mini|Der Memmelsdorfer Gemeindeteil Schmerldorf

Schmerldorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Memmelsdorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Schmerldorf liegt in der Gemarkung Kremmeldorf.

Geografie Das Dorf liegt am Leithenbach, einem linken Zufluss des Leitenbachs, und ist von Acker- und Grünland umgeben. Die Kreisstraße BA 16 führt nach Kremmeldorf zur Staatsstraße 2210 (1 km östlich) bzw. zur Staatsstraße 2190 bei Drosendorf (1,8 km westlich).

Geschichte Der Ort wurde 1379 das erste Mal genannt, früher waren auch die Namen „Smirendorf“ oder „Schmirreldorf“ gebräuchlich.Ortsteile auf der Website memmelsdorf.de 1408 verkaufte Hans von Eckdorf den „Hof zu Smirendorf“ an den Domherrn und obersten Schulmeister Friedrich Czolner von Halburg.Johann Looshorn: Geschichte des Bistums Bamberg, Band 4, S. 94. Der Hof war freies Mannslehen, er konnte nur an einen Mann übertragen werden.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schmerldorf aus 20 Anwesen. Das Hochgericht links des Bachs hatte das bambergische Centamt Memmelsdorf, rechts des Bachs das bambergische Centamt Scheßlitz aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatten das Amt Memmelsdorf und das Amt Scheßlitz. Grundherren waren das Amt Memmelsdorf: 3 Häuser mit Stadel, 1 Haus; das Amt Scheßlitz: 4 Halbhöfe, 2 Tropfhäuser; das Domkapitel Bamberg, Vikarien- und Receptoratsamt: 2 Halbhöfe; das bambergische St. Katharina-Hospital: 1 Halbhof, 1 Haus; die Nürnberger Patrizier Löffelholz von Kolberg: 2 halbe Gülthöfe; die Grafen von Giech zu Thurnau: 1 Hof mit 2 Häusern; die Gemeinde: 2 Tropfhäuslein.W. Weiß: Bamberg, S. 164.

Im Jahre 1802 kam Schmerldorf an das Kurfürstentum Bayern. Im Zuge des Gemeindeedikts wurde Schmerldorf dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Kremmeldorf und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Schmerldorf zugewiesen.W. Weiß: Bamberg, S. 251f. Am 1. Januar 1972 wurde Schmerldorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Memmelsdorf eingemeindet.

Baudenkmäler In Schmerldorf gibt es vier Baudenkmäler: Feldkapelle Bildstock Bildnische Forstgrenzstein

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2024Einwohner 61 89 98 111 89 94 155 104 126 137 162HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 14 18 18 19 19 19 33 Quelle

Religion Schmerldorf ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich links des Bachs nach Mariä Himmelfahrt (Memmelsdorf) gepfarrt und rechts des Bachs nach St. Kilian (Scheßlitz). Seit Anfang des 19. Jahrhunderts ist nur noch die Pfarrei Memmelsdorf zuständig.

Einrichtungen Freiwillige Feuerwehr Vereinsraum

Literatur

Konrad Schrott: Memmelsdorf – Ortsteile. Herausgegeben im Selbstverlag der Gemeinde Memmelsdorf

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Memmelsdorf) Kategorie:Ersterwähnung 1379