Halt mal die Bombe, Liebling (Originaltitel: Che gioia vivere) ist eine italienisch-französische Filmkomödie des Regisseurs René Clément aus dem Jahr 1961. Die deutsche Erstaufführung erfolgte am 20. Dezember 1963.

Handlung Ulysse, ein enttäuschter, politisch desinteressierter junger Mann, der sich vor allem zu schönen Frauen hingezogen fühlt, entscheidet sich nach seinem Militärdienst im Rom von 1921 zu bleiben, das gerade den Aufstieg des Faschismus erlebt.

Aus Geldnot tritt er den Schwarzhemden bei und bekommt die Aufgabe, die Urheber von antifaschistischen Flugblättern, die in der Stadt kursieren, zu suchen. Ulysse findet heraus, dass die Flugblätter aus einer Druckerei stammen, die von einer Familie von Anarchisten betrieben wird. Anstatt seine Pflicht zu tun und die Druckerei zu melden, bemüht er sich dort eine Anstellung als Lehrling zu bekommen, insbesondere da er sich für die Tochter des Besitzers interessiert.

Eine Serie von Missverständnissen führt dazu, dass er als gefährlicher Terrorist gesucht wird.

Kritiken Der Spiegel schrieb 1968, Clement habe die Fabel von Zynismen gereinigt, und kommt zum abschließenden Urteil: „Knapp unterhalb der echten Komödie und hoch oberhalb trivialen Klamauks bringt er mit Hilfe des exzellenten Kameramanns Decae sowie der Darsteller Barbara Lass (Franca) und Alain Delon (Odysseus) seine Politburleske ins Ziel.“

Der Filmdienst ist überwiegend positiver Meinung zum Film: „Eine temperamentvolle und temporeiche Burleske, die sich über den politischen Extremismus im Rom der 20er Jahre lustig macht. Durch die schwankhaft-satirische, stets sehr unterhaltsame Gestaltung verliert freilich die Zeitbetrachtung etwas an Gewicht.“

Synchronisation Die deutsche Synchronisation stammt von 1963. Das Dialogbuch schrieb M. Z. Thomas. Die Synchronregie führte Rolf von Sydow.

RolleDarstellerSynchronsprecher Ulysse Cecconato Alain Delon Wolfgang Draeger Franca Fossati Barbara Lass Helga Anders Olinto Fossati Gino Cervi Werner Lieven Rosa Fossati Rina Morelli Alice Franz Großvater Fossati Carlo Pisacane Anton Reimer Friseur Paolo Stoppa Leo Bardischewski Bombenleger Aroldo Tieri Ernst Konstantin Turiddu Giampiero Littera Gig Malzacher Isabella Didi Perego Rosemarie Fendel Aviatico Fossati Luigi Giuliani Horst Raspe Universo Fossati Jacques Stanislawski Kurt E. Ludwig Martirio Fossati Stefano Valle Erich Ebert Professor Annibale Ninchi Klaus W. Krause Mareschallo Nando Bruno Willy Friedrichs Gefängnispfarrer Luigi Visconti Eric Jelde Faschist Robert Hundar Herbert Weicker Priester Gastone Moschin Norbert Gastell

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1961 Kategorie:Italienischer Film Kategorie:Französischer Film Kategorie:Filmkomödie Kategorie:Literaturverfilmung Kategorie:Anarchismus im Film Kategorie:René Clément