Vaterlandsverräter ist ein Kino-Dokumentarfilm von Annekatrin Hendel, der seine Uraufführung auf der Berlinale 2011 hatte und im gleichen Jahr in die Kinos kam.Die Tageszeitung: Ein Verräter bleibt sich treu. Von Barbara Bollwahn, 28. Februar 2012.

Handlung „Der größte Feind im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant“. Diesen Spruch seiner Mutter hatte der Schriftsteller Paul Gratzik, aus einfachen Verhältnissen in den 1970ern zu einem Vertreter der DDR-Literaturszene emporgestiegen, immer im Ohr. Trotzdem war er 20 Jahre lang Inoffizieller Mitarbeiter des DDR-Staatssicherheitsdienstes, schrieb Berichte über Freunde und Förderer wie Heiner Müller, Steffie Spira und Ernstgeorg Hering. Anfang der 1980er stieg Gratzik aus, enttarnte sich selbst und wurde seinerseits zum Objekt der Stasi-Beobachtung.

Vaterlandsverräter ist das filmische Porträt eines vom Kommunismus überzeugten Mannes „mit lautem Wesen“, dessen Leben ein Zickzack zwischen den Extremen war.

Kritiken

Auszeichnungen Der Dokumentarfilm gewann 2013 den Grimme-Preis in der Kategorie „Information und Kultur“.

Weblinks

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Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2011 Gratzik Kategorie:Staatssicherheit (DDR) Kategorie:Kalter Krieg im Film