Christiane Carstens (* 1958 in Hamburg) ist eine deutsche Schauspielerin.
Leben und Karriere als Schauspielerin Mit 16 Jahren wurde sie auf der Straße vom Regisseur Roger Fritz für die NDR-Serie Motiv Liebe entdeckt und zu einem Casting in das Studio Hamburg eingeladen. Sie bekam die Rolle. Bereits ein Jahr später (1975) spielte sie ihre erste Kinorolle in Das Messer im Rücken von Ottokar Runze.
Sie absolvierte dann ihre Schauspielausbildung an der renommierten Schauspielschule Freese in Hamburg. Mit 20 Jahren erhielt sie ihr Schauspieldiplom und stand danach an vielen Theatern in ganz Deutschland auf der Bühne. So spielte sie z. B. am GRIPS-Theater und dem Kollektiv-Theater in Berlin, dem Thalia sowie dem Klecks Theater in Hamburg und in der Comödie in Bochum.
In den folgenden Jahren war die Schauspielerin in zahlreichen TV-Produktionen, Kinofilmen und Serien zu sehen. Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin ist Christiane Carstens auch als Hörspiel- und Hörbuchsprecherin sowie Autorin und Regisseurin tätig. Zudem hat sie sich in den letzten Jahren als Coach von Kinder- und Jungdarstellern einen Namen gemacht. Sie ist Mitorganisatorin des Jugendmedienfestivals REC for Kids in Berlin.
Autorin 2019 erschien ihr Buch Untergetaucht auf Reiswerder im Metropol Verlag. In diesem Buch berichtet Christiane Carstens über die Schicksale der "illegalen" jüdischen Bewohner der Insel Reiswerder, die dort während des Zweiten Weltkriegs auf der Flucht vor Verfolgung und Deportation untergetaucht waren und im August 1944 durch einen Verrat von der Insel deportiert wurden.David Crossland: Jews hid from Nazis on tiny island for 18 months. In: The Times, 25. Januar 2020, abgerufen am 15. Januar 2023.
2021 erschien ihr Buch Mauergeschichte(n). Die Katze auf dem Todesstreifen mit einem Vorwort von Wolfgang Benz im Verlag für Regional- und Zeitgeschichte. In den darin aufgezeichneten Interviews blicken Zeitzeugen auf sehr persönliche Ereignisse zurück, die ihr Leben "im Schatten der Mauer" bestimmten.
2025 erschien ihr Buch Moin Seekind. Kapitäninnen über Fluss und Meer. In dem Buch porträtiert Christiane Carstens fünf Frauen, die als Kapitäninnen auf Meeren und Binnengewässern unterwegs sind. Eine dieser Geschichten ist ihr eigener Lebensweg von einem Hamburger Seekind zur Fährkapitänin in Berlin.
Veröffentlichungen Untergetaucht auf Reiswerder, Metropol Verlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-86331-468-2. Mauergeschichte(n). Die Katze auf dem Todesstreifen, Verlag für Regional- und Zeitgeschichte, Berlin 2021, ISBN 978-3-948052-03-4. Moin Seekind. Kapitäninnen über Fluss und Meer, ammian Verlag, Berlin 2025, ISBN 978-3-948052-94-2.
Filmografie (Auswahl) Film 1975: Das Messer im Rücken 1980: Die Welt in jenem Sommer 1982: Tollwut 1987: Schloss & Siegel 1988: Brennende Betten 1992: Nie wieder schlafen
Fernsehen 1976: Tatort: ....und dann ist Zahltag 1974: Motiv Liebe: Klassenreise 1976: Gesucht wird …: Gisela Kornschmidt 1980: Signorina Mafalda 1982: Single liebt Single 1982: Smileys Leute – Agent in eigener Sache 1983: Es muss nicht immer Mord sein 1984: Pogo 1104 1985: Aus familiären Gründen 1986: Der Goldene Käfig 1987: Diese Drombuschs 1988: Tatort – Pleitegeier 1989: Großstadtrevier 1989: Ein Fall für zwei: Gewissensbisse 1989: Tatort – Keine Tricks, Herr Bülow 1990: Tatort – Lauf eines Todes 1990: Liebe auf Bewährung 1990: Kein pflegeleichter Fall 1991: Der Fahnder 1992: Das Nest 1992: Schlagbaum 1993: Glückliche Reise – Grönland 1993: Zaster, Zoff und die Rezurzen 1994: Faust 1997–2002: Dr. Sommerfeld – Neues vom Bülowbogen 1998: Zwei Männer am Herd 2000: Wolffs Revier 2002: Der Solist: In eigener Sache 2007: Paulas Sommer
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