Die Liste der Stolpersteine in Berlin-Westend enthält die Stolpersteine im Berliner Ortsteil Westend im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, die an das Schicksal der Menschen erinnern, die im Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Spalten der Tabelle sind selbsterklärend. Die Tabelle erfasst insgesamt 159 Stolpersteine und ist teilweise sortierbar; die Grundsortierung erfolgt alphabetisch nach dem Familiennamen.

Bild Name Standort Verlege­datum Leben 100px Hessenallee 9 Luise Ehrenstein (* 26. Juni 1856 in Szentistvanfalva, Österreich-Ungarn) heiratete Josef Baeck (* 1848). Sie wohnten in Wien, wo ihnen 4 Kinder geboren wurden. Ehemann Josef verstarb Anfang des 20. Jahrhunderts. Die beiden Töchter, Else und Grethe, wurden Schauspielerinnen. Else arbeitete ab 1915 an der Volksbühne Berlin, Theater am Bülowplatz. Sie wohnte in der Gleditschstraße 43 II. Ab 1925 ist unter dieser Anschrift auch ihre Mutter Luise gemeldet. Luise Baeck wurde am 14. September 1943 in die Sammelstelle Iranische Straße 2 gebracht, am 15. November 1943 nach Theresienstadt deportiert und dort am 17. Februar 1944 ermordet. 100px Westendallee 45 100px Königin-Elisabeth-Straße 58 Martha Barth, geb. Bloch am 6. Juli 1867 in Leobschütz. Sie wurde am 20. November 1942 nach Theresienstadt deportiert und am 13. April 1943 ermordet. 100px Waldschulallee 7 Eva Susanne Baruch, geboren am 11. Januar 1923 in Köslin, war Schwesternschülerin im Jüdischen Krankenhaus. Sie wurde am 26. Oktober 1942 zusammen mit ihren Eltern (s. Roscherstraße 7) nach Riga deportiert und dort in den Wäldern von Bikernieki am 28. Oktober 1942 ermordet. Der Stolperstein wurde im Auftrag ihres Bruders, Prof. Leslie Baruch Brent, London, verlegt. 100px Stormstraße 10 Dr. med. vet. Ludwig Beermann, geb. 20. Januar 1864 in Schermeisel/Kreis Oststernberg. Der Besitzer des Hauses Stormstraße 10 war Freimaurer und als solcher eine Weile stellvertretendes Mitglied des Ehrenrates. Er wählte am 30. Juli 1941 den Freitod vor der befürchteten Deportation. freimaurerei.de 100px Alte Allee 9–11 Eine frühere Version des Steins wurde am 23. Juni 2015 verlegt (Foto des damals verlegten Steins) und am 14. November 2015 durch die korrigierte Fassung ersetzt. 100px Kaiserdamm 22 Cato Bontjes van Beek, geboren am 14. November 1920 in Bremen, schloss sich der Widerstandsgruppe Rote Kapelle um Harro Schulze-Boysen an und schrieb an einem sechsseitigen Flugblatt mit, das zum Umsturz aufforderte. Sie wurde am 20. September 1942 von der Gestapo verhaftet, am 8. Januar 1943 vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt und am 5. August 1943 im Strafgefängnis Plötzensee durch das Fallbeil hingerichtet. 100px Frankenallee 14 100px Frankenallee 14 100px Eichkampstraße 122 100px Theodor-Heuss-Platz 2 100px Theodor-Heuss-Platz 2 100px Theodor-Heuss-Platz 2 100px Theodor-Heuss-Platz 2 100px Theodor-Heuss-Platz 2 100px Kaiserdamm 22 Edith Broh, geb. Goldlust, am 3. Dezember 1906 in Berlin, wurde am 14. November 1941 mit dem V. Transport nach Minsk deportiert und ermordet. 100px Kaiserdamm 22 Hedwig Broh, geb. Brick, am 5. Dezember 1879 in Berlin wurde am 14. November 1941 mit dem V. Transport nach Minsk deportiert und ermordet. 100px Eschenallee 13a Margarete Bruck, geb. Hahlo, Jahrgang 1887, wurde 1942 deportiert und in Minsk ermordet. Das Todesdatum ist unbekannt. 100px Eschenallee 13a Dr. Martin Bruck, Jahrgang 1878, wurde 1942 deportiert und in Minsk ermordet. Das Todesdatum ist unbekannt. 100px Am Vogelherd 20 100px Lindenallee 4 100px Bredtschneiderstraße 10 100px Bredtschneiderstraße 10 100px Zikadenweg 49 100px Eichkatzweg 33 Cordelia Edvardson wurde am 1. Januar 1929 in München als Tochter der katholischen Schriftstellerin Elisabeth Langgässer und des jüdischen Staatsrechtlers Hermann Heller geboren. Mit 15 Jahren wurde sie trotz eines Rettungsversuchs durch ihre Mutter (Adoption durch ein spanisches Ehepaar) am 10. März 1944 nach Theresienstadt und von dort nach Auschwitz deportiert. Schwer an Tuberkulose erkrankt, gelangte sie im Mai 1945 durch die Rettungsaktion der Weißen Busse nach Schweden, wo sie eine erfolgreiche Journalistin wurde. Sie lebte dreißig Jahre lang als Auslandskorrespondentin in Israel und verstarb am 29. Oktober 2012 in Stockholm. Ihr Schicksal schildert sie in dem autobiografischen Roman „Gebranntes Kind sucht das Feuer“ (dtv München 2005). 100px Meerscheidtstraße 13 100px Heerstraße 15 früher Kaiserdamm 67 Charlotte Fontheim, geb. Marck, am 10. März 1891 in Berlin. Sie wurde gemeinsam mit ihrem Ehemann Georg Martin Fontheim und ihrer Tochter Eva Irene am 12. Januar 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. 100px Heerstraße 15 früher Kaiserdamm 67 Eva Irene Fontheim geb. am 18. Juli 1927 in Berlin. Sie wurde gemeinsam mit ihren Eltern Georg Martin Fontheim und Charlotte Fontheim am 12. Januar 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. 100px Heerstraße 15 früher Kaiserdamm 67 Dr. Georg Martin Fontheim, Rechtsanwalt und Notar, geb. am 30. August 1881 in Berlin. Er wurde gemeinsam mit seiner Ehefrau Charlotte Fontheim und seiner Tochter Eva Irene mit dem 26. Osttransport am 12. Januar 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. 100px Eschenallee 20 100px Kastanienallee 23 Dr. Elisabeth Charlotte Gloeden, geb. Kuznitzky, am 9. Dezember 1903 in Köln, war eine deutsche Juristin und im Widerstand gegen das NS-Regime. Sie war mit Erich Gloeden verheiratet. Das Ehepaar nahm den in Zusammenhang mit dem Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 gesuchten General der Artillerie Fritz Lindemann in seine Wohnung auf. Elisabeth Gloeden wurde mit ihrem Mann und ihrer Mutter Elisabeth Kuznitzky verhaftet und vor dem Volksgerichtshof angeklagt. Sie wurde zum Tode verurteilt und im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee enthauptet.