leipheim. Es existieren ferner folgende Mittelzentren, denen im Landesentwicklungsprogramm Bayern jedoch keine Mittelbereiche mehr explizit zugewiesen sind:

Bad Wörishofen Burgau

Ichenhausen

Illertissen Krumbach (Schwaben) Mindelheim

Senden/Vöhringen

Weißenhorn

Projekte Radschnellwege Mit Beschluss der Verbandsversammlung vom 10. Dezember 2019 gab der Regionalverband eine Potenzialanalyse zur Untersuchung der Machbarkeit von Radschnellwegen in der Region in Auftrag. Hierbei wurden Achsen bestimmt entlang derer sogenannte Radschnellwege entwickelt werden sollen. Diese sollen eine weitere verkehrspolitische Alternative zu Individualverkehr und ÖPNV darstellen und orientieren sich am Vorbild der Autobahnen. Bestehende Radwege sollen verkehrsgerecht ausgebaut und verbreitert werden sowie neue Radwege gebaut werden.

Regio-S-Bahn Donau-Iller Zur Besserung An- und Verbindung der Region beauftragte der RVDI am 24. November 2009 eine Machbarkeitsstudie zur Schaffung eines S‑Bahn‑Netzes für die Region. Von 2014 bis 2016 wurde ein regionales Zielkonzept erarbeitet. Dazu wurde im September 2015 die Regio-S-Bahn Donau-Iller gegründet. Mitglieder des Vereins sind zusätzlich zu den Mitgliedern des RVDI der Landkreis Heidenheim, der Ostalbkreis und die Stadt Geislingen an der Steige. Angestrebt werden eine höhere Taktung im ÖPNV sowie die Erschließung und Reaktivierung neuer Haltestellen. Zentraler Knotenbahnhof für die Regio-S-Bahn soll der Hauptbahnhof Ulm werden. Der Gesamtkostenrahmen wird auf 700 Millionen Euro geschätzt, wovon ein Großteil durch Zuschüsse des Bundes und der Länder finanziert werden soll. Seit Dezember 2020 werden mit der RS7 (Ulm–Memmingen) und der RS71 (Ulm–Weißenhorn) zwei der zehn geplanten Linien bereits unter der neuen Firmierung geführt. Die restlichen Linien sollen bis 2030 in Betrieb genommen werden. mini|385x385px|Geplante S-Bahn mit Haltestellen +Linie geplante LinienführungNameRS2Ulm Hbf – Biberach – AulendorfSüdbahnRS21Ulm Hbf – Laupheim – Biberach – UmmendorfSüdbahn ü. LaupheimRS3Ulm Hbf – Ehingen (Donau) – RiedlingenDonaubahnRS4Ulm Hbf – Geislingen a.d. SteigeFilstalbahnRS5Ulm Hbf – Langenau – Heidenheim – AalenBrenzbahnRS51Ulm Hbf – LangenauBrenzbahnRS7Ulm Hbf – Neu-Ulm – Illertissen – Memmingen – Buxheim IllertalbahnRS71Ulm Hbf – Neu-Ulm – WeißenhornIllertalbahnRS8Ulm Hbf – Neu-Ulm – Leipheim – GünzburgDonautalbahnRS81Günzburg – Krumbach – Mindelheim – Memmingen – Buxheim Mittelschwabenbahn

Verbandsvorsitzende des Regionalverbands Donau-Iller

Der Verbandsvorsitzende ist Vorsitzender der Verbandsversammlung und der Ausschüsse. Er vertritt den Verband, leitet die Verbandsversammlung und erledigt die Geschäfte der laufenden Verwaltung. Er bereitet die Sitzungen der Verbandsversammlung und der Ausschüsse vor und vollzieht deren Beschlüsse. Der Verbandsvorsitzende wird abwechselnd aus der Mitte der baden-württembergischen und der bayerischen Vertreter gewählt.

1973–1976: Georg Simnacher, Landrat des Landkreises Günzburg 1976–1979: Wilfried Henger, Oberbürgermeister der Stadt Ehingen/Donau 1979–1982: Franz-Josef Schick, Landrat des Landkreises Neu-Ulm 1982–1985: Wilfried Steuer, Landrat des Landkreises Biberach 1985–1988: Hermann Haisch, Landrat des Landkreises Unterallgäu 1988–1991: Ernst Ludwig, Oberbürgermeister der Stadt Ulm 1991–1994: Ivo Holzinger, Oberbürgermeister der Stadt Memmingen 1994–1997: Wolfgang Schürle, Landrat des Alb-Donau-Kreises 1997–2000: Hubert Hafner, Landrat des Landkreises Günzburg 2000–2003: Peter Schneider, Landrat des Landkreises Biberach 2003–2006: Erich Josef Geßner, Landrat des Landkreises Neu-Ulm 2006–2009: Ivo Gönner, Oberbürgermeister der Stadt Ulm 2009–2012: Hans-Joachim Weirather, Landrat des Landkreises Unterallgäu 2012–2015: Heinz Seiffert, Landrat des Alb-Donau-Kreises 2015–2016: Ivo Holzinger, Oberbürgermeister der Stadt Memmingen 2016–2016: Markus Kennerknecht, Oberbürgermeister der Stadt Memmingen 2017–2018: Manfred Schilder, Oberbürgermeister der Stadt Memmingen 2018–2021: Heiko Schmid, Landrat des Landkreises Biberach 2021–2024: Hans Reichhart, Landrat des Landkreises Günzburg 2024–heute: Martin Ansbacher, Oberbürgermeister der Stadt Ulm

Verbandsdirektoren des Regionalverbands Donau-Iller

1973–1978: Ernst Ludwig 1978–1997: Klaus Remmele 1998–2002: Joachim Strauß 2002–2008: Julian Osswald seit 2008: Markus Riethe

Weblinks Internetpräsenz des Regionalverbandes Donau-Iller Region Donau-Iller

Einzelnachweise

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