U 67 war ein diesel-elektrisches U-Boot des Kriegsauftrags „D“ der deutschen Kaiserlichen Marine, das im Ersten Weltkrieg zum Einsatz kam.
Einsätze Das U-Boot wurde noch vor Kriegsbeginn von der Österreichischen Marine bestellt, jedoch am 28. November 1914 von Deutschland übernommen. Am 15. Mai 1915 lief das Boot schließlich als U 67 bei der Germaniawerft in Kiel vom Stapel und wurde am 4. August 1915 in Dienst gestellt. Die Kommandanten des U-Bootes waren Kapitänleutnant Erich von Rosenberg-Gruszcynski (4. August 1915 – 15. März 1916), Kapitänleutnant Hans Nieland (16. März 1916 – 14. Dezember 1917), Kapitänleutnant Hellmuth von Rabenau (15. Dezember 1917 – 15. September 1918) und Kapitänleutnant Woldemar Petri (26. Oktober 1918 – 20. November 1918). Sämtliche Versenkungen wurden unter Kapitänleutnant Hans Nieland (1885–1946) erzielt, der am Ende des Krieges 26 Versenkungen mit 40.157 BRT sowie weitere vier Beschädigungen mit 19.048 BRT auf seinen Feindfahrten verbuchen konnte und später als Prof. Dr. phil. nat. an der Universität Heidelberg lehren sollte.
U 67 war der IV. U-Flottille der Hochseestreitkräfte zugeordnet, die in Emden und auf Borkum stationiert war.Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. S. 139.
U 67 führte während des Ersten Weltkrieges 13 Feindfahrten im östlichen Nordatlantik durch. Dabei wurden insgesamt 17 Handelsschiffe der Entente und neutralen Staaten mit einer Gesamttonnage von ca. 39.693 BRT versenkt.Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. S. 68. Das größte Schiff, das versenkt wurde, war das britische Frachtschiff Headley (ca. 5.000 BRT). Die Headley wurde am 19. Februar 1917 auf ihrer Fahrt von Portland nach London etwa auf der Position versenkt.uboat.net: Ships hit during WWI – Headley Das britische Handelsschiff Idomeneus, das am 15. September 1917 im Nordkanal torpediert wurde, war zwar mit fast 6.700 BRT deutlich größer, konnte aber nach Strandung wieder instand gesetzt werden.uboat.net: Ships hit during WWI – Idomeneus Das kleinste von U 67 aufgebrachte Schiff war das nur 23 BRT messende Fischerboot Premier, das am 27. November 1917 vor Schottland angehalten und versenkt wurde – ein Beispiel, dass auch Schiffe geringen Ausmaßes zur Beute deutscher U-Boote wurden.uboat.net: Ships hit during WWI – Premier
Verbleib U 67 überstand den Ersten Weltkrieg, ohne selbst versenkt zu werden. Am 20. November 1918 wurde das U-Boot an Großbritannien ausgeliefert und im Jahr 1921 in Fareham abgewrackt.Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. S. 90.
Schiffskontakte Von U 67 versenkte oder beschädigte Schiffe:uboat.net: Ships hit by U 67 Datum Name Tonnage Nation16. April 1916 Cardonia 2.169 20. April 1916 Whitgift 4.397 22. April 1916 Chanaral 2.423 17. Januar 1917 Daisy 1.227 29. Januar 1917 Punta Teno 1.042 1. Februar 1917 Butron 2.434 2. Februar 1917 Elikon 1.166 5. Februar 1917 Lorton 1.419 19. Februar 1917 Headley 4.953 17. April 1917 Kish 4.928 18. April 1917 Rhydwen 4.799 20. April 1917 Portloe 3.187 28. April 1917 Port Jackson 2.309 19. Juli 1917 Harrildsborg 1.547 24. Juli 1917 Viking 873 28. Juli 1917 Rigmor 798 15. September 1917 Idomeneus* 6.692 21. November 1917 Breynton* 4.240 22. November 1917 Redbridge* 3.834 27. November 1917 Premier 23 Versenkt:Beschädigt:Gesamt: 39.69414.76654.460 *beschädigt, aber nicht versenkt
Literatur Bodo Herzog: Deutsche U-Boote 1906–1966. Karl Müller Verlag, Erlangen 1993, ISBN 3-86070-036-7.
Weblinks U 67 auf uboat.net (engl.)
Fußnoten
Kategorie:Militär-U-Boot (Kaiserliche Marine) Kategorie:U-Boot im Ersten Weltkrieg Kategorie:Militärschiff (Germaniawerft)