Franz Friedrich Schulte (* 30. Dezember 1837 in Günne in Westfalen; † 1911) war ein deutscher Reichsgerichtsrat.
Leben Schulte begann sein Jurastudium am 27. Oktober 1857 an der Universität BonnAmtliches Verzeichnis des Personals und der Studirenden auf der Königlichen Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn, auf das Winterhalbjahr 1857-1858. Joh. Aloys Odenkirchen: Bonn. Digitalisat und setzte es ab dem Wintersemester 1858/59 an der Universität Berlin fort.Amtliches Verzeichnis des Personals und der Studirenden auf der Königl. Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin. Auf das Winterhalbjahr von Michaelis 1858 bis Ostern 1859. Gustav Schade: Berlin (1858). Digitalisat In Bonn wurde er Mitglied des Corps Rhenania.Kösener Corpslisten 1960, 12:506 Er wurde 1860 auf den preußischen Landesherrn vereidigt und Auskultator am Berliner Kammergericht.Amtsblatt der königlichen Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin. Jahrgang 1860, Potsdam (1860), S. 346. Digitalisat. 1862 wurde er Referendar am Appellationsgericht in Arnsberg,Justiz-Ministerialblatt für die preußische Gesetzgebung und Rechtspflege. Berlin. Bd. 24 (1862), S. 333. Digitalisat und 1866 dort Assessor.Justiz-Ministerialblatt für die preußische Gesetzgebung und Rechtspflege. Berlin. Bd. 28 (1866), S. 129. Digitalisat 1871 wurde er Kreisrichter in Hagen, mit der Funktion bei der Gerichtsdeputation in Schwelm.Justiz-Ministerialblatt für die preußische Gesetzgebung und Rechtspflege. Berlin. Bd. 33 (1871), S. 157. Digitalisat 1874 erfolgte seine Ernennung zum Dirigenten der Gerichtsdeputation dortJustiz-Ministerialblatt für die preußische Gesetzgebung und Rechtspflege. Berlin. Bd. 36 (1874), S. 243. Digitalisat und 1875 seine Beförderung zum Kreisgerichtsrat in Schwelm.Justiz-Ministerialblatt für die preußische Gesetzgebung und Rechtspflege. Berlin. Bd. 37 (1875), S. 19. Digitalisat 1879 wurde er als I. Staatsanwalt nach Lyck, damals Ostpreußen, heute Polen, versetzt.Justiz-Ministerialblatt für die preußische Gesetzgebung und Rechtspflege. Berlin. Bd. 41 (1879), Anlage, S. 3. Digitalisat 1882 wurde Schulte Oberlandesgerichtsrat und 1892 als Reichsgerichtsrat an das Reichsgericht in Leipzig berufen. Er war vom 16. Mai 1892 bis Jahresende im IV. und von da ab im III. Strafsenat tätig. Er trat 1901 in den Ruhestand und verstarb 1911.
Literatur Adolf Lobe: Fünfzig Jahre Reichsgericht am 1. Oktober 1929. Berlin 1929, , S. 362.
Einzelnachweise
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