Otto Julius Leopold von Wedel (* 20. Juli 1769 in Silligsdorf; † 14. September 1813 in Berlin) war ein preußischer Offizier und Träger des Militärordens Pour le Mérite.

Leben und familiäres Umfeld Otto von Wedel war ein Spross des weitverzweigten, aus Stormarn stammenden und seit 1240 in Pommern schlossgesessenen Uradelsgeschtes Wedel. Er gehörte dem Haus Silligsdorf der Linie Mellen-Falkenburg an und wurde am 20. Juli 1769 in Silligsdorf geboren, dessen Gutsherr er war. Er starb am 14. September 1813 in Berlin. Otto von Wedel war seit dem 15. Oktober 1803 mit Klementine von der Goltz (1784–1860) verheiratet. Das Paar hatte mehrere Kinder, darunter: Eduard (1813–1893), Stifter und erster Fideikommissherr auf Silligsdorf, Mellen und AltenfließGenealogisches Handbuch des Adels, Band A XVII, Seite 531, C.A. Starke-Verlag, Limburg, 1983 Luise Clementine von Wedel (1801–1836) ⚭ Karl von Schlieffen (* 10. Januar 1792; † 4. Dezember 1866) Ottilie (* 27. Juli 1803; † 1. September 1882) ⚭ Friedrich Gustav von Waldersee (* 21. Juli 1795; † 15. Januar 1864)

Militärische Laufbahn Wie viele Angehörige seiner Familie trat auch Otto von Wedel als Offiziersbewerber in die preußische Armee ein und wurde Infanterist. Bei Ausbruch des Ersten Koalitionskrieges gegen das revolutionäre Frankreich war er Secondeleutnant im Regiment Herzog von Braunschweig zu Fuß. Unter dem preußischen Generalfeldmarschall Herzog von Braunschweig kämpfte er in der für Preußen erfolgreichen Schlacht bei Kaiserslautern und in dem Gefecht bei Bitsch und zeichnete sich dabei so sehr aus, dass ihn der Herzog von Braunschweig in einem Bericht vom 5. Dezember 1793 an König Friedrich Wilhelm II. von Preußen mit 39 anderen Offizieren zur Verleihung des Ordens pour le merite vorschlug. Der König entsprach Braunschweigs Vorschlägen mit Allerhöchster Kabinettsorder vom 11. Dezember 1793. In dieser Order heißt es unter anderem:

In den nicht vollständig erhaltenen Verleihungsunterlagen sind nur 38 Namen überliefert, 2, darunter Otto von Wedel, fehlen; doch ist in der erhaltenen Regimentsliste vom 19. April 1794 vermerkt, dass er den p.l.m., allerdings für das Gefecht von Bitsch, erhalten hat.

Otto von Wedel diente weiter in der preußischen Armee und war zum Schluss Major im Regiment v. Courbiere. Ein Porträt von ihm, das ihn mit dem Orden Pour le Mérite zeigt, befindet sich im Genealogischen Handbuch des Adels, Band A XVII, Seite 532. Literatur Jahrbuch des deutschen Adels, Band 1, S. 893

Einzelnachweise Gustav Lehmann: Die Ritter des Ordens pour le merite, Band I, Seite 302, Nr. 604, Mittler, Berlin, 1913

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