Young-Holt Unlimited war ein US-amerikanisches Instrumental-Soul-Jazz-Duo der späten 1960er Jahre, das aus dem Ramsey Lewis Trio hervorgegangen ist. Ihr größter Hit war das Instrumentalstück Soulful Strut von 1968.

Bandgeschichte Bis 1966 bildeten der Jazz-Bassist Eldee Young und der Schlagzeuger Redd Holt zusammen mit dem Jazz-Pianisten Ramsey Lewis das „Ramsey Lewis Trio“. Dann trennten sie sich von Lewis und machten zusammen mit dem Pianisten Don Walker als „Young Holt Trio“ weiter. Mit dem Titel Wack Wack von ihrem gleichnamigen Debütalbum hatten sie 1967 einen Top-40-Hit in den US-Charts. Später nannte sich die Formation „The Young Holt“ und ab 1968, nachdem Walker durch Ken Chaney ersetzt worden war, „Young-Holt Unlimited“.

Der Instrumentaltitel Soulful Strut ist das bekannteste Lied des Duos. Es erreichte im Jahr 1968 Platz 3 der US-Singlecharts und war ein Millionenseller (Goldstatus). Das zugehörige Album kam in den Billboard 200 ebenfalls in die Top 10. Das Instrumentalstück ist auch die Basis für Am I the Same Girl von Barbara Acklin, das Klavier ersetzte den Gesang. Geschrieben hatten ihn Eugene Record und William Sanders. Acklin veröffentlichte ihr Lied erst ein Jahr später und hatte damit noch einen kleineren Hit in den USA (Platz 79 (Barbara Acklin) in den US-Charts), Dusty Springfield brachte es im selben Jahr mit einer Coverversion in die UK-Charts (Platz 43 (Dusty Springfield) in den UK-Charts). Swing Out Sister kamen mit dem Lied 1992 international erneut in die Hitparaden, unter anderem in Deutschland auf Platz 53Am I the Same Girl (Swing Out Sister) in den Charts: DE. 1998 wurde das Instrumental von Young-Holt Unlimited im Film Ein Zwilling kommt selten allein verwendet.

Young-Holt Unlimited löste sich nach nachlassendem Erfolg im Jahr 1974 auf.Julia Edenhofer: Das Große Oldie Lexikon, S. 650 1983 schlossen sich Holt und Young wieder mit Ramsey Lewis zusammen.

Diskografie

Studioalben

Weitere Studioalben 1967: Feature Spot (als The Young Holt) 1967: The Beat Goes On 1968: Funky But! 1970: Mellow Dreamin’ 1971: Born Again 1973: Oh, Girl 1973: Plays Super Fly

Livealben 1967: On Stage 1968: Live at the Bohemian Caverns

Kompilationen 1986: Wack Wack 1995: The Best of Young-Holt Unlimited (Brunswick) 2004: The Best of Young-Holt Unlimited (Collectables) 2005: The Definitive

Singles

Weitere Singles 1967: Ain’t There Something That Money Can’t Buy 1967: The Beat Goes On 1967: Yon Gimme Thum 1968: Give It Up 1969: Young and Holtful 1969: Straight Ahead 1969: Horoscope 1970: Mellow Dreaming 1971: Luv-Bugg 1971: Hot Pants 1972: Oh Girl 1973: Super Fly 1973: Could It Be I’m Falling in Love

Literatur Julia Edenhofer: Das Große Oldie Lexikon, Bastei-Lübbe 1991, ISBN 3-404-60288-9. Jay Warner: The Billboard Book of American Singing Groups. A History 1940–1990. New York City / New York: Billboard Books, 1992. Todd Decker: Music Makes Me: Fred Astaire and Jazz. University of California 2011, ISBN 0-520-26890-3.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Jazzband Kategorie:Soulband Kategorie:US-amerikanische Band