mini|Melchisedek, Abraham und Abel. Mosaik in der Basilika Sant’Apollinare in Classe Der Begriff der Erstlingsfrucht bezeichnet in der Bibel die ersten Früchte des Jahres. Vor allem Gerste, Trauben und Öl sollten im Judentum Gott als Dankopfer () dargebracht werden.

Judentum Das „Prinzip der Erstlingsfrucht“ erscheint in mehreren Büchern des Tanach und wird sowohl in der Thora als auch in den Büchern der Neviim dargelegt. Schon in bringt Abel Gott ein Opfer von den Erstlingen seiner Herde und ihrem Fett dar.

Bei Ezechiel () heißt es:

Während Terumah Gedolah allgemein ein Ernteopfer war, wurden Bikkurim nach Mischna Bikkurim 3:12 auf dem Tempelaltar dargebracht.

Der jüdische Festkalender enthält drei Erntefeste: das Fest der Erstlingsfrucht (Chag HaBikurim) zur Gerstenernte, gefeiert nach dem ersten Tag des Pessachfestes; das Wochenfest (Schawuot) zur Weizenernte, gefeiert am 50. Tag nach dem Pessachfest und das Laubhüttenfest (Sukkot) zur Weinlese im Herbst.

Anlässlich dieser Feste brachte man die Opfer nach Mischna Bikkurim 1:6 in den Tempel.

Zum bevorstehenden Einzug Israels ins Gelobte Land erläutert das Gebot der Erstlingsfrüchte am Wochenfest:

Christentum Das Christentum sieht in Kreuzestod und Auferstehung Christi die noch bedeutendere Erstlingsgabe und -frucht. Zu dieser Wortwahl hat aus Sicht der Judenchristen die Tatsache beigetragen, dass Christus während des Fests der Erstlingsfrucht von den Toten auferweckt wurde, drei Tage nach dem jüdischen Opferfest des Passahlammes. Im Hebräerbrief () wird das himmlische Jerusalem als „Gemeinschaft der Erstgeborenen, die im Himmel verzeichnet sind“ bezeichnet. Paulus von Tarsus schrieb im 1. Korintherbrief :

Siehe auch Erstgeburt

Einzelnachweise

Kategorie:Feste und Brauchtum (Judentum) Kategorie:Glaube und Dogma (Christentum) Kategorie:Frucht