Red Tails ist ein Kinofilm des Regisseurs Anthony Hemingway, der auf dem Roman Red Tails, Black Wings: The Men of America’s Black Air Force von John B. Holway basiert, welcher die ersten schwarzen Militärpiloten (die Tuskegee Airmen) zum Thema hat. Der Film kam am 20. Januar 2012 in die amerikanischen Kinos, der Kinostart in Deutschland war am 15. November 2012.
Handlung Eine Gruppe afroamerikanischer Jagdflieger der 332nd Fighter Group wird 1944 nach Italien in den Kampfeinsatz geschickt, nachdem sie während Rekrutierung und Ausbildung zahlreichen rassistischen Diskriminierungen ausgesetzt waren. Als sogenannte Tuskegee Airmen müssen sie mit veralteten und verschlissenen Curtiss P-40 Warhawk Angriffe auf Straßentransporte und Eisenbahnzüge fliegen – statt gemäß ihrer Qualifikation über Deutschland gegen die Luftwaffe zu fliegen. Die Einheit erhält später die Presidential Unit Citation.
Hintergrund
Im Zweiten Weltkrieg wurden am Tuskegee Institute in Tuskegee, Alabama, die sogenannten Tuskegee Airmen als Kampfpiloten ausgebildet. Diese Männer waren die ersten schwarzen Kampfpiloten des USAAC – die Rassentrennung in den US-Streitkräften galt noch bis zur Executive Order Nr. 9981 des US-Präsidenten Harry S. Truman am 26. Juli 1948. Trotz oder gerade wegen zahlreicher Schikanen vonseiten der Vorgesetzten, der Ausbilder und der Bevölkerung wurden sie eine der besten Einheiten des Krieges und verloren bei 179 Einsätzen nur 25 der Bomber, die sie beschützten, durch gegnerische Jagdflugzeuge. Es gelang ihnen, weit über 100 deutsche Flugzeuge zu zerstören. Darunter waren auch drei Düsenjäger Messerschmitt Me 262, die alle im Luftkampf über Berlin abgeschossen wurden. Tuskegee Airmen griffen 1944 ein deutsches Torpedoboot (TA-22, ehemals italienischer Zerstörer „Giuseppe Missori“) im Mittelmeer an und beschädigten es schwer. Im gleichen Jahr gelang es dem Leutnant Charles M. Lester, bei einem Einsatz drei deutsche Messerschmitt Bf 109 abzuschießen. Die amerikanischen Jagdpiloten hatten den großen Vorteil, dass die deutschen Jäger den Befehl hatten, sich ausschließlich auf das Abschießen der Bomber zu konzentrieren und sich nicht in Kämpfe mit den Begleitjägern verwickeln zu lassen.Das waren die deutschen Jagdflieger-Asse: 1939-1945 von Raymond F. Toliver und Trevor J. Constable Während der Kriegshandlungen beklagten die Tuskegee Airmen 66 Gefallene. 32 Piloten gerieten in deutsche Gefangenschaft.
Rezeption Kritiken
Auszeichnungen Vorführung im Weißen Haus Am 2. Februar 2012 führten US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle den Film als Gastgeber vor einer Gruppe von Tuskegee Airmen auf. Bei der Vorstellung im Kinosaal des Weißen Hauses mit 40 Plätzen waren auch der Produzent George Lucas und der Schauspieler Cuba Gooding Jr. eingeladen.
Nominierungen 2012: Nominierung für den Saturn Award als bester Action-/Adventure-/Thriller-Film 2012: Nominierung für den Teen Choice Award als Choice Movie: Action 2012: Nominierung für die BET Awards als Best Movie
Preis 2013: NAACP Image Award: Bester Film
Spielfilm 1995 Im Spielfilm Die Ehre zu fliegen aus dem Jahr 1995 wurden Episoden aus der Geschichte der Tuskegee Airman bereits einmal verfilmt.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 2012 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Zweiter Weltkrieg im Film Kategorie:Literaturverfilmung Kategorie:Kriegsfilm Kategorie:Luftfahrt im Film Kategorie:Rassentrennung im Film