Sina ist ein immer wieder benutzter Name für China, der sich historisch aus der lateinischen bzw. altgriechischen Sprache herleitet. Im Deutschland des 18. Jahrhunderts (um 1700) war der Begriff Sina die gebräuchliche Bezeichnung für China.
Etymologie Zur Entstehung des Namens Sina gibt es verschiedene Theorien.
Während die Chinesen ihr eigenes Land „Zhongguo“ (), nennen, wird es in der übrigen Welt beinahe überall als China oder Sina bezeichnet. Der moderne Begriff China existiert so in keiner historischen chinesischen Quelle und ist nicht-chinesischen Ursprungs.
Das Wort China leitet sich wahrscheinlich von dem alten chinesischen Wort Qin (historische Schreibung Chin, ) ab, dem Namen des chinesischen Fürstentums (später „Königreich“ bzw. „Staat“ ), 778–207 v. Chr., aus dem die Qin-Dynastie (221–207 v. Chr.) hervorging. Nach jahrelangen Eroberungskriegen unter dem König der Qin wurden die verschiedenen Königreiche des heutigen Chinas 221 v. Chr. geeint und zu einem Kaiserreich.
Seit dieser Zeit ist der Name Qin vermutlich auf Umwegen entlang der Seidenstraße bis nach Europa gelangt. Der Buchstabe „Q“, der in der amtlichen Pinyin-Umschrift benutzt wird, wird im chinesischen ungefähr wie „tch“ ausgesprochen, mit einem weichen „ch“ und einem harten „t“-Anlaut.
Geschichtlich Sinae, lateinischer Name für China Chin oder Sina () alte chinesische Form des altindischen Namens cīna (Sanskrit ) Shina (, Hiragana , Katakana ), altes japanisches Lehnwort aus dem Sanskrit für China.
Der Name Sina wird auch als Begründung gewählt, dass die unklare Ortsangabe „Sinim“ in Jesaja 49,12 besonders gerne als China gedeutet wird.
In sprachlichen Begriffen Sina Corporation – ein Internetunternehmen aus China „Das Land der Sinim“ in Jesaja 49,12 wird unter anderem als das Land der Chinesen gedeutet. Apfelsine – Der Apfel aus China, auf Niederländisch Sinaasappel. Sino – als Wortbestandteil beispielsweise in sino-japanische Lesung, Sino-amerikanische Beziehung, Sinoamerikaner. Sinologie – ein Fachgebiet der Sprach- und Kulturwissenschaften Sinopec – Name eines chinesischen Ölkonzerns
Literatur Konrad Rossberg: Deutsche Lehnwörter in alphabetischer Anordnung. H. Risel, 1881, Boris Parashkevov: Wörter und Namen gleicher Herkunft und Struktur. Walter de Gruyter, 2004, ISBN 978-3-11-017469-4, S. 56.
Einzelnachweise Die historische Schreibung ist heute obsolet in China. Der Begriff „Sina“ (chin. „Zhina“, jap. „Shina“, sansk. „Cina“) mit den folgenden chinesische bzw. japanische Schriftzeichen bzw. " ist eine historische Lehn-Bezeichnung für China aus dem Sanskrit. Die Nutzung des alleinstehenden Begriffs „Zhina“ bzw. „Shina“ – " mit dieser Hanzi-Schreibweise (Kanji-Schreibweise) gilt heute sowohl in China als auch in Japan als beleidigend bzw. offensiv. Aufgrund Missbrauch und Nutzung des Begriffs zur Zeit des Zweiten Weltkriegs seitens Japans ist diese Bezeichnung für China heute in Asien, insbesondere in den betroffenen Ländern und dessen Bevölkerung, historisch belastet und soll folglich sensibel eingesetzt werden. Die japanische Kana-Schreibweise – „Shina“ ist hingegen in Japan noch häufig in beispielsweise wissenschaftliche Bezeichnungen oder ähnliches anzutreffen.
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