Die 88. Internationale Sechstagefahrt war die Mannschaftsweltmeisterschaft im Endurosport und fand vom 30. September bis 5. Oktober 2013 in Olbia sowie auf der Insel Sardinien statt. Die Nationalmannschaften Frankreichs konnte zum siebten Mal die World Trophy sowie zum fünften und gleichzeitig dritten Mal in Folge die Junior Trophy gewinnen. Die Women’s Trophy gewann zum ersten Mal die Nationalmannschaft Australiens.
mini|Olbia, Start- und Zielort der einzelnen Etappen.
Wettkampf Organisation Letztmals fand 1997 eine Sechstagefahrt in Italien statt. Im April 2011 erfolgte der Zuschlag für die italienische Bewerbung. Ausrichter der Veranstaltung war die Federazione Italiana di Motociclismo.
Am Wettkampf nahmen 20 Teams für die World Trophy, 15 für die Junior Trophy, sechs für die Women’s Trophy und 139 Clubteams aus insgesamt 36 Nationen teil.
Zentraler Start- und Zielort für die Veranstaltung war die Hafenstadt Olbia. Der Parc fermé und das Fahrerlager waren auf zwei Piers im Hafen untergebracht. Titelverteidiger in den Kategorien World Trophy, Junior Trophy und Women’s Trophy waren die französischen Nationalmannschaften.
Deutschland nahm an der World Trophy und Junior Trophy sowie mit sieben (davon eine gemischtnationale) Clubmannschaften teil. Die Schweiz nahm an der World Trophy sowie mit drei Clubmannschaften teil. Österreich fuhr in der World Trophy sowie mit zwei Clubmannschaften.
Es waren insgesamt rund 1250 Kilometer Strecke zu absolvieren. Bis einschließlich des fünften Fahrtags waren täglich vier Zeitkontrollen eingerichtet und sechs Sonderprüfungen zu absolvieren.
1. Tag Insgesamt 603 Fahrer nahmen den Wettbewerb auf. Am ersten Tag wurde ein Kurs nördlich von Olbia gefahren, die Runde war 220 Kilometer lang. Nachdem in der Nacht zuvor heftige Gewitter niedergegangen waren, war die Staubentwicklung dementsprechend gering.
Nach dem ersten Fahrtag führte in der World Trophy das Team aus Frankreich vor den USA und Australien. Das österreichische Team lag auf dem 10. Platz, die Schweiz auf dem 11., das deutsche Team auf dem 15. Platz.
In der Junior Trophy führte das französische Team vor Italien und den USA. Das deutsche Team lag auf dem 14. Platz.
In der Women’s Trophy führte das australische Team vor den Mannschaften aus Schweden und Frankreich.
Die Clubwertung führte der Club Italia vor Treviglio und Wellard. Beste deutsche Clubmannschaft war das Team Dmsb 1-Admv auf dem 25. Platz. Für die Schweiz das Team Les Jurassiens auf Platz 58 und für Österreich der Msc Mattighofen auf Platz 77.
2. Tag Die Strecke des zweiten Fahrtags war identisch der des Vortags.
Die World Trophy führte das Team aus Frankreich vor Australien und den USA an. Das österreichische Team lag auf dem 10. Platz, die Schweiz auf dem 12., Deutschland auf dem 14. Platz.
In der Junior Trophy führte Frankreich vor Italien und Großbritannien. Das deutsche Team verbesserte sich auf den 13. Platz. Im deutschen Team musste Kevin Albrecht nach Motorschaden aufgeben. Der Dekompressionshebel seiner Motorsteuerung war defekt, die Leistung fiel ab ehe der Motor festging. Damit war das tägliche Streichresultat aufgebraucht.
In der Women’s Trophy führte unverändert das australische Team vor den Mannschaften aus Schweden und Frankreich.
Die Clubwertung führte unverändert der Club Italia vor Treviglio und Wellard. Beste deutsche Clubmannschaft war das Team Dmsb 1-Admv auf dem 22. Platz. Der Msc Mattighofen verbesserte sich auf Platz 74. Bestes Schweizer Team war Les Seniors auf Platz 77.
3. Tag Die Strecke des dritten Tages war wieder 220 Kilometer lang.
In der World Trophy führte das Team aus Frankreich vor den USA und Australien. Das österreichische Team lag unverändert auf dem 10. Platz, die Schweiz auf dem 12., Deutschland auf dem 14. Platz.
Die Junior Trophy führte wie am Vortag Frankreich vor Italien und Großbritannien Das deutsche Team rutschte auf den 14. Platz ab.
In der Women’s Trophy führte unverändert das australische Team vor den Mannschaften aus Schweden und Frankreich.
Die Clubwertung führte Treviglio vor Wellard und La Marca Trevigiana. Beste deutsche Clubmannschaft war das Team Dmsb 1-Admv auf dem 23. Platz. Das beste Schweizer Team Les Jurassiens lag auf Platz 61. Der Msc Mattighofen verbesserte sich auf Platz 64.
4. Tag Am dritten Tag wurde ein Kurs südlich von Olbia gefahren. Die Runde war wieder 220 Kilometer lang.
Am Ende des vierten Fahrtags führte in der World Trophy das Team aus Frankreich vor Australien und den USA. Das österreichische Team lag unverändert auf dem 10. Platz, die Schweiz auf dem 12., Deutschland auf dem 14. Platz.
In der Junior Trophy führte weiter unverändert Frankreich vor Italien und Großbritannien. Im deutschen Team schied mit Lukas Reichstein der zweite Fahrer nach einem technischen Defekt aus. Die letzte Sonderprüfung beendete er schiebend. Die Reparatur vor Ort scheiterte am Zeitfenster, was letztlich zum Ausschluss führte. Das deutsche Team rutschte aussichtslos auf den 15. und damit letzten Platz ab.
In der Women’s Trophy führte unverändert Australien vor den Mannschaften aus Schweden und Frankreich.
Die Clubwertung führte wie am Vortag Treviglio vor Wellard und La Marca Trevigiana. Beste deutsche Clubmannschaft war das Team Dmsb 1-Admv auf dem 20. Platz. Das Team Les Jurassiens verbesserte sich auf den 52. Platz. Der Msc Mattighofen rutschte auf Platz 65 ab.
5. Tag Die Strecke des fünften Fahrtags war identisch des vierten Tages.
Die Zwischenstände nach dem fünften Fahrtag: In der World Trophy führte das Team aus Frankreich vor den USA und Italien. Das österreichische Team lag unverändert auf dem 10. Platz, die Schweiz auf dem 12., Deutschland auf dem 14. Platz.
In der Junior Trophy führte unverändert Frankreich vor Italien und Großbritannien. Das deutsche Team lag weiter unverändert auf dem 15. Platz.
In der Women’s Trophy gab es keine Veränderung. Es führte Australien vor den Mannschaften aus Schweden und Frankreich.
Die Clubwertung führte ebenso wie am Vortag Treviglio vor Wellard und La Marca Trevigiana. Beste deutsche Clubmannschaft war das Team Dmsb 1-Admv auf dem 18. Platz. Das Team Les Jurassiens verbesserte sich auf den 46., der Msc Mattighofen auf Platz den 62. Platz.
6. Tag Am letzten Tag wurden als Etappe 50 Kilometer von Olbia in das westlich gelegene Tempio Pausania gefahren. Dort fand als letzte Sonderprüfung das Abschluss-Motocross auf dem Crossodromo Sergio Bruschi statt. Es waren sechs Runden zu absolvieren.
In der Nacht zuvor hatte es stark geregnet, so dass quasi keine Staubaufwirbelung auf der Strecke entstand.
Endergebnisse World Trophy Platz Team Zeit 1. 21:46:39,09 2. 21:59:56,49 3. 22:04:07,92 4. 22:10:15,08 5. 22:14:09,72 6. 23:06:41.27 7. 23:19:08,79 8. 23:39:27,20 9. 23:40:07,58 10. 23:49:55,56 11. 24:00:26,36 12. 24:08:50,71 13. 24:34:40,93 14. 25:19:05,06 15. 25:19:20,88 16. 26:09:00,03 17. 27:14:21,90 18. 28:22:56,44 19. 35:06:48,08 20. 35:18:55,97
Junior World Trophy Platz Team Zeit 1. 13:19:05,68 2. 13:25:41,92 3. 13:29:00,77 4. 13:37:09.08 5. 13:39:56,43 6. 13:43:56,26 7. 13:56:17,95 8. 13:59:25,71 9. 14:01:42,93 10. 14:12:59,85 11. 14:17:17,29 12. 14:40:15,78 13. 15:26:56,74 14. 21:44:16,73 15. 21:47:14,08
Women’s World Trophy Platz Team Zeit 1. 10:19:57,00 2. 10:34:01,75 3. 10:55:14,87 4. 11:15:34,92 5. 11:17:48,24 6. 11:31:16,78
Club Team Award Platz Team Zeit 1. Treviglio 13:46:35,94 2. Wellard 13:49:00,85 3. La Marca Trevigiana 14:05:13,37 4. Go Fasters 14:05:16,63 5. Lumezzane 14:05:55,86 6. Sebino A 14:20:35,39 7. Team Ostra Enduro 2 14:26:46,75 8. Team West Sweden 14:27:03,76 9. Sacu Team Scotland 14:33:56,72 10. Cassano Magnago 14:38:12,56 18. DMSB 1 ADMV 15:01:13,27 27. DMSB 2 ADAC Westfalen-Hessen/Thüringen 15:28:23,27 47. Les Jurassiens 16:47:10,85 50. DMSB 4 16:55:17,82 61. Msc Mattighofen 17:43:08,82 62. DMSB 7 17:44:37,53 72. DMSB 6 19:42:21,07 88. Les Seniors 24:10:32,22 112. GTS Enduro Team Schweiz 28:08:33,57 115. Team Vorarlberg 28:34:42,89 133. DMSB 5 39:09:59,30 136. DMSB 3 MSC Porz 40:38:28,88
Manufacturer’s Team Award Platz Team Zeit 1. KTM 1 12:56:34,64 2. Husaberg 1 13:02:47,93 3. KTM 2 13:11:57,12 4. Honda HM 13:21:50,77 5. Beta Factory 13:25:32,15 6. Husaberg 2 13:29:02,38 7. Honda USA 13:30:29,25 8. KTM 3 13:35:29,44 9. Husaberg 4 13:52:46,45 10. Husaberg 5 13:58:01,41 11. Honda - T.R.S. 14:51:40,62 12. Yamaha Australia 18:15:33,09 13. Husqvarna CH Racing 22:49:00,37 14. Husaberg 6 23:09:57,22 15. Honda - Chile 23:41:59,51 16. KTM 4 24:44:44,00 17. Husaberg 3 25:11:18,84
Einzelwertung Klasse Starter Gold Silber Bronze ohne Medaille Ausfall/Disqualifikation Klassensieger (Motorrad) Zeit E1 67 32 21 2 12 Cristobal Guerrero (KTM) 4:24:18,90 E2 71 34 26 4 7 Daniel Milner (Yamaha) 4:18:04,28 E3 40 14 19 5 2 Antoine Meo (KTM) 4:16:21,26 EW 18 9 5 2 0 2 Jessica Gardiner (Sherco) 5:08:09,57 C1 152 27 55 34 11 25 Maurizio Micheluz (Valenti) 4:27:51,01 C2 159 23 51 49 7 29 Ryan Sipes (Suzuki) 4:32:32,26 C3 106 12 35 32 6 21 Mirko Gritti (KTM) 4:29:15,54 Gesamt 613 151 212 128 24 98
Teilnehmer