Manuel Herz (* 1969 in Düsseldorf) ist ein deutscher Architekt.
Leben Manuel Herz ist der Sohn des Professors für Soziologie an der Universität Siegen Thomas Aage Herz (1938–1995) und der Juristin und Richterin Ruth Herz (1943–2023). Manuel Herz studierte Architektur an der RWTH Aachen und der Architectural Association School of Architecture in London.
Er gehört dem Beirat der Bundesstiftung für Baukultur der Bundesrepublik Deutschland an und lehrte in London, Rotterdam und Cambridge. Seit dem Jahr 2006 leitet Herz das Institut „Stadt der Gegenwart“ am ETH Studio in Basel zusammen mit Jacques Herzog und Pierre de Meuron, wo er auch ein eignes Architekturbüro betreibt. Ein weiteres Büro befindet sich in Köln. Von 2012 bis 2014 war Herz zudem Gastprofessor für Architekturdesign an der ETH Zürich. Seit 2015 hat er eine Professur am Fachbereich Urban Studies an der Universität Basel.
Bekannt wurde Herz in Deutschland vor allem durch den Bau der im Stil des Dekonstruktivismus gehaltenen Neuen Synagoge Mainz in den Jahren 2008–2010. Auf der 15. Architekturbiennale in Venedig 2016 gestaltete und kuratierte er gemeinsam mit der National Union of Sahrawi Women den Pavillon der Westsahara. mini|Legal/Illegal - Köln-Bayenthal, Goltsteinstr. 110
Bauten mini|Neue Synagoge Mainz 2004: Legal/Illegal, Goltsteinstraße 110, Köln-BayenthalLegal/Illegal. Ulrich Grützner (Text), Manuel Herz (Fotos), April 2004. 2010: Neue Synagoge Mainz 2017: Ballet Mécanique, Zürich 2017: Mehrfamilien-Wohnungsbau 'Arthron', Köln-Bayenthal 2018: Sozialer Wohnungsbau, Lyon 2021: Symbolische Synagoge im Holocaust-Gedenkzentrum Babyn Jar, Kiew, Ukraine 2021: Krankenhaus von Tambacounda, Senegal 2025: Schweizer Pavillon der Expo 2025, Osaka
Auszeichnungen 2003: Kölner Architekturpreis für Legal/Illegal 2003: Architekturpreis Beton für Legal/IllegalÄsthetisches Gesamtereignis. Architekturpreis Beton 2003 vergeben. BauNetz, 18. Mai 2004. 2010: Kulturpreis Kunst und Ethos des Verlags Schnell und Steiner (Verlag Schnell und Steiner; PDF-Datei; 2,9 MB) 2011: Deutscher Fassadenpreis für vorgehängte hinterlüftete Fassaden für das jüdische Gemeindezentrum MainzPreisträger Deutscher Fassadenpreis 2011: Jüdisches Gemeindezentrum, Mainz und Broschüre Ausgezeichnete Architektur. Deutscher Fassadenpreis 2011 für vorgehängte hinterlüftete Fassaden (VHF) des FVHF. 2015: Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste
Literatur MetroBasel Comic; Jacques Herzog, Pierre de Meuron, Manuel Herz, ETH Studio Basel, 2009 Synagogen-Zentrum Mainz – Licht der Diaspora; Manuel Herz (Broschüre) From Camp to City – Refugee Camps of the Western Sahara; Manuel Herz (Hrsg.); Verlag Lars Müller, 2012 Nairobi, Kenya Migration Shaping the City; Shadi Rahbaran und Manuel Herz; Verlag Lars Müller, 2014 African Modernism - The Architecture of Independence, Manuel Herz (Hrsg.), Park Books, Zürich, 2015, ISBN 3-906027-74-0
Weblinks
manuelherz.com
Ausdruck des Göttlichen – Architekt Manuel Herz erläutert Synagogen-Konzept vom 28. Juli 2009 in der Rhein Main Presse Licht der Diaspora – Synagoge von Manuel Herz in Mainz eingeweiht 3. September 2010 Manuel Herz auf Perlentaucher
Einzelnachweise
Kategorie:Architekt (Deutschland) Kategorie:Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1969 Kategorie:Mann