Die Liste der Stolpersteine in Berlin-Köpenick enthält die Stolpersteine im Berliner Ortsteil Köpenick im Bezirk Treptow-Köpenick, die an das Schicksal der Menschen erinnern, die im Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Spalten der Tabelle sind selbsterklärend. Die Tabelle erfasst insgesamt 25 Stolpersteine und ist teilweise sortierbar; die Grundsortierung erfolgt alphabetisch nach dem Familiennamen.

Bild Name Standort Koordinate (15px) Verlegedatum Leben 100px Alt-Köpenick 18 Bruno Bernstein wurde am 22. August 1879 in Neidenburg geboren. Er studierte Zahnmedizin in Berlin und arbeitete ab Beginn des 20. Jahrhunderts als Zahnarzt. 1909 wurde er zum Stellvertreter des Vorstandes der „Synagogengemeinde Cöpenick“ gewählt. Auf Grundlage der Nürnberger Gesetze war er gezwungen, seine Praxis aufzugeben und sein Mandat in der Preußischen Zahnarztkammer niederzulegen. Er musste aus Köpenick wegziehen und durfte nur als „Zahnbehandler nur für Juden“ tätig sein. Er wurde am 2. März 1943 mit dem 32. Osttransport nach Auschwitz deportiert, wo er als verschollen gilt. 100px Alt-Köpenick 18 Rosa Bernstein wurde am 8. Dezember 1879 in Berlin als Rosa Stein geboren. Sie wurde am 17. März 1943 zunächst nach Theresienstadt deportiert, am 18. Mai 1944 wurde sie weiter nach Auschwitz verschleppt. Dort gilt sie als verschollen. 100px Alt-Köpenick 34 100px Wendenschloßstraße 172(ehem. Wendenschloßstraße 62) 100px Salvador-Allende-Straße 43(ehem. Achenbachstraße 83) Georg Eppenstein wurde am 7. Dezember 1867 in Berlin-Nikolassee geboren. Seit 1928 betrieb der promovierte Chemiker an dieser Adresse die Ruilos Knoblauch Verwertung GmbH und wohnte hier mit seiner Frau und seiner Tochter. Obwohl er konfessionslos war, wurden er und seine Familie bereits im Frühjahr 1933 antisemitisch beschimpft. Während der Köpenicker Blutwoche wurde Georg Eppenstein am 21. Juni 1933 von zwei SA-Leuten aus seiner Wohnung geholt und noch vor dem Haus misshandelt. Anschließend wurde er in das Lokal Demuth verschleppt und weiter misshandelt, bevor er in das Amtsgerichtsgefängnis Köpenick gesperrt wurde. Als er von dort entlassen wurde, konnte er aufgrund der erlittenen Verletzungen weder sehen noch hören. Am 3. August 1933 erlag er in der Charité seinen Verletzungen. Dies war der erste Stolperstein im Bezirk Treptow-Köpenick. Der Stolperstein wurde bei Bauarbeiten beschädigt und am 23. März 2010 durch einen neuen ersetzt. 100px Essenplatz 9 Opfer der Köpenicker Blutwoche 100px Friedrichshagener Straße 38–39 Julius Fromm wurde 4. März 1883 als Israel Fromm in Konin geboren.Fromms zieht der Edelmann beim Mädel an. Spiegel Online; abgerufen am 15. September 2022 Er emigrierte, nach dem Zwangsverkauf seines Unternehmens 1938, mit seiner Familie nach London, wo er am 12. Mai 1945, wenige Tage nach dem Kriegsende in Europa, verstarb.Gedenken an Julius Fromm – Ein Stolperstein für den Erfinder des Kondoms. In: Berliner Zeitung, 17. Oktober 2014 100px Hirschgartenstraße 2 100px Hirschgartenstraße 2 100px Schmausstraße 2 Opfer der Köpenicker Blutwoche 100px Heidekrugstraße 67 Opfer der Köpenicker Blutwoche 100px Mahlsdorfer Straße 94 100px Mahlsdorfer Straße 94 100px Mahlsdorfer Straße 94 100px Grüne Trift 32A 100px Janitzkystraße 37 100px Janitzkystraße 37 100px Janitzkystraße 37 100px Pohlestraße 12 Opfer der Köpenicker Blutwoche 100px Anton Schmaus Schmausstraße 2 Das SPD-Mitglied Anton Schmaus ist eines der Opfer der Köpenicker Blutwoche. Bei der Stürmung des Hauses der Familie Schmaus durch ein SA-Rollkommando erschoss der 22-jährige Anton Schmaus in Notwehr drei SA-Männer. Später stellte er sich selbst der Polizei. Während der Überführung ins Polizeipräsidium schossen ihn SA-Leute an. An diesen Verletzungen verstarb Anton Schmaus am 16. Januar 1934. 100px Schmausstraße 2 Opfer der Köpenicker Blutwoche 100px Stellingdamm 36 Opfer der Köpenicker Blutwoche 100px Ostendorfstraße 19 die "Die Ehrungen Werner Syltens" auf "werner-sylten-stiftung.de" Werner Sylten (* 9. August 1893 in Hergiswil am See, Schweiz; † 12. August 1942 in der NS-Tötungsanstalt Hartheim in Oberösterreich)Biografie von Werner Sylten auf "werner-sylten-stiftung.de" 100px Mandrellaplatz 1 100px Mandrellaplatz 1

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