mini|Zeckendorf Jüdischer Friedhof

Zeckendorf ist ein Gemeindeteil der Stadt Scheßlitz im oberfränkischen Landkreis Bamberg in Bayern. Die Gemarkung Zeckendorf hat eine Fläche von 2,922 km². Sie ist in 661 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4421 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Giechburg, Gügel und Schrautershof.

Geografie Das Dorf liegt am Nordosthang des Schloßberges (), einer Erhebung, die zu den Ausläufern der Fränkischen Alb zählt. Im Westen liegt das Burgholz. Durch den Ort fließt der Zeckendorfer Bach, ein linker Zufluss des Seierbachs. Die Staatsstraße 2187 führt nach Scheßlitz (2,5 km nordwestlich) bzw. nach Ludwag (2,4 km südöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Demmelsdorf (1,2 km nördlich). Ein Anliegerweg führt zur auf dem Schloßberg befindliche Giechburg (0,7 km südwestlich).

Geschichte Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Zeckendorf aus 46 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Scheßlitz aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Scheßlitz. Grundherren waren das Amt Scheßlitz: 1 Hof, 19 Sölden, 1 Sölde mit Schmiede, 1 Schenkstatt mit Brauhaus, 4 Erbschenkstätten, 1 Mühle, 1 Schäferei, 1 Judenschule mit Wohnung des Vorsingers, 4 Judenhäuser, 1 Synagoge; Maria-Magdalena-Pfründe Burgellern: 1 Sölde, 1 Haus; Kloster Langheim: 3 Söldengüter; die Freiherren von Aufseß: 2 Gütlein, 2 Häuslein; die Freiherrn von Künßberg zu Thurnau: 2 Sölden; die Gemeinde: 1 Gemeindehaus, 1 Schmiede.W. Weiß: Bamberg, S. 188.

Im Jahre 1802 kam Zeckendorf an das Kurfürstentum Bayern. Im Zuge des Gemeindeedikts wurde 1811 das Steuerdistrikt Zeckendorf gebildet. Zu diesem gehörten Demmelsdorf, Giechburg, Gügel und Schrautershof. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Zeckendorf mit den Orten Giechburg, Gügel und Schrautershof. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Scheßlitz zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Scheßlitz (1919 in Finanzamt Scheßlitz umbenannt, ab 1928 Finanzamt Bamberg-Land). Ab 1862 war das neu gebildete Bezirksamt Bamberg I für die Verwaltung zuständig, mit dessen Auflösung im Jahr 1929 ist es das Bezirksamt Bamberg (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt). Die Gerichtsbarkeit lag weiterhin beim Landgericht Scheßlitz (1880 in Amtsgericht Scheßlitz umbenannt, seit 1932 Amtsgericht Bamberg).W. Weiß: Bamberg, S. 279. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 2,962 km².

Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Zeckendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Scheßlitz eingegliedert.

Baudenkmäler In Zeckendorf gibt es sechs Baudenkmäler: Jüdischer Friedhof Kruzifix Talstraße 18: Wohnhausanbau mit abgewalmten Dach Talstraße 37 und 37: Bauernhäuser Talstraße 44: Kleinbauernhaus

Bodendenkmäler In der Gemarkung Zeckendorf gibt es sieben Bodendenkmäler.

Einwohnerentwicklung Gemeinde Zeckendorf Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 289 347 316 298 276 264 297 277 267 277 278 271 282 274 272 254 241 235 229 289 330 314 272 242HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 38 60 58 55 57 50 47 49 Quelle

Ort Zeckendorf Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2025Einwohner 282 265 287 267 266 226 312 258 231 196 223Häuser 36 55 54 47 44 46 55 Quelle

Religion Zeckendorf ist römisch-katholisch geprägt und nach St. Kilian (Scheßlitz) gepfarrt. Zeckendorf hatte bis 1938/42 – wie der Nachbarort Demmelsdorf – eine starke jüdische Gemeinde, deren Entstehung in die Zeit des 17. Jahrhunderts zurückgeht. 1861 war die Hälfte der Bevölkerung jüdisch, es gab auch eine Synagoge. Der jüdische Friedhof kann bis heute besichtigt werden.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Ortsteil von Scheßlitz Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg