Diese Liste umfasst die Mitglieder der Ständeversammlung des Großherzogtums Baden für die Sessionen des 19. ordentlichen Landtags. Die Eröffnung fand am 22. November 1859 statt. Die Schlusssitzung fiel auf den 30. August 1860. Insgesamt fanden 24 Sitzungen der Ersten Kammer und 68 Sitzungen der Zweiten Kammer statt.
Präsidium der Ersten Kammer Präsident: Prinz Wilhelm von Baden Vizepräsident: Anton von Stabel,Dieser Mandatsträger ist in den amtlich veröffentlichten Abgeordnetenlisten als promovierter Akademiker ausgewiesen, d. h. dort üblicherweise mit einem vor dem Namen stehenden Doktor-Grad verzeichnet später für diesen nachgerückt: Freiherr Karl von Göler 2. Vizepräsident: Freiherr Karl von Göler, der Ältere, später für diesen nachgerückt: Freiherr Franz von Kettner
Mitglieder der Ersten Kammer Prinzen des Hauses Baden Prinz Wilhelm von Baden Prinz Karl von Baden (war nie anwesend) Markgraf Maximilian von Baden
Standesherren Fürst Karl Egon zu Fürstenberg Fürst Ernst zu Leiningen (war nie anwesend) Fürst Erwein von der Leyen (war nie anwesend) Fürst Adolf zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg (war nie anwesend) Fürst Karl zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg Graf Karl Theodor zu Leiningen-Billigheim Graf August Clemens zu Leiningen-Neudenau (war nie anwesend)
Vertreter des erblichen Landstands Graf Ludwig Wilhelm August von Langenstein und Gondelsheim (war nie anwesend)
Vertreter der katholischen Kirche Hermann von Vicari, Erzbischof von Freiburg (war nie anwesend)
Vertreter der evangelischen Landeskirche Carl Christian Ullmann, Prälat der Evangelischen Landeskirche
Vertreter des grundherrlichen Adels Oberhalb der Murg Freiherr Franz von Falkenstein Freiherr Ignaz von Rotberg, Forstmeister Freiherr Roderich von Stotzingen Freiherr Hans von Türckheim, Legationsrat
Unterhalb der Murg Freiherr Karl von Gemmingen-Treschklingen Freiherr Karl von Göler, der Ältere Freiherr Franz von Kettner, Oberschlosshauptmann Freiherr Adolf Rüdt von Collenberg-Bödigheim
Vertreter der Landesuniversitäten Robert von Mohl, Geheimer Hofrat, Vertreter der Universität Heidelberg Adolf Schmidt, Hofrat, Vertreter der Universität Freiburg
Vom Großherzog ernannte Mitglieder Anton von Stabel, Geheimrat, später für diesen nachgerückt: Freiherr Ernst von Reizenstein Christoph Franz Trefurt, Staatsrat Philipp von Faber, Generalmajor Gustav Kuntz, Generalmajor Johann Nepomuk Fromherz, Regierungsdirektor Graf Rudolf von Hennin, Stadtdirektor; 1860 für diesen nachgerückt: August Dennig, Fabrikinhaber Friedrich Lauer, Fabrikant Karl von Chrismar
Präsidium der Zweiten Kammer Präsident: Karl Junghanns 1. Vizepräsident: Friedrich Theodor Schaaf 2. Vizepräsident: Bernhard August Prestinari
Die gewählten Abgeordneten der Zweiten Kammer Stadtwahlbezirke WahlbezirkBezeichnung des Wahlbezirks Name des Abgeordneten S1 Wahlbezirk der Stadt Überlingen Adolf Schmalholz S2 Wahlbezirk der Stadt Konstanz Karl Steiner S3 Wahlbezirk der Stadt Freiburg Josef Frick S3 Wahlbezirk der Stadt Freiburg Franz Hägelin S4 Wahlbezirk der Stadt Lahr Gustav Adolf Fingado S4 Wahlbezirk der Stadt Lahr Friedrich Wilhelm Wagner S5 Wahlbezirk der Stadt Offenburg Josef Karl Burger S6 Wahlbezirk der Stadt Rastatt Matthäus Josef De Haan S7 Wahlbezirk der Stadt BadenBis 1931 hieß die Stadt Baden-Baden nur Baden. Franz Anton Küßwieder S8 Wahlbezirk der Stadt Karlsruhe Rudolf Dietz S8 Wahlbezirk der Stadt Karlsruhe Jakob Stüber S8 Wahlbezirk der Stadt Karlsruhe Albert Knittel S9 Wahlbezirk der Stadt Durlach Karl Wahrer S10 Wahlbezirk der Stadt Pforzheim Friedrich Wilhelm Lenz S10 Wahlbezirk der Stadt Pforzheim Friedrich Bissing (Mandat 1860 niedergelegt, gefolgt von Häußer) Ludwig HäußerDieser Mandatsträger ist in den amtlich veröffentlichten Abgeordnetenlisten als Hochschullehrer ausgewiesen, d. h. dort üblicherweise mit einem vor dem Namen stehenden Professoren-Titel verzeichnet (1860 Nachfolger von Bissing) S11 Wahlbezirk der Stadt Bruchsal Bernhard August Prestinari S12 Wahlbezirk der Stadt Mannheim Philipp Artaria S12 Wahlbezirk der Stadt Mannheim Ludwig Achenbach S12 Wahlbezirk der Stadt Mannheim Franz Heußer S13 Wahlbezirk der Stadt Heidelberg Heinrich Krausmann S13 Wahlbezirk der Stadt Heidelberg Josef Kraus S14 Wahlbezirk der Stadt Wertheim Jakob von Runkel
Ämterwahlbezirke WahlbezirkBezeichnung des Wahlbezirks Name des Abgeordneten A1 Wahlbezirk der Ämter Meersburg, Salem, Pfullendorf und Überlingen Johann Benedikt Fischler A2 Wahlbezirk der Ämter Radolfzell, Blumenfeld und Konstanz Franz Michael Faller A3 Wahlbezirk der Ämter Stockach, Meßkirch und Engen Walter Schwarzmann A4 Wahlbezirk der Ämter Blumberg, Stühlingen, Bonndorf, Löffingen und Neustadt Joseph Alois Bär A5 Wahlbezirk der Ämter Villingen und Hüfingen Ludwig Kirsner A6 Wahlbezirk der Ämter Tiengen, Jestetten, St. Blasien und Waldshut Franz Rutschmann A7 Wahlbezirk der Ämter Säckingen, Laufenburg und Schönau Fridolin Lauber A8 Wahlbezirk der Ämter Schopfheim und Kandern Georg Seufert A9 Wahlbezirk des Amtes Lörrach August Lamey A10 Wahlbezirk des Amtes Müllheim Nicolaus Blankenhorn-Krafft A11 Wahlbezirk der Ämter Staufen und Heitersheim Franz Josef Federer A12 Wahlbezirk des Amtes Altbreisach mit zum Stadtamt Freiburg zugehörigen Landorten Marquard Huber von Gleichenstein A13 Wahlbezirk des Landamtes Freiburg (I) und des Amtes St. Peter Alois Mayer (Mandat 1860 niedergelegt, gefolgt von Fauler) Eduard Fauler (1860 Nachfolger von Mayer) A14 Wahlbezirk des Landamtes Freiburg (II) und der Ämter Waldkirch und Elzach Karl August Kapferer A15 Wahlbezirk des Amtes Emmendingen Christian Bär A16 Wahlbezirk der Ämter Endingen und Kenzingen Anton Sieb A17 Wahlbezirk der Ämter Triberg, Hornberg, Wolfach und Haslach Otto Dahmen A18 Wahlbezirk des Amtes Ettenheim Franz Gschrey A19 Wahlbezirk des Amtes Lahr Wilhelm Bausch A20 Wahlbezirk des Amtes Offenburg mit Teilen des Amtes Appenweier Franz Karl Roßhirt A21 Wahlbezirk der Ämter Gengenbach und Oberkirch mit Teilen des Amtes Appenweier Karl Kimmig A22 Wahlbezirk der Ämter Rheinbischofsheim und Kork Benjamin Hauß A23 Wahlbezirk der Ämter Achern und Bühl Josef Weber A24 Wahlbezirk der Ämter Ettlingen und Rastatt Jakob Ullrich A25 Wahlbezirk der Ämter Baden, Gernsbach und Steinbach Michael Kamm A26 Wahlbezirk des Landamtes Karlsruhe mit Teilen des Landamtes Bruchsal Karl Friedrich Freiherr Stockhorner von Starein A27 Wahlbezirk der Ämter Durlach und Stein Karl Friderich A28 Wahlbezirk des Amtes Pforzheim Karl Gottlieb Gottschalk A29 Wahlbezirk des Amtes Bruchsal mit Teilen des Amtes Eppingen Georg Martin Hildebrandt A30 Wahlbezirk des Amtes Bretten mit Teilen des Amtes Eppingen Louis Paravicini A31 Wahlbezirk der Ämter Philippsburg und Schwetzingen Heinrich Christian Heintze A32 Wahlbezirk der Ämter Wiesloch und Neckargmünd Karl Junghanns A33 Wahlbezirk des Amtes Sinsheim mit Teilen des Amtes Eppingen Heinrich Friedrich Muth A34 Wahlbezirk des Amtes Heidelberg Philipp Allmang A35 Wahlbezirk der Ämter Ladenburg und Weinheim Johann Peter Ferdinand Mays A36 Wahlbezirk des Amtes Neckarbischofsheim mit Teilen des Amtes Mosbach (links des Neckars) August Karl Fröhlich A37 Wahlbezirk des Amtes Eberbach mit Teilen des Amtes Mosbach (rechts des Neckars) Friedrich Theodor Schaaf A38 Wahlbezirk der Ämter Buchen und Osterburken Johann Georg Spohn A39 Wahlbezirk des Amtes Boxberg Franz Anton Regenauer A40 Wahlbezirk der Ämter Tauberbischofsheim und Gerlachsheim Franz Michael Steinam A41 Wahlbezirk der Ämter Wertheim und Walldürn Anton Walli
Literatur Digitale Sammlung badischer Landtagsprotokolle bei der Badischen Landesbibliothek. Verzeichnis der Mitglieder beider Kammern Protokolle des Badischen Landtags, 1. Kammer – digitalisiert von der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, 1819–1918 Protokolle des Badischen Landtags, 2. Kammer – digitalisiert von der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, 1819–1933 Ludwig Bauer, Bernhard Gißler: Die Mitglieder der Ersten Kammer der Badischen Ständeversammlung von 1819–1912. Fidelitas, Karlsruhe 1913, 5. Auflage, S. 34 Adolf Roth und Paul Thorbecke: Die badischen Landstände. Landtagshandbuch. Verlag der G. Braunschen Hofbuchdruckerei, Karlsruhe 1907
Belege und Anmerkungen
1859