Georg Michael Hafner (* 3. Oktober 1947 in Heidelberg) ist ein deutscher Fernsehjournalist und Publizist.
Leben Nach dem Studium der Kunstgeschichte und Germanistik wurde er 1977 zum Dr. phil promoviert. Noch vor der Promotion arbeitete Hafner dokumentarisch. 1973 entstand zusammen mit Rüdiger Nüchtern der Film Juliane Werding. Ein Film vom Schlagermarkt, der die Vermarktung der 16-jährigen Sängerin und die Mechanismen des Schlagergeschäfts behandelte. Mitte der 1970er Jahre führte ihn das Impressum der Musikzeitschrift Sounds als Fotografen des Blattes.
Hafner war bis 2012 Abteilungsleiter der Redaktion „Politik und Gesellschaft“ bei hr-fernsehen und Kommentator bei den ARD-Tagesthemen. Für seine Filmdokumentationen erhielt er u. a. den Bayerischen Fernsehpreis, den Adolf-Grimme-Preis und den Prix Europa. Er ist zusammen mit Esther Schapira Träger der „Buber-Rosenzweig-Medaille“ der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Seit 2012 ist er freier Publizist und Buchautor.
Schriften Ikonographische Studien zum Werk Moritz von Schwind. Dissertation Universität München 1977. mit Kamil Taylan: Alexandra – Tod in Frankfurt. Das Leben einer Drogenabhängigen. Lamuv, Bornheim-Merten 1986, ISBN 978-3-88977-289-3 mit Kamil Taylan: Zum Beispiel Cocain. Lamuv, Göttingen 1988, ISBN 978-3-88977-157-5 mit Esther Schapira: Die Akte Alois Brunner. Warum einer der größten Naziverbrecher noch immer auf freiem Fuß ist. Campus, Frankfurt 2000, ISBN 3-593-36569-3 mit Esther Schapira: Das Kind, der Tod und die Medienschlacht um die Wahrheit. Der Fall Mohammed al-Durah. Edition Critic, Berlin 2014, ISBN 978-3-9814548-7-1. mit Esther Schapira: Israel ist an allem schuld. Warum der Judenstaat so gehasst wird. Eichborn, Köln 2015, ISBN 3-847-90589-9
Filmografie 1973: Juliane Werding. Ein Film vom Schlagermarkt (mit Rüdiger Nüchtern) 1991: Todeszone – Nach dem Super-GAU in Biblis 1998: Der Tod lebt weiter – Die Kinder von Auschwitz und ihre Familien 1998: Die Akte B. – Alois Brunner: Die Geschichte eines Massenmörders 2000: Das rote Quadrat 2007: Der Tag als Jürgen W. Möllemann in den Tod sprang 2009: Das Kind, der Tod und die Wahrheit 2010: Entweder Broder – Die Deutschlandsafari 2012: München 1970. Als der Terror zu uns kam (u. a. über seinen Onkel Rudolf Crisolli) youtube.com
Weblinks
Seite über Hafner auf der Website des Deutschen Fernsehpreises
Einzelnachweise
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