mini|Jakob (James) Behrens, 1874 mini|Heinrich Behrens (links) mit seinem Bruder Jakob Behrens (um 1845) Jakob Behrens, auch James Behrens (* 30. Juni 1824 in Lübeck; † 6. März 1897Todesjahr nach dem Nachruf in den Lübeckischen Blättern vom 13. März 1898 sowie dem Eintrag in den Genealogischen Registern im Archiv der Hansestadt Lübeck Hs. 864/1, Genealogisches Register, Bd. 01, A-Bi, S. 116. Im Jahresbericht des Naturhistorischen Museums in Lübeck für das Jahr 1897, Lübeck: Rathgens 1898, S. 4, wird angegeben, dass Behrens im Verwaltungsjahr 1897 verstorben sein. Der erst im Laufe des Jahres 1898 angefertigte Bericht nennt aber ein Todesalter von 73 Jahren, was Behrens bei einem Tod am 6. März 1897 noch nicht erreicht hätte. Die San Jose Mercury-news, vom 1. April 1898 nannten bei Eröffnung des Testaments den 4. März 1898 als Todestag. in San José (Kalifornien)) war ein deutsch-amerikanischer Kaufmann und Entomologe.

Leben Jakob Behrens war Sohn des Lübecker Kaufmanns und Senators Jacob Behrens (1791–1852).Emil Ferdinand Fehling: Zur Lübeckischen Ratslinie 1814–1914, Max Schmidt, Lübeck 1915, Nr. 40. Er besuchte das Katharineum zu Lübeck, das er 1841 abschloss. Nach dem Tod des Vaters wanderte er 1853 in die USA aus. Er eröffnete ein Handelsgeschäft in San Francisco.

Schon als Schüler war Behrens von Carl Julius Milde für das Feld der Entomologie begeistert worden.Jahresbericht des Naturhistorischen Museums in Lübeck für das Jahr 1897. Lübeck: Rathgens 1898, S. 3f Nach seiner Ankunft in den USA wurde er einer der ersten systematischen Sammler in KalifornienEhrhorn (Lit.), legte eine große Sammlung an und wurde zu einem Experten auf dem Gebiet der Lepidoptera. Er veröffentlichte mehrere Aufsätze in Fachzeitschriften und war Mitglied verschiedener wissenschaftlicher Gesellschaften in den USA und Europa. Viele seiner Stücke ließ er durch Augustus Radcliffe Grote und Alpheus Spring Packard bestimmen. mini|Lübecker Museum am Dom in den 1890er Jahren 1883 schenkte er seine Sammlung, die durch die zahlreichen ihr einverleibten Originalexemplare und Typen einen hohen wissenschaftlichen WerthJahresbericht des Naturhistorischen Museums in Lübeck für das Jahr 1897. Lübeck: Rathgens 1898, S. 4 hatte, dem von seinem Freund Heinrich Lenz geführten und im Aufbau befindlichen Naturhistorischen Museum in Lübeck, wofür ihm die Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit ihre Goldene Denkmünze verlieh. In einem Bericht für die 67. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte hieß es 1895:

Die Sammlung ist wohl mit dem Museum beim Luftangriff auf Lübeck 1942 zerstört worden.

Behrens starb ohne Kinder; über sein Erbe kam es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung, die bis vor den obersten Gerichtshof des Staates Kalifornien ging,Reports of Cases Determined in the Supreme Court of the State of California. Band 130, San Francisco 1906, S. 416–422 (Digitalisat) bei der sich seine Geschwister, der Lübecker Numismatiker Heinrich Behrens und seine Schwester Augusta, als gesetzliche Erben gegen die testamentarische Erbin durchsetzten.

Dedikationsnamen Nach ihm sind benannt: Behrens' silverspot Butterfly (Speyeria zerene behrensii), eine gefährdete SchmetterlingsartBehrens’ Silverspot Butterfly (Speyeria zerene behrensii) 5-Year Review: Summary and Evaluation (PDF; 423 kB), abgerufen am 12. Oktober 2012 Phymatopus behrensii, ein Wurzelbohrer

Literatur Behrens, James, in: Appletons' Cyclopædia of American Biography. 1900 (Volltext auf Wikisource, Englisch) Edward M. Ehrhorn: Obituary. In: Entomological News. 8 (1898), S. 128 The American Naturalist, 33/1 (1899), S. 182.

Weblinks Hinweis auf ein fotografisches Porträt von Behrens in der Porträtsammlung der Academy of Natural Sciences of Drexel University, Philadelphia

Einzelnachweise

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