Hans-Peter Porzner (* 1. Juni 1958 in Würzburg) ist ein deutscher Künstler, Autor und Kunsthistoriker.
mini|Hans-Peter Porzner vor und hinter einem roten Rahmen (2023) Leben und Werk Hans-Peter Porzner besuchte zunächst das Röntgen-Gymnasium WürzburgRoland Röhrich, Winfried Stadtmüller: Jahresbericht 1971/72. Röntgen-Gymnasium Würzburg, Würzburg 1972, S. 18 (Klasse 7 b). und wechselte dann an das Friedrich-Koenig-Gymnasium in Würzburg.Jahresbericht 1975/76. Friedrich-Koenig-Gymnasium Würzburg, Würzburg 1976, S. 43. Er studierte ab 1979 Philosophie, Kunstgeschichte und Volkskunde in Würzburg und setzte das Studium ab 1981 in München fort. Er studierte Malerei bei Hans Baschang und von 1984 und 1985 bei Heinz Butz an der Akademie der Bildenden Künste München. Erste Ausstellungen zeigte er in München ab 1988 auf der Website der Hamburger Kunsthalle, ein|räumen ARBEITEN IM MUSEUM 60 aktuelle Projekte in der Hamburger Kunsthalle, abgerufen am 21. Januar 2016 zu den Themen Kunst und Alltag,Beitrag Museum im Kulturspeicher, Heimspiel II, abgerufen am 21. Januar 2016 Kunstbetriebskunst.Thomas Wulffen: Die Kunst der Ankündigung – Hans-Peter Porzner und seine Kunst. In: Artist – Das Kunstmagazin, Heft 85, Eintrag auf der Website der Kunstzeitschrift, abgerufen am 24. Januar 2016 1991 gründete er das imaginäre Museum für Moderne Kunst München (MfMK München). Er versendete in den ersten drei Jahren diverse Einladungskarten zu Ausstellungen dieses Museums an einen Ort, den es in München bis heute nicht gibt. Es ist der Museumsplatz 5, 81673 München. Nur die Telefonnummer war real. Die Einladungskarten waren gewissermaßen die Ausstellungen. 1994 outete die Kunstjournalistin Renate Puvogel Hans-Peter Porzner als den Urheber dieser ganzen Aktion.Renate Puvogel: „Hans-Peter Porzner“. In: Artis – Zeitschrift für Neue Kunst, 45. Jahrgang, Dezember 1993 Januar 1994, S. 36–39. Karlheinz Schmid, der Herausgeber der Kunstzeitung und des Branchenbriefs Informationsdienst Kunst, schrieb in der Nr. 62 auf der Seite 12: „Ein paar Kollegen fallen einem immer wieder auf, weil sie eine überaus klare, ganz der Vermittlung oft schwierige Inhalte gewidmete Sprache sprechen. Renate Puvogel, die oft in ARTIS schreibt, gehört zu diesen Lieblingsautoren: In der Dezember-Ausgabe der Schweizer Zeitschrift berichtet sie über Hans-Peter Porzner, der hierzulande sehr im Gespräch ist (siehe Info-Dienst Kunst Nr. 61. S. 8). Großartig, wie sie herausarbeitet, dass der von ihm kritisierte Kunstbetrieb ganz subtil versucht, seinen Widersacher zu vereinnahmen.“ In diesem Rahmen organisierte er zwischen 1994 und 2000 eine Vielzahl realer Ausstellungen in Zusammenarbeit mit Kunstvereinen, Kunsthallen und Museen,Hans-Peter Porzner, Einträge auf dem Kulturportal kulturdatenbank, abgerufen am 21. Januar 2016 Anzeigenstrecken in Kunstzeitschriften ab 1995.Hans-Peter Porzner, Biografie 1970/71 bis heute, Einträge auf blogspot.de, abgerufen am 23. Januar 2016 Ausstellungen mit Malerei ab 2002.
Das Kunstmuseum Ahlen stellte 2012 in der Ausstellung Hans-Peter Porzner: Werner Gilles – Die Archäologie des Blickes die Bezüge der Arbeiten von Hans-Peter Porzner zu Werner Gilles heraus. Das Thema der Kunst nach 1945 wurde mit einer weiteren Ausstellung im Vonderau Museum in Fulda ausgebaut. Sie widmete sich Ferdinand Lammeyer.Anne Baumann: Was war nach dem Zweiten Weltkrieg? Kunst von Hans-Peter Porzner im Vonderau Museum Fulda, Beitrag auf dem Online-Portal von Osthessen|News, Fotos: Anne Baumann, 13. März 2014, abgerufen am 16. Januar 2016
Er ist Organisator und Teilnehmer an der Ausstellung „Schach!!“ – Die Schachbundesliga im Museum, Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, 18. März bis 1. Mai 2011.Harry Schaack: IMPRESSIONEN AUS MÜLHEIM Konzeptionelles Rückgrat und Ideengeber der Ausstellung: Der Künstler Hans-Peter Porzner, Website der Schachzeitung Karl 1/2011 (siehe: Karl (Schachzeitschrift)), abgerufen am 21. Januar 2016 Die Schirmherrschaft der Ausstellung und der Bundesligakämpfe hat die ehemalige Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, übernommen., Bericht auf dem Online-Portal der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ), Kultur, 20. März 2011, abgerufen am 21. Januar 2016 In der Ausstellung waren Werke von Marcel Duchamp, Wassily Kandinsky, Willi Baumeister und zeitgenössischen Künstlern wie Jårg Geismar, Matthias Bitzer, Gregor Hildebrandt, Hans-Peter Porzner u. a. zu sehen. – Schachbrett als Bühne des Lebenskampfes MÜLHEIM. Ob die Bewegung von Körpern im Raum oder der Kontrast zwischen Schwarz und Weiß – das Schachspiel und die Kunst lassen sich gut verbinden. Eine Ausstellung in Mülheim zeigt besonders gelungene Versuche, Beitrag auf dem Online-Portal der Ruhr Nachrichten, Erstellt: 5. April 2011, Aktualisiert: 1. Mai 2011, abgerufen am 22. Januar 2016
Porzner ist der Autor von Das WikiPlott Dr. Karl-Theodor Frhr. zu Guttenberg., Beitrag eingestellt von Archiv primaSonntag aus Würzburg Stadt am 7. November 2011, abgerufen am 21. Januar 2016 Er ist Mitbegründer der Galerie Komma und Paul Würzburg.Website der Galerie, Impressum, abgerufen am 30. April 2018
Anfänge der Kunstbetriebskunst 1995 in der Weserburg Museum für moderne Kunst Bremen Das Sammlermuseum hat Ende 1994 die Ausstellung Goya von Hans-Peter Porzner eröffnet. Eintrag auf der Website von kunstaspekte.de, abgerufen am 5. April 201625. November – 29. Januar 1995 GOYA. Eine Ausstellung des Museums für Moderne Kunst München (Hans-Peter Porzner, Direktor), kuratiert von Peter Friese. Eintrag auf der Website von Thomas Deecke, abgerufen am 5. April 2016 Dies war die erste reale Ausstellung des imaginären Museums für Moderne Kunst München in Zusammenarbeit mit einem Museum.Ausstellung Goya. 1995. Museum für Moderne Kunst München. Eintrag auf der Website von kunstaspekte.de, abgerufen am 5. April 2016Porzner – Ausstellungen bis 1997. Osthaus Museum Hagen, (siehe Material vor der Umbenennung des Museums 2009: Michael Fehr, KEOM 0.2), abgerufen am 5. April 2016 Die Ausstellung wurde von Peter Friese kuratiert.
Porzner machte mit seinem imaginären Museum besonders zwischen 1995 und 2000 den Kunstbetrieb auf das Thema Kunstbetrieb als Kunst im Sinne einer Dauer-Reflexion aufmerksam. PDF, abgerufen am 7. April 2016 In: Kunstforum International, Band 202, 2010. Titel: Fiktion der Kunst, abgerufen am 5. April 2016 Damit wurde die Grenze zwischen Kunst und Philosophie überschritten.Hans-Peter Porzner: KUNST UND ALLTAG 1988/2001. Eine Deutung des Satzes „Es ist Kunst und Alltag“ nach der Vorgabe von „Kunst und Alltag 1“ im Hinblick auf eine erste Sprache zu einer „Metaphysik der Phänomenologie“ als einer „Ersten Wissenschaft“. Mit einem Text von Hans-Peter Porzner. Ausst.-Kat. der Galerie Mosel und Tschechow München. München 2001, ISBN 3-925987-23-1. Eintrag auf: Archiv Bücherliste der Galerie Mosel und Tschechow München, abgerufen am 5. April 2016 In der Folge kam es in der Weserburg zu einer Reihe von Ausstellungen zum Thema Kunstbetrieb und Institutionskritik.Isabelle Graw: Jenseits der Institutionenkritik. Ein Vortrag im Los Angeles County Museum of Art. In: Texte zur Kunst. Heft Nr. 59 / September 2005. „Institutionenkritik.“ Eintrag auf der Website der Kunstzeitschrift Texte zur Kunst, abgerufen am 5. April 2016 Hier ist besonders die vom damaligen Leiter der Weserburg, Thomas Deecke, kuratierte Ausstellung Originale echt/falsch. Nachahmung, Kopie, Zitat, Aneignung, Fälschung in der Gegenwartskunst (1999) zu nennen.Originale echt/falsch. Nachahmung, Kopie, Zitat, Aneignung, Fälschung in der Gegenwartskunst. Kurator Thomas Deecke. Ausstellungskatalog mit Texten von: Mike Bidlo, Ernst Caramelle, Thomas Deecke, Peter Niemann, Sturtevant, Emmet Williams. 25. August – 24. Oktober 1999. Eintrag auf der Website der Weserburg Museum für moderne Kunst, abgerufen am 5. April 2016Klaus von Beyme: Kulturpolitik und nationale Identität. Fußnote 69. Thomas Deecke: Wider den Amüsierbetrieb. Wo bleibt die Weitsicht der Kulturpolitik? In: FAZ, 8. November 1995, S. 37, abgerufen am 5. April 2016 Nach 2000 wurde das Programm auf globale Szenen der Kunst ausgeweitet.Ausstellungen der Weserburg Museum für moderne Kunst bis 2016. Auf der Website von kunstaspekte.de, abgerufen am 5. April 2016Uwe Dammann: Ausstellung „Existenzielle Bildwelten“ mit lebenden Exponat. Den Rücken für die Kunst verkauft. Dieses Kunstwerk lebt, es geht durch das Museum, kann sich – gegebenenfalls – duschen oder gar frösteln, wenn die Temperaturen wieder sinken sollten. Das Tattoo „TIM“, das Wim Delvoye auf dem Rücken von Tim Steiner geritzt hat. Es gehört zur aktuellen Ausstellung „Existenzielle Bildwelten“ der Sammlung Reinking, die bis zum 1. Februar 2015 in der Weserburg – Museum für moderne Kunst, zu sehen ist. Beitrag auf dem Online-Portal des Weser-Kuriers. 23. Mai 2014, abgerufen am 5. April 2016
Die erste systematische Analyse des Kunstbetriebs und seiner Kunst stellt die künstlerische Arbeit Kunst und Alltag (1981–1988) dar.Hans-Peter Porzner: Brillanten im Mühlsteingetriebe. Mit Texten von Christoph Blase und Hans-Peter Porzner. Ausst.-Kat. der Galerie Mosel und Tschechow München. München 1988, ISBN 3-925987-04-5. Eintrag auf: Archiv Bücherliste der Galerie Mosel und Tschechow München, abgerufen am 5. April 2016 Daraus hat sich das künstlerische Projekt Museum für Moderne Kunst München entwickelt. Es ist deshalb kein Musée Sentimental, kein Beitrag der Kunstgeschichte,Vgl.: Helmut Mayer: Walter Grasskamp über André Malraux. Ein Museum ganz aus Papier. Ein Mann der Kunst, der Politik und des Marketing: Walter Grasskamp zeigt, wie André Malraux sein großes Bildertheater auf Bücherseiten schuf. Auf dem Online-Portal der FAZ. 14. Mai 2014, abgerufen am 8. April 2016 der Kritik,Vgl. auch: Marcel Duchamp Museum in a Box, abgerufen am 8. April 2016Bernhard Lypp: Ästhetischer Absolutismus und politische Vernunft – Zum Widerstreit von Reflexion und Sittlichkeit im deutschen Idealismus. Suhrkamp Verlag, 1972, ISBN 978-3-11-028826-1. Zitiert in: Klaus Garber: Wege in die Moderne. Historiographische, literarische und philosophische Studien aus dem Umkreis der alteuropäischen Arkadien-Utopie. Herausgegeben von: Stefan Anders und Axel E. Walter. Eintrag auf dem Portal von Google Books. Abgerufen am 8. März 2016 der Ästhetik entsprechend der Frage: Was sollen Avantgarden leisten? abgerufen am 8. April 2016Bazon Brock: Ästhetik als Vermittlung. Herausgegeben von: Karla Fohrbeck. Erschienen am 1. Januar 1977. Eintrag auf der Website Bazon Brock ON-DUTY THINKER, abgerufen am 8. April 2016
Die Idee des Sammlermuseums verknüpfte sich damit auch mit einzelnen Aspekten von Kunst und Alltag (1981–88), um gleichzeitig die Sache einer bloßen Alltagsgeschichte zu vermeiden.Beate Reese: Hans-Peter Porzner: Kunst und Alltag. In: Beate Reese: Die Städtische Sammlung im Museum im Kulturspeicher Würzburg. Künstler, Themen und Geschichte(n). Kurzführer. Heft 109, Baunach 2009, S. 136 f. ISBN 978-3-88778-336-5 „Einzelne Arbeiten aus diesem Zyklus und neue Bilder von Hans-Peter Porzner, die seit 1998 entstanden sind, präsentierte das Museum im Kulturspeicher erstmals 2008/09 im Rahmen der Ausstellung ‚Heimspiel II – die Sammlung neue sehen‘, die Werke der Städtischen Sammlung in neuen Zusammenstellungen zeigte.“ Abgerufen am 19. April 2016Vgl. hierzu: Jochen Schimang: Roland Barthes: Mythen des Alltags. Gemeinplätze muss man nur richtig zu dechiffrieren wissen. Ideologiekritik mit Flaubert: Die „Mythen des Alltags“ von Roland Barthes liegen nun zum ersten Mal in einer vollständigen deutschen Fassung vor. Bericht auf dem Online-Portal der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Feuilleton. 24. September 2010, abgerufen am 19. April 2016