mini|Martin Anwel Mtumbuka, 2023 Martin Anwel Mtumbuka (* 5. August 1957 in Majimbula) ist ein malawischer römisch-katholischer Geistlicher und Bischof von Karonga.

Leben Martin Anwel Mtumbuka besuchte zunächst die Grundschule in Chilulu und später das Kleine Seminar in Mzuzu. Anschließend studierte er Philosophie am Priesterseminar Saint Anthony in Kachebere und Katholische Theologie am Priesterseminar St. Peter in Zomba. Am 31. Juli 1988 empfing er in der Kathedrale St. Peter in Mzuzu das Sakrament der Priesterweihe für das Bistum Mzuzu.

Nach der Priesterweihe war Mtumbuka zuerst als Pfarrvikar an der Kathedrale St. Peter in Mzuzu tätig, bevor er 1990 Rektor des Kleinen Seminars St. Patrick wurde. 1993 wurde er für weiterführende Studien nach Irland entsandt, wo er 1997 am Mater Dei Institute of Education in Dublin einen Master im Fach Religionswissenschaft erwarb. Im selben Jahr setzte er seine Studien an der University of London fort, an der er 2003 mit der An empirical study of Catholic secondary schools in Malawi: strengths, weaknesses and challenges („Eine empirische Studie über katholische Sekundarschulen in Malawi: Stärken, Schwächen und Herausforderungen“) zum Ph.D. im Fach Pädagogik promoviert wurde. Nach der Rückkehr in seine Heimat war Mtumbuka zunächst Rektor des Kleinen Seminars in Mzuzu. Ab 2005 fungierte er als Vizekanzler der Catholic University of Malawi in Limbe im Erzbistum Blantyre.

Am 21. Juli 2010 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum ersten Bischof des mit gleichem Datum errichteten Bistums Karonga. Der Apostolische Nuntius in Malawi, Erzbischof Nicola Girasoli, spendete ihm am 20. November desselben Jahres in der Kathedrale St. Mary in Karonga die Bischofsweihe; Mitkonsekratoren waren der Erzbischof von Blantyre, Tarcisius Gervazio Ziyaye, und der Bischof von Mzuzu, Joseph Mukasa Zuza. Sein Wahlspruch We shall go to them („Wir werden zu ihnen gehen“) stammt aus . Als Bischof setzt sich Mtumbuka besonders für die Armen ein und kritisierte mehrfach, dass die malawische Regierung nicht genug für die Verbesserung der Lebensbedingungen der notleidenden Bevölkerungsteile tue.

Seit dem 14. Februar 2025 fungiert Mtumbuka zudem als Präsident der Malawischen Bischofskonferenz. Außerdem ist er Delegat der Bischofskonferenz für die Bischofssynode und für die Vereinigung der Bischofskonferenzen Ostafrikas (AMECEA) sowie Mitglied der Kommission für die Priesterseminare und nationaler Präsident der Päpstlichen Missionswerke. Zuvor war er vom 30. Januar 2015 bis zum 4. Februar 2022 Vizepräsident der Bischofskonferenz sowie Vorsitzender der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden und der Kommission für die Bildung.

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Einzelnachweise

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