Kochenbach ist ein Ortsteil der Stadt Königswinter im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis. Er gehört zum Stadtteil Eudenbach und zur Gemarkung des Oberhaus, am 31. Dezember 2025 zählte er 45 Einwohner.
Geographie Der Weiler Kochenbach liegt am Rande des Niederwesterwalds im Nordwesten der Asbacher Hochfläche auf einem nach Nordwesten zum gleichnamigen Kochenbach, einem Zufluss des Quirrenbachs, abfallenden Gelände. Die Ortschaft zieht sich entlang der Kreisstraße 26 (Brüngsberg–Eudenbach) und umfasst Höhenlagen zwischen und . Zu den nächstgelegenen Ortschaften gehören Quirrenbach im Norden, Rostingen und Faulenbitze im Nordosten, Wülscheid im Südosten und Brüngsberg im Westen (Stadt Bad Honnef).
Geschichte Kochenbach geht auf einen Hof zurück, der urkundlich 1398 als Kocherbach in Erscheinung trat. Er war mindestens bis zum 15. Jahrhundert eine Besitzung der Burggrafen von Drachenfels.Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein, insbesondere die alte Erzdiöcese Köln. Vierundfünzigstes Heft. J. & W. Boisserées Buchhandlung, Köln 1892, S. 67/68Franz Irsigler: Die Wirtschaftsführung der Burggrafen von Drachenfels im Spätmittelalter. In: Königswinter in Geschichte und Gegenwart, Heft 5, 1994, S. 76
Kochenbach gehörte zur Honschaft Oberhau, einer von zuletzt fünf Honschaften, aus denen sich das Kirchspiel Oberpleis im Amt Blankenberg bis zur Auflösung des Herzogtums Berg im Jahre 1806 zusammensetzte.Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 309 ff. Anschließend war Kochenbach Teil der Kataster- bzw. Steuergemeinde Oberhau im Verwaltungsbezirk der Bürgermeisterei Oberpleis und wurde 1845/46 mit dem Oberhau in die neu gebildete Gemeinde Oberpleis eingegliedert. Bei Volkszählungen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Kochenbach noch als Hof verzeichnet, 1843 umfasste es zwei und 1885 bereits drei Wohngebäude.
Die einzige Hofanlage des Ortes wird heute als Reitsportschule (Pensions- und Ausbildungsstall) mit Schwerpunkt Vielseitigkeitsreiten genutzt.Haus am Kochenbach, Siegfried Blum
Einwohnerentwicklung JahrEinwohner1816A. A. Mützell: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des Preußischen Staats, Verlag K. A. Kümmel, Halle 1821, Zweiter Band, S. 362131828Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolaische Buchhandlung, Berlin und Stettin 1830, S. 303151843Königliche Regierung zu Cöln: Uebersicht der Bestandtheile u. Verzeichniß sämmtlicher Ortschaften des Regierungs-Bezirks Cöln. Cöln 1845, S. 104. (Online ub.uni-duesseldorf.de)111885201905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Heft XII Rheinprovinz. Berlin 1909, S. 151.161950Karl-Hermann Uhlenbroch: Oberhau. Vergangenes und Erlebtes am Rande des Siebengebirges. Eudenbach 1981, S. 17.24198152
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Königswinter Kategorie:Oberhau Kategorie:Eudenbach Kategorie:Ersterwähnung 1398 Kategorie:Ausbildungsstall