Kurt Gebhardt (* 24. Juli 1923 in Perouse; † 5. Juni 2015 in Stuttgart) war ein deutscher Jurist, Kommunalpolitiker und Oberbürgermeister der Stadt Waiblingen.
Leben Kurt Gebhardt wurde als Sohn eines Oberlehrers im Landkreis Böblingen geboren und studierte nach Schulzeit in Zuffenhausen und Feuerbach sowie Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg, er war zuletzt Leutnant bei der Artillerie, und US-amerikanischer Gefangenschaft Rechts- und Staatswissenschaften in Tübingen. Während seines Studiums wurde er 1947 Mitglied der Tübinger Burschenschaft Derendingia. 1953 wurde er zum Dr. iur. promoviert.
Im Jahr 1956 ließ sich Gebhardt als Rechtsanwalt in seiner Geburtsstadt Stuttgart nieder. In diesem Beruf arbeitete er bis 1963, danach war er bis 1970 Oberbürgermeister der Stadt Waiblingen. S. 1 Von 1975 bis 1987 war er Mitglied des Gemeinderats in Stuttgart und Vorsitzender der FDP-Fraktion (ab 1984). Außerdem war er Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städtetags Baden-Württemberg (1970 bis 1988). Er war außerdem für das Deutsche Rote Kreuz (DRK) tätig, von 1987 bis 1994 als Präsident des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg. Danach wurde er zum Ehrenpräsidenten ernannt. Im DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg war Gebhardt Verwaltungsratsvorsitzender.
Gebhardt wurden mehrere Orden verliehen. Er lebte in Stuttgart-Degerloch, war verheiratet und hatte drei Kinder.
Ehrungen Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg Großes Bundesverdienstkreuz Verdienstorden der Italienischen Republik Preis des Süddeutschen Rundfunks beim Wettbewerb der Sendereihe Sonntagsgeschichten
Veröffentlichungen (Auswahl) Das Pfandrecht und Vollstreckungsrecht der Reichsstadt Nördlingen. Dissertation Universität Tübingen 1953. In städtischen Diensten und andere Schmunzelgeschichten. Silberburg-Verlag, 1992, ISBN 978-3925344510. Satirische Verse für alle, die nichts zu lachen haben. Tübingen 1998. Erfahrungen in heiteren und besinnlichen Versen. Aachen 2014.
Literatur Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 9: Nachträge. Koblenz 2021, S. 48. (Online-PDF) Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 360.
Einzelnachweise
Kategorie:Bürgermeister (Waiblingen) Kategorie:FDP-Mitglied Kategorie:Autor Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener der Vereinigten Staaten Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert) Kategorie:Träger des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg Kategorie:Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik Kategorie:Wikipedia:Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Ausprägung ungeklärt) Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes Kategorie:Person (Deutsches Rotes Kreuz) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1923 Kategorie:Gestorben 2015 Kategorie:Mann