Bromethalin ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Aniline.

Gewinnung und Darstellung Bromethalin kann durch eine mehrstufige Reaktion von Toluol mit Chlor, Fluorwasserstoff, Salpetersäure, Anilin, Dimethylsulfat und Dibromisocyanursäure gewonnen werden, siehe folgendes Syntheseschema:

rahmenlos|hochkant=2.0|zentriert|Synthese von Brometalin

Eigenschaften Bromethalin ist ein weißer geruchloser Feststoff, der unlöslich in Wasser ist und sich unter Einwirkung von UV-Licht zersetzt.

Verwendung Bromethalin wird als Rodentizid verwendet. Es wurde 1985 auf den Markt gebracht. Bromethalin gehört nicht zur Wirkstoffgruppe der Vitamin-K-Antagonisten (wie die 4-Hydroxycumarine Warfarin und Bromadiolon).Eric Dunayer: (PDF; 181 kB). In: Veterinary Medicine, September 2003. S. 732–736. Nach der Aufnahme wird es in der Leber zum größten Teil zu Desmethylbromethalin umgewandelt, welches bedeutend toxischer ist als die Ausgangssubstanz. Dieses entkoppelt die oxidative Phosphorylierung in den Mitochondrien der Zellen, wodurch Ödeme vor allem in Gehirn und Rückenmark entstehen.vetpharm: Bromethalin bei Kleintieren, abgerufen am 4. Juni 2021.

Zulassung In den Staaten der EU, unter anderem in Deutschland und Österreich, sowie in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.

Einzelnachweise

Kategorie:Diphenylamin Kategorie:Benzotrifluorid Kategorie:Polybrombenzol Kategorie:Polynitrobenzol Kategorie:Rodentizid Kategorie:Pflanzenschutzmittel (Wirkstoff) Kategorie:Nitroanilin