mini|Mayer’sche Apotheke, Geburtshaus von Robert Mayer, vor dem Abbruch 1882 mini|Lageplan von 1869 mini|Mayer’sche Apotheke zur Rose, nach einer Gouache von W. Jahn, 1880

Die Rosenapotheke ist eine Apotheke in Heilbronn. Sie befand sich einst in dem ehemaligen, bereits im 17. Jahrhundert nachgewiesenen Patrizierhof der Familie Jeßlin beim Heilbronner Rathaus. Bedeutung erlangte die alte Rosenapotheke als Geburtshaus des Physikers Robert Mayer (1814–1878), dessen Vater dort seit 1810 als Apotheker tätig war. Die Apotheke wurde später von Robert Mayers Bruder Fritz fortgeführt. Das alte Gebäude wurde 1882 abgerissen, ein weiterhin als Rosenapotheke genutzter Nachfolgebau im Zweiten Weltkrieg zerstört. Die bis heute bestehende Rosenapotheke bezog nach dem Zweiten Weltkrieg ihr heutiges Gebäude in der Wilhelmstraße 54.

Geschichte Das Anwesen an der heutigen Ecke Rosengasse/Rathausgasse befand sich 1649 im Besitz des Bürgermeisters Jeßlich, später im Besitz des Bürgermeisters Mockel. Im 18. Jahrhundert lebte die italienische Kaufmannsfamilie Bianchi in dem Gebäude. Im Jahr 1810 wurde darin die Rosenapotheke als vierte Apotheke in Heilbronn von Christian Jakob Mayer (1769–1830)Lebensdaten nach Schmolz/Weckbach: Heilbronn – Geschichte und Leben einer Stadt. 2. Auflage. Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn 1973, ISBN 3-87437-062-3, Nr. 178, S. 71. eröffnet. 1814 wurde Mayers jüngster Sohn Robert in dem Gebäude geboren und wuchs darin auch auf. Sein ältester Bruder Fritz Mayer führte die elterliche Apotheke fort, der zweite Bruder Gustav Mayer wurde Apotheker in Meßkirch und später Revolutionär in Sinsheim. Nach Fritz Mayers Tod verkaufte 1874 die Witwe (eine geborene Herwig) das Anwesen an einen Dr. Steinau, der das alte Haus 1882 abbrechen ließ. Ein Teil des Grundstücks blieb darauf unbebaut und bildete den Durchbruch der Rathausgasse zur Lohtorstraße.Dürr 1914 Der auf der verbleibenden Westhälfte des Grundstücks errichtete Nachfolgebau der Rosenapotheke wurde beim Luftangriff 1944 zerstört.Marianne Dumitrache, Simon M. Haag: Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg. Band 8: Heilbronn. Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, Stuttgart 2001, ISBN 3-927714-51-8, S. 159 Nr. 400 Das Grundstück ist heute unbebaut, es bildet die südöstliche Ecke des Parkplatzes hinter dem Käthchenhof beim Rathaus. Die Rosenapotheke unter Apotheker Koch bezog nach dem Zweiten Weltkrieg das Gebäude in der Wilhelmstraße 54.

Geburtshaus von Robert Mayer Der Heilbronner Historiker Friedrich Dürr beschrieb 1914 das Geburtshaus von Robert Mayer wie folgt:

Einzelnachweise

Literatur Friedrich Dürr: Erinnerungen an Robert Mayer. In: Helmut Schmolz, Hubert Weckbach: Robert Mayer. Sein Leben und Werk in Dokumenten. Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn 1964 (Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Heilbronn. Band 12), , S. 16–17 (ursprünglich in Heilbronner Unterhaltungsblätter, Beilage zur Neckar-Zeitung, Nr. 97 vom 23. November 1914.)

Weblinks

Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Heilbronn Heilbronn, Rosen